Kategorie-Archiv: Cannabis

Cannabidiol-Blüten erhältlich


Wien, 25. August –
Wir haben noch einige 10 Gramm Baggies legale CBD-dominante Blüten für Interessierte abzugeben.

Mit 0,0 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC). 0,31 % THCA und insgesamt 5,9 Prozent Cannabidiol (CBD) sind die Blüten als Hanftee in Österreich legal.

Die Kostproben sind gegen eine Spende von 75 Euro im Hanf-Institut in 1230 Wien, Klostermanngasse 16 erhältlich. Wir geben nur an Cannabis-Patienten ab. Keine Wiederverkäufer.

Optional verschicken wie sie – nur in Österreich – für weitere 8 Euro.

Wir akzeptieren Überweisungen auf unser Vereinskonto (Verwendungszweck: CBD Spende) oder klicken Sie den PayPal Button.





Zu den Baggies gibt es natürlich eine Analyse, die die Legalität dieser Blüten bestätigen.

Bei interesse bitte das untenstehende Kontaktformular ausfüllen  oder Tel.: 0676 6966 664

 

Hanf-Institut Interview mit dem Cannabisöl-Pionier Rick Simpson: Krebs kann mit Cannabis geheilt werden

Wien, 9. August 2017 – Toni Straka, Obmann des Hanf-Instituts, hat die Cannabisöl-Legende Rick Simpson interviewt.
Rick Simpson hat mit dem nach ihm benannten Rick-Simpson-Öl (RSO) schon tausende Menschen von Krebs und anderen schweren Leiden geheilt und beziffert die Erfolgsrate bei Krebs zwischen 80 und 90 Prozent. In dem Video werden Produktion und Anwendung von RSO erklärt.

Hemp Institute records first cancer healing with cannabis oil

Vienna, July 20, 2017 – A 47 year old man from Wagrain in Austria has successfully beaten his prostate cancer stage 4 with cannabis oil, the Austrian Hanf-Institut (Hemp Institute) announced on Thursday. According to his latest lab tests and doctor’s letters, he has now been cancer free for more than 3 months after treating himself with massive doses of cannabis oil for 18 months while dropping all other chemical pharmaceuticals and going off chemo therapy, which he says did more bad than good. Martin Winkler is the first documented case in Austria where cannabis oil made his ‚inoperable‘ tumor vanish completely.

But his health may come at a heavy price. Treating yourself with cannabis products in Austria is still punishable by law and can carry multi-year prison sentences.

Winkler had a life expectancy of another six months after six months of initial chemo therapy. Now, roughly 18 months later, he is cancer free, according to his urologist Ulfrit Scrinzi.

After initial treatment with Austria’s only legal cannabis medication, a very expensive synthetic THC extract named ‚Dronabinol‘, „that helped my appetite but did nothing against my cancer“, said Winkler, he began to use an alcohol extraction based cannabis concentrate in massive doses. He administered himself the so called Rick Simpson Oil in massive doses of up to five grams per day.

The cancer patient was initially confronted with doubts by his doctors. „My general practician was first against cannabis treatment but would now recommend it to other cancer patients“, said Winkler.

Parliamentary Medical Cannabis Citizen’s Initiative

Austria’s Hanf-Institut has renewed its demand for an immediate decriminalisation of cannabis patients in Austria which still face imprisonment for curing themselves with the world’s oldest healing plant.

„Getting healthy must not be threatened with prison sentences. This patient has answered the question whether to die legally or survive outside the law for himself“, said Hanf-Institut chairman Toni Straka.

„One quarter of Austrian deaths are a result of cancer. A quick change in laws regarding medical cannabis patients could certainly save lives“, said Straka.

The Hanf-Institut and Arge Canna, a medical cannabis patients association, have initiated a Parliamentary medical cannabis citizen’s initiative that can be signed online on the website of the Austrian parliament at least until the end of year. Including offline signatures the initiative has collected more than 13,000 signatures as of today.

Public approval for legal medical cannabis regularly reaches more than 95 percent in online polls. The general legalization of cannabis has been favored by 50 to 85 percent of Austrians in representative polls.

