CBD-Produkte in Österreich beschlagnahmt

Cannabidiol

Die chemische Formel von Cannabidiol, dem schmerzstillenden Cannabinoid im Hanf.

Wien, 3. September – Wird jetzt die Natur verboten? In Österreich wurden am vergangenen Mittwoch in einem Hanf-Fachgeschäft CBD-Produkte beschlagnahmt. Wie wir erfahren haben, hat die Lebensmittelinspektion einige Fachgeschäfte besucht. Auslöser dafür ist ein nicht öffentliches Gutachten der Ages Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit, demzufolge CBD-Produkte erst das EU-Zulassungsverfahren als Nahrungs(ergänzungs)mittel und als Kosmetikzusatz durchlaufen müssen.

Paradox ist, dass es jetzt ein nicht-öffentliches Gutachten gibt, das erst nach Zusendung an die Landesregierungen veröffentlicht werden soll. Damit sind etliche österreichische Ganjapreneure, die sich mit CBD-Produkten beschäftigen und solche auf den Markt bringen wollen, im Zustand der kafkaesken Rechtsunsicherheit, weil sie dieses Gutachten nicht in ihre Zukunftsplanungen einbeziehen können. CBD hat bisher genausoviele Menschenleben gekostet wie Kamillentee: nämlich keine.

UPDATE 3.9.2015: Die Ages hat mittlerweile Informationen zu CBD hier veröffentlicht.

In Grossbritannien ist der Verkauf von CBD-Produkten als Extrakt seit Anfang August erlaubt. Cannabidiol wurde einer grösseren Öffentlichkeit durch dieses Video bekannt, wo die medizinische Wirkung am Beispiel der kleinen Charlotte veranschaulicht wird.

Wer CBD daheim hat, muss sich keine Sorge machen: Das Cannabinoid ist legal.

Hier ist noch ein weiteres Video in Deutsch zu CBD:

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