AVISO: ORF-Report thematisiert am 27. September „Drogen im Strassenverkehr“

Wien, 27. September – Die Idee des Verkehrsministeriums Drogentestgeräte in der Verkehrsüberwachung einzusetzen, stösst auf geteilte Meinungen. Der ORF-Report bringt daher am 27. September um 21:05 Uhr auf ORF 2 einen Beitrag zur Drogen im Strassenverkehr mit einem Interview mit Hanf-Institutsobmann Toni Straka.

lucybpl-1Nach Ansicht des Hanf-Instituts geht die Diskussion am Kernproblem vorbei, sagte Hanf-Instituts-Obmann Toni Straka: Über zwei Drittel aller Drogenvergehen betreffen Cannabis. Mit diesen Urin-, Speichel- oder Schweisstestern kann lediglich ein qualitativer, aber kein quantitativer Wert ermittelt werden.“
Der Rechtsberater des Hanf-Instituts, Mag. Gottfried Hudl, wies darauf hin, dass alle derartigen Kontrollen nur mit Zustimmung des Betroffenen durchgeführt werden dürfen. „Verpflichtend ist nur die Blutabnahme durch den Amtsarzt“, sagte Hudl.

Auch das Hanf-Institut rät HanffreundInnen, jegliche Vortests zu verweigern und auf eine Blutabnahme zu bestehen.

Ein Harntest sagt überhaupt nichts über eine mögliche Verkehrsbeeinträchtigung aus, da Cannabis-Abbauprodukte, und nur solche können ermittelt werden, im Extremfall bis zu 10 Wochen nachgewiesen werden können“, sagte Straka.

thcnachweisbarkeitAus der Ankündigung :
Bei einigen Schwerpunktkontrollen in Wien hat die Polizei zuletzt mehr Autofahrerinnen und Autofahrer entdeckt, die unter dem Einfluss von Drogen standen, als unter jenem von Alkohol. Die Polizei begründet den Anstieg mit der höheren Kontrolldichte. Aber der Konsum von Cannabis und anderen Substanzen hat auch insgesamt zugenommen. Und offenbar haben immer mehr Menschen keine Hemmung, sich beeinträchtigt hinters Steuer zu setzen. Allerdings lässt sich bei Drogen – anders als bei Alkohol – nur sehr schwer feststellen, wie stark sie wirken. Das Innenministerium ist bereits auf der Suche nach neuen Drogenvortestgeräten. Könnten diese das Problem lösen? Wie wirkt sich der Konsum von Cannabis überhaupt auf die Fahrtüchtigkeit aus? Und warum dürfen Leute, die es aus medizinischen Gründen nehmen, dann doch ans Steuer? Katja Winkler und Jakob Horvat berichten.

Hier der Bericht:

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