Krebskranker legt Befunde vor: Prostatatumor verschwindet nach Cannabisöl-Therapie

Wien, 19. Juli 2017 – Beim Hanf-Institut hat sich der erste durch Cannabis-Öl geheilte Krebspatient mit entsprechenden Laborbefunden gemeldet. Martin W. aus Salzburg wurde Mitte 2015 mit inoperablem Prostatakrebs diagnostiziert. Nach sechs Monaten Chemotherapie und Hormonbehandlungen setzte er alle chemischen Präparate ab und heilte sich binnen 18 Monaten mit Cannabis-Öl selbst. Sein Tumor ist bis auf Restgewebe verschwunden, die neueste Diagnose seines Urologen Ulfrit Scrinzi heisst nur mehr ‚Tumornachsorge‘.

Aus rechtlicher Sicht muss Martin W. aber in Österreich im Extremfall mit einer Gerichtsstrafe rechnen. Da Cannabis als Heilpflanze allen wissenschaftlichen – und wie in seinem Fall praktischen – Erkenntnissen zum Trotz immer noch gesetzlich als Suchtmittel angesehen wird, werden Cannabis-PatientInnen immer noch kriminalisiert.

Der nunmehr Gesunde beruft sich dabei insbesondere auf ein Gutachten des Neurologen und Psychiaters Michael Boswell, der von einem medizinischen Notstand ausgeht: „Die medizinische Anwendung von Cannabis … sind in multiplen Studien bestens dokumentiert.“

Ärzte hatten Martin W. 6 Monate nach der Erstdiagnose noch weitere 6 Monate gegeben.

Sein jüngster urologischer Befund zeigt einen im Normbereich befindlichen PSA-Wert von 1,39, deutlich unter der Schwelle von 2,50. Die relevanten Blutwerte liegen allesamt im Normbereich. Der Salzburger ist somit wieder gesund.

Massive Dosen Cannabis-Öl

Nach erfolgloser Therapie mit geringen Dosen Dronabinol während der Chemotherapie, die lediglich seinen Appetit verbesserten, setzte der Krebskranke nach sechs Monaten alle chemischen Präparate ab und nahm stattdessen massive Dosen Cannabis-Öl.

„Ich habe während der Chemotherapie Dronabinol genommen zur Appetitanregung, aber bei Krebs bringt das Null“, erinnert er sich an den Beginn seiner lebensbedrohlichen Erkrankung.

Der mit einem Prostatakarzinom in Stadium cT4 Diagnostizierte steigerte die therapeutische Einnahme in einem halben Jahr auf bis zu sechs Kapseln täglich, das entspricht etwa 3.000 Milligramm reinem Tetrahydrocannabinol THC, und ist jetzt nach insgesamt eineinhalb Jahren intensiver Cannabis-Therapie seit drei Monaten wieder gesund und ohne weiterer Therapievorschläge seiner Ärzte.

Laut W. haben sich seine vier behandelnden Mediziner angesichts der erstaunlich guten Entwicklung seiner Tumormarker-Werte für die Krebsbehandlung mit Cannabis-Öl ausgesprochen. Am Anfang lag sein Tumormarker-Wert bei rund 100 und liegt seit über drei Monaten mit 1,39 deutlich unter der Normwertgrenze von 2,50.

Sagt Martin W.: „Mein Hausarzt war anfangs gegen Cannabis. Jetzt würde er es jedem empfehlen.“

Gesund sein wollen darf nicht strafbar sein

Das Hanf-Institut erneuerte angesichts dieser Heilungserfolge von natürlichen Cannabis-Konzentraten die Forderung nach der Herausnahme der Heilpflanze Cannabis aus dem Suchtmittelgesetz. „Gesund sein wollen darf nicht strafbar sein. Dieser Patient hat die Frage ‚legal sterben oder illegal überleben‘ für sich beantwortet und ist wieder gesund. Ein Viertel aller Todesfälle resultieren aus Krebs und hier steht eine wirksame Therapie zur Verfügung. Je rascher die Politik Medical Cannabis legalisiert, umso mehr Menschenleben können gerettet werden“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka.

Das Hanf-Institut und die Arge Canna haben die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative initiiert, die noch bis Ende 2017 auf der Webseite des Parlaments online unterzeichnet werden kann.

Note: Die dem Hanf-Institut von Martin W zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellten Befunde und Arztbriefe können als PDF heruntergeladen werden.

