Schon 30.000 unterschrieben Cannabis Bürgerinitiative

Wien, 8. April 2015 Die parlamentarische Bürgerinitiative zur „Herausnahme von Cannabis aus dem österreichischen Suchtmittelgesetz“ hat am Mittwoch ihren Platz als dritt-erfolgreichste – KORRIGIERT: laut STANDARD ist es die zweit-erfolgreichste – Bürgerinitiative mit bisher 30.000 geleisteten Unterschriften zementiert. Die Bürgerinitiative kann weiterhin bis zum nächsten Treffen des Parlaments-Ausschusses im Mai unterzeichnet werden, teilte das Hanf-Institut mit.

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„Seit dem Beginn der Bürgerinitiative im vergangenen September hat sich in der Diskussion über die Legalisierung von Cannabis viel getan. Mittlerweile sind in allen politischen Lagern unterhalb der Führungsebenen Befürworter an die Öffentlichkeit getreten, weil sie auch keinen Sinn mehr in der strafrechtlichen Verfolgung von Cannabis-Konsumenten, insbesondere den Cannabis-Patienten sehen“, sagte der Obmann des Hanf-Instituts, Toni Straka.

Während die grundsätzliche Bereitschaft zur Reform des Suchtmittelgesetzes zu begrüssen ist, sieht das Hanf-Institut jedoch im Gesetzesentwurf des Justizministeriums keine wirkliche Verbesserung für Konsumenten, da weiterhin kostenaufwändige Untersuchungen durch die Gesundheitsbehörden anfallen. „Mit dem jetzigen Entwurf wird einzig der Justizapparat, nicht aber die Exekutive und die Gesundheitsbehörden entlastet“, sagte Straka und wies darauf hin, dass weit über 90 Prozent der Cannabis-Konsumenten kein Problem durch ihren abendlichen Joint hätten.

NIDA anerkennt erstmals offiziell Heilwirkung von Cannabinoiden bei Krebs

Die Wirkung von Cannabis als Heilmittel bei Krebs wurde diese Woche erstmals von der US Behörde National Institute on Drug Abuse (NIDA) offiziell anerkannt.

In einer Veröffentlichung erklärte die Behörde Anfang April, dass “neuste Studien an Tieren gezeigt haben, dass Cannabis gewisse Krebszellen töten und andere kleiner machen kann. Die Ergebnisse der Studie kommen zu dem Schluss, dass Vollextrakte der Cannabis-Pflanze einen der häufigsten Hirntumor-Arten schrumpfen lassen. Experimente an Mäusen haben gezeigt, dass diese Extrakte zusammen mit einer Bestrahlungstherapie, die Krebs tötenden Eigenschaften verbesserte.”

Angesichts der offiziellen Haltung der US-Regierung ist die Meldung als sensationell einzustufen, sagte Straka. Dies deute auf eine nicht mehr aufhaltbare bundesweite Legalisierung von Cannabis in den USA hin,nachdem es in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Eigenberichte von Krebskranken über erfolgreiche Krebs-Behandlung gibt.

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