“Niemand wird mich davon abhalten, Patienten mit Hanf zu versorgen”

WilliInterview - 1Henndorf/Wallersee, 15. Juli 2016 – Das Hanf-Institut hat mit dem Obmann des Cannabis Social Club Salzburg, Willi Wallner, nach der 7. Beschlagnahme seiner Hanfproduktion für Patienten gesprochen.

Hanf-Institut: Willi, wir sehen auf eine Menge leerer Blumentöpfe. Wieso kam die Polizei nach einigen ruhigen Monaten wieder?

Wallner: Ich mache keinen Hehl daraus, dass wir medizinisches Cannabis für unsere 130 Mitglieder produzieren und nach dem CSC-Modell zum Selbstkostenpreis abgeben wollen. Jetzt wird wieder wegen des ‘Verdachts der Suchtmittelgewinnung’ ermittelt, was eindeutig nicht der Fall ist, weil unsere Mitglieder kein Sucht- sondern ein Heilmittel zu sich nehmen. Aber niemand wird mich davon abhalten, Patienten mit Hanf zu versorgen.

Hanf-Institut: Wie verlief die Hausdurchsuchung? Macht es den Beamten Lust, kranke Pensionisten zu jagen?

In Handschellen abgeführt

Wallner: Wir kennen das ganze Theater, weil es schon zum 7. mal passierte. Diesmal wurde ich sogar in Handschellen abgeführt, weil mir die Polizisten auch meine eigene Ration Cannabis konfisziert haben. Da habe ich mich auf der Treppe quergelegt, weil für mich die Schmerzen ohne Cannabis einfach nicht auszuhalten sind und ich kein Morphium nehmen will, dass bei mir auch nicht so gut wirkt wie ein simpler Joint.

Den Beamten ist das auch jedesmal unangenehm, weil sie ganz genau wissen, dass das hier kein Coffeeshop ist. Schliesslich kommt sogar die Mutter eines des Exekutivbeamten für ihre Cannabis-Tinktur zu uns und ist CSC-Mitglied.

Hanf-Institut: Ihr rechtfertigt eure Aktivitäten mit zwei starken Gründen. Bitte erkläre das den Lesern.

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Wallner: Zum einen berufe ich mich auf eine Fristenversäumnis der Behörden. Ich habe angekündigt, im Name unserer Mitglieder die Heilpflanze Cannabis anzubauen und dafür nie einen negativen Bescheid erhalten.

Und alle unsere 130 Mitglieder berufen sich auf einen medizinischen Notstand, weil die zum Grossteil konventionell austherapiert sind und Cannabis ihre letzte Hilfe ist.

Wir hoffen stark, dass es nicht soweit kommt, dass Patienten sterben müssen, weil wir sie nicht mit Cannabis versorgen können. Das sind ja keine Rastatypen sondern ganz einfach kranke Menschen, die sonst keinen Zugang zu ihrem bevorzugten Heilmittel hätten. Für jeden Schmerzpatienten ist jeder Tag ohne Cannabis eine Tortur.

Hanf-Institut: Wie geht es jetzt weiter?

Wallner: Ich habe nach der Beschlagnahmung (von 170 Pflanzen) sofort die nächsten angesetzt. Mich wird keine Behörde daran hindern können, Menschen von ihren Schmerzen zu befreien.

Für mich ist das alles nur mehr ein Wahnsinn, der hier am Rücken von Patienten aufgeführt wird. Auch wenn bei diesen Verfahren gegen mich nicht viel herauskommen wird, werden wir durch die Justiz mürbe gemacht weil wir ja ständig Rechtsanwälte brauchen. Wo leben wir denn, dass im 21. Jahrhundert Menschen strafrechtlich verfolgt werden, nur weil sie die medizin ihrer Wahl nehmen wollen?

Hanf-Institut: wir bedanken uns für das Gespräch.

Mit Willhelm Wallner sprach Hanf-Institut-Mitarbeiter Anatol Zweig.

2 Gedanken zu „“Niemand wird mich davon abhalten, Patienten mit Hanf zu versorgen”

  1. angelika Sieberer

    Ich bin Patient und schwer krank ich brauche Willis Öl und Butter seitdem gehe ich wieder außer Haus und ich habe mehr Lebensqualität meine Werte sind um einiges besser geworden bin Mutter von drei Kinder die freuen sich für mich meine Freunde waren am Anfang etwas erstaunt aber jetzt sehen Sie wie es mir besser geht meine Ärzte wissen es auch. Ohne die Medizin geht es mir nicht gut und bin zu alt und krank um mir es wo anders zu besorgen vor allem weiß ich nicht was ich bekomme auf Willi ist Verlass sonst kann ich es mir nicht leisten habe nur eine kleine Invalidität srente es ist Menschenrecht

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    1. elisabeth angermeier

      Hy dein post ist sehr interessant kann mich irgendwie hineinversetzen ..
      Leider ist bei uns hier im innviertel sehr schwer an dieses wundermittel dran zukommen ..
      Ich selbst leide seit fast 11jahren an einer sehr seltenen muskel und nervenkrankheit alle medikamente die ich bis dato einbehmen musste haben meinen körper innerlich zerstört..
      Mein körper kann viele sachen nicht mehr speichern .. letzten tage waren höllen quallen mit morfin pflaster da ich keine tabletten mehr schlucken kann aus ekel.. nun habe ich mit meinem arzt gesprochen ob es nicht mal eine alternative wäre cannabis zu rauchen ob vielleicht schmerzen doch leichter werden würde .. da im wagner jauregg in linz auch nur gerätselt wurde was ich noch machen könnte …er meinte es sei eine alternative doch die gkk wird es mir niemals durch gehen lassen.. daraufhin meinte ich nur dann muss ich mir in irgendeiner stadt am schwarzmarkt was besorgen..
      Damit ich vielleicht auch erfahrungsbericht erstatten kann ob es mir geholfen hat .. ich bin grad mal 37 und habe oftmals schübe dabei wo ich am liebsten sterben möchte dann sehe ich meine jungs an und denke mir du musst durch halten für deine kinder …
      Kannst du mir in etwa sagen wie es dir danach geht wenn du dieses konsumiert hast ???

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