Befunde 1Befunde 2

BREAKING NEWS: Erstmals von Ärzten bestätigte Krebsheilung durch Cannabis in Österreich

Wien, 19. Juli 2017 – In Österreich gibt es den ersten Fall einer vollständigen Krebsheilung durch natürliches Cannabis.  Martin Winkler wurde von seinen Ärzten bestätigt, dass sein Prostatakrebs vollständig ausgeheilt ist. Er hat keine Krebsmarker mehr im Blut. Ärzte hatten Winkler nach der Diagnose nur noch wenige Monate gegeben. Jetzt ist er gesund.

In Österreich sind Krebskrankheiten mittlerweile die vierthäufigste Todesursache. Das Hanf-Institut und die Patientenvertretung Arge Canna haben im Juni die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative eingeleitet, die die Straffreistellung von kranken Menschen fordert, die sich selbst mit Cannabis behandeln. Die Bürgerinitiative kann hier online unterzeichnet werden.

Wir berichten in Bälde mehr.

Hanf-Institut qualifiziert österreichische Cannabis-Politik als Desaster und 50 bis 86 Prozent stimmen zu

Wien, 10. Juli 2017 – Nach Ansicht der Obmanns des Hanf-Instituts, Toni Straka, ist die österreichische Cannabis-Politik, wo Kranke nach wie vor bei der Anwendung von natürlichem Cannabis mit Haftstrafe rechnen müssen, ein Desaster. Dieser Meinung stimmten über 86 Prozent der Teilnehmer in einer online-Umfrage des TV-Senders Puls4 und 50 Prozent der 500 Teilnehmer einer Echtzeit-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM am vergangenen Sonntag abend zu.

In der Sendereihe „Im Namen des Volkes“ zum Thema „Cannabis legalisieren – Ja oder Nein“ diskutierten Rechtsanwalt und Suchtmittelgesetzexperte Gottfried Hudl, die Kinderpsychiaterin Dagmar Zidek und Toni Straka unter der Moderation von Irmgard Griss mit der Salzburger Juristin Eleonore Hübner, dem Grazer Richter Helmut Wlasak, und dem Linzer Suchtmediziner Kurosch Yazdi über die Vorteile der Legalisierung.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil und sehen sie die Sendung hier: „Im Namen des Volkes“ zum Thema „Cannabis legalisieren – Ja oder Nein“

Für Videos anklicken

Straka forderte in der teilweise sehr hitzigen Diskussion die Legalisierung von Cannabis als Heil- und Genussmittel und regte Sofortmassnahmen zur Straffreistellung von kranken Menschen an, für de Cannabis das ideale Heilmittel mit den geringsten Nebenwirkungen darstellt.

 

Die Leiterin der Gruppe, die gegen eine Legalisierung von Cannabis sprach, stimmte Straka zu, dass Cannabis-PatientInnen nicht verfolgt werden sollten. Sie stimmte auch zu, dass Cannabis nicht das grösste Drogenprobem in Österreich im Vergleich mit Alkohol ist.

Das Hanf-Institut und die Arge Canna haben Ende Mai die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative eingeleitet, die hier online unterschrieben werden kann.

AVISO: ‚Im Namen des Volkes“ diskutiert „Cannabis legalisieren – Ja oder Nein“ – am 9. Juli auf Puls4

Dreharbeiten für die Sendung im Hanf-Institut

Wien, 7. Juli 2017 – 90 spannende TV-Minuten verspricht die kommende Diskussion „Cannabis legalisieren – Ja oder Nein“ in der Sendung ‚Im Namen des Volkes‘ auf Puls4 am Sonntag, den 9. Juli um 20:15. Die Sendung kann auch online gesehen werden.

Aus der Ankündigung von Puls4:

Soll Cannabis legalisiert werden? Toni Straka vom Hanfinstitut tritt für die vollkommende Legalisierung ein, Eleonore Hübner vom Institut für Strafrecht der Uni Salzburg ist dagegen.

Ein Thema, zwei Meinungen und 90 Minuten Zeit um zu überzeugen: „Im Namen des Volkes“ mit Ex-OGH-Präsidentin Irmgard Griss geht in die dritte Runde. Das Thema ist dieses Mal die Legalisierung von Cannabis. Dabei werden medizinische, psychologische und strafrechtliche Aspekte diskutiert, um den ZuseherInnen die beste Entscheidungsgrundlage zu liefern.

Toni Straka ist Obmann des Hanfinstituts. Er war jahrelang Finanz-Journalist und -Analyst, wurde dann wegen Cannabis-Besitz zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt. Cannabis-Rauchen ist für ihn eine opferlose Tätigkeit und harmlos im Vergleich zu Alkohol. Er bekommt Unterstützung von Anwalt Gottfried Hudl und der Ärztin Dagmar Zidek.

Eleonore Hübner ist Assistenz-Professorin am Institut für Strafrecht der Uni Salzburg und Co-Autorin des Berichts „Soziale Kosten des Drogenmissbrauchs“. Sie hält Cannabis-Konsum für wesentlich gefährlicher als dargestellt. Ihre Experten sind der Richter Helmut Wlasak und der Psychiater und Autor Kurosh Yazdi.

Ex-OGH-Präsidentin und Ex-Bundespräsidentschaftskandidatin Irmgard Griss führt durch den Wettkampf der Argumente. Mit Hilfe von Experten, Kreuzverhören und Video-Zuspielern versuchen Straka und Hübner die ZuseherInnen zu überzeugen. Das von OGM repräsentativ ausgewählte Österreich-Panel entscheidet am Ende darüber, welche Seite die besseren Argumente hatte. Und per Social Media und Telefon-Hotline kann ganz Österreich seine Meinung sagen, Zuschauerreaktionen werden wie immer zugespielt.

Einen kurzen Video-Teaser zu der Sendung finden sie hier: http://www.puls4.com/Im-Namen-des-Volkes/Videos/Cannabis-legalisieren/Cannabis-legalisieren-Ja-oder-Nein-537770

Meilenstein: UN und WHO wollen Drogenkonsum-Entkriminalisierung da sie Menschenrechten widerspricht

Wien, 3. Juli 2017 – Die Vereinten Nationen (UN) und ihre Zweigbehörde Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich vergangene Woche erstmals dezidiert für ein Ende der strafrechtlichen Verfolgung von Drogenkonsum ausgesprochen, da damit bisher nur negative gesundheitliche Folgen entstanden und ausserdem jegliche neu etablierte Evidenz ausser Acht gelassen werde. Nach Ansicht der beiden Organisationen ist es auf Basis der Fakten erwiesen, dass eine seit 1961 im Strafrecht verankerte Drogenpolitik mehr Schaden als Nutzen gebracht hat.
Das Hanf-Institut begrüsste diese wegweisende Änderung in der weltweiten Gesundheits- und Drogenpolitik am Montag und hofft, dass die österreichische Regierung der offiziellen Aufforderung rasch nachkommen wird.
„Laut den Aussagen der Vereinten Nationen sind jetzt alle Staaten rechtlich dazu verpflichtet, ihre Drogenpolitik neu zu evaluieren und auch entsprechende Massnahmen zu setzen“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka zu den jüngsten bahnbrechenden Entwicklungen.
„Wir hoffen, dass die allen weltweiten Trends gegenläufige, jeder Evidenz widersprechende österreichische Drogenpolitik damit ein rasches Ende finden wird. Damit wäre nicht nur das Ende potentiellen Kriminalisierung von über einer Million Drogen- und Heilmittelkonsumenten, die lieber illegal überleben als legal sterben wollten, erreicht, sondern auch die Republik könnte ihr Budget um mindestens eine Milliarde Euro einnahmen- und ausgabenseitig aufhübschen“, sagte Straka weiter.

Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative bis Dezember online

In der Bevölkerung wollen zunehmend mehr BürgerInnen ein Ende der Bestrafung von Menschen, die sich unter Strafandrohung mit Cannabis versorgen und dieses konsumieren, weil die Pharmaindustrie bei hunderten Krankheitsbildern keine gleichwertigen nebenwirkungsfreien Substanzen im Repertoire hat. Bisher haben schon über 12.400 Menschen (inkusive Offline-Unterschriften) die Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative unterschrieben. Die Bürgerinitiative kann aufgrund der Neuwahlen noch bis mindestens Dezember auf der Webseite des Parlament unterzeichnet werden.

Nach Protesten – Keine Verschlechterungen für Cannabis im Suchtmittelgesetz

Wien, 28. Juni 2017 – Das österreichische Parlament hat am Mittwoch in der letzten Sitzung vor der Sommerpause eine stark gekürzte Novelle des Suchtmittelgesetzes (SMG) beschlossen. In dem neuen Gesetzesantrag, der einstimmig beschlossen wurde, fehlten alle im Gesetzesentwurf beabsichtigten Verschlechterungen, die den nicht psaychoaktiven Wirkstoff Cannabidiol (CBDI betrafen. Beschlossen wurden lediglich Änderungen in der Substitutionsbehandlung von Opiat-Abhängigen.

Das Hanf-Institut hatte zusammen mit der Arge Canna Ende Mai als Protest gegen den Gesetzesentwurf die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative eingereicht, die noch zumindest bis Jahresende auf der Webseite des österreichischen Parlaments online unterzeichnet werden kann. Die Bürgerinitiative strebt einen möglichst ungehinderten und vor allem straflosen Anbau von Cannabis für PatientInnen mit entsprechender medizinischer Indikation an.

Das Hanf-Institut hatte zum ursprünglichen Gesetzesentwurf diese Stellungnahme abgegeben und alle dadurch auftauchenden Probleme wie etwa teurere Kosten für die PatientInnen kritisiert. Hanf-Institutsobmann Toni Straka sagte am Mittwoch:“Mit der geplanten Novelle hätte man Cannabis zur Chemikalie hochstilisiert. Es ist und bleibt aber eine von 28.000 ungiftigen Heilpflanzen und muss daher auch vom Gesetzgeber so behandelt werden. Dankenswerterweise hat Österreich jetzt keine allen weltweiten Trends widersprechenden Massnahmen gesetzt.“

Hanf als Heilmittel – SPÖ und FPÖ dagegen

Wien, 18. Juni 2017 – Der ORF befragte Parlamentarier um ihre Meinung zu Hanf als Heilmittel. In der Sendung „Hohes Haus“ vom18. Juni sprachen sich Vertreter von SPÖund FPÖ dagegen aus. In der ÖVP braucht mach noch mehr Informationen. Die Grünen wollen Cannabis als Heilmittel legalisieren, während die Neos für die komplette Herausnahme von Cannabis aus dem Suchtmittelgesetz sind. Beim Team Stronach weiss man schon, dass Cannabis das älteste Heilmittel der Menschheit ist.

Die laufende Medical Cannabis Bürgerinitiative kann noch bis mindestens Dezember auf der Website des Parlaments unterzeichnet werden: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00116/index.shtml#tab-Zustimmungserklaerungen

W24 Studiogespräch zur Medical Cannabis Bürgerinitiative mit Toni Straka

Wien, 1. Juni 2017 – Der Wiener Regionalsender W24 sprach am 1. Juni 2017 mit Hanf-Institutsobmann Toni Straka über die geplante Suchtmittelgesetz-Novelle und die laufende parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative.
Die Bürgerinitiative kann hier online unterschrieben werden.

Grüne wollen leichteren Zugang zu Cannabismedizin

Grünen-Gesundheitsprecherin Eva Mückstein

Wien, 30.Mai 2017 – Aus der Parlamentskorrepondenz vom 30. Mai:

Für Verbesserungen im Bereich der Cannabismedizin setzt sich G-Abgeordnete Eva Mückstein ein und verweist dabei auf entsprechende Regelungen in Deutschland ( 2078/A(E) ).

Seit Jänner 2017 haben dort die PatientInnen die Möglichkeit, auf ärztliche Verschreibung hin getrocknete Cannabis-Blüten und Cannabis-Extrakte in Apotheken zu beziehen. Cannabismedizin sei für ihre schmerzstillende, stimmungsaufhellende, appetitfördernde und entspannende Wirkung bekannt und werde vor allem in der Schmerztherapie, zur Linderung der Nebenwirkungen von Chemotherapie, zur Behandlung von multipler Sklerose, Tourette-Syndrom u.v.m. eingesetzt. Die Regelung im Nachbarland sieht vor, dass die Leistung nur bei der ersten Verordnung einer Genehmigung durch die Krankenkasse bedarf, wobei eine Ablehnung nur in begründeten Ausnahmefällen möglich ist.

Außerdem soll in der Palliativversorgung ein besonders rascher Zugang zu Cannabis-Präparaten ermöglicht werden. Vorgesehen ist auch eine wissenschaftliche Begleiterhebung, um die medizinische Wirkung der Cannabispflanze noch weiter zu erforschen. In Österreich hingegen ist das Arzneimittel Dronabinol chefarztpflichtig; die Kosten werden von den Kassen nur bei ca. 30% der PatientInnen übernommen. Bundesweit verschreiben derzeit nur ca. 40 bis 50 ÄrztInnen Cannabismedikamente, wobei es ein starkes Ost-West-Gefälle gibt. Mehr Fortbildung in diesem Bereich sei daher dringend notwendig.

Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann online unterzeichnet werden

Wien, 31. Mai 2017 – Die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann seit Dienstag nachmittag online auf der Webseite des Parlaments unterzeichnet werden, teilte das Hanf-Institut am Mittwoch mit. Die mit bereits 10.000 händisch gesammelten Unterschriften startende Bürgerinitiative der Arge Canna und des Hanf-Instituts kann aufgrund der Nationalratswahl im Oktober mindestens bis Dezember elektronisch unterfertigt werden. Zentrale Forderung der Bürgerinitiative ist die Legalisierung des Eigenanbaus von Cannabis für und durch kranke Menschen.
Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt. Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.
„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.
Wir hoffen damit der Regierung nahezubringen, wie wichtig den Menschen eine lebensnahe Gesundheitspolitik ist, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und das unbedingte Recht auf Schmerzfreiheit und Gesundheit über das Strafrecht stellt“, sagte Straka abschliessend.

ORF ‚Report‘ widmet sich Cannabis als Medizin und Wirtschaftsfaktor

Wien, 30. Mai 2017 – Boomende Geschäfte und geheilte Schwerkranke. Der ORF Report berichtete am 30. Mai über die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative der Arge Canna und des Hanf-Instituts.
Die Bürgerinitiative kann hier online unterschrieben werden.

ORF ‚heute konkret‘ Bericht zur Medical Cannabis Bürgerinitiative

Wien, 30. Mai 2017 – „heute konkret“ berichtet über die Medical Cannabis Bürgerinitiative der Arge Canna und des Hanf-Instituts. Aus dem Gesundheitsministerium, das rund 17.000 Studien zu Cannabis ignoriert, wollte niemand vor die Kamera.

Medical Cannabis Bürgerinitiative kann ab 30. Mai auf der Parlaments-Webseite unterschrieben werden

Wien, 30. Mai 2017 – Die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann ab sofort auf der Webseite des Parlaments online unterschrieben werden. Die Initiative der Patientenvertretung Arge Canna und des Hanf-Instituts will den Eigenanbau für Patienten mit entsprechender medizinischer Indikation legalisieren. Auf Basis der Zahlen aus Colorado könnte  Cannabis das ideale Heilmittel für über 200.000 Österreicher sein.

Jüngste Forschungsfortschritte deuten zudem auf weitere Anwendungsmöglichkeiten insbesondere bei der Behandlung von neurologischen Alterskrankheiten, bei Epilepsie, Krebs  und in der Kinderheilkunde hin. Insbesondere für die ältere Generation erweist sich Cannabis als vielseitige Heilpflanze. Nach den Angaben der österreichischen Schmerzgesellschaft haben 80 Prozent der Senioren chronische Schmerzen.

Übergabe der Unterschriften an das Parlament – v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

Hanf-Institutsvorstand Toni Straka sagte, „Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert.“

Gerfried Düregger, Obmann der Arge Canna sagte: „Fast 10.000 Unterschriften schon in der Offline-Phase aus ganz Österreich sind ein deutlicher Hinweis, wie positiv die Menschen zu Cannabis als Medizin stehen. Die Betroffenen könnten sich durch unser Eigenanbau-Modell kurzfristig selbst Hilfe verschaffen.“

Hanf soll als behandelt werden, was er ist: Eine Heilpflanze

Die Aktivisten hatten offline bereits 9.940 Unterschriften gesammelt und hoffen, dass Hanf wieder als das behandelt wird, was er ist: Nämlich eine Pflanze.

„Eine vom Gesundheitsministerium eingebrachte Novelle zum Suchtmittelgesetz (SMG) stilisiert Cannabis zur Chemikalie hoch und verlangt dann unmögliche klinische Standards, die auch keine andere Heilpflanze erreicht“, sagte Straka.

Aufgrund der Neuwahlen kann die Bürgerinitiative zumindest bis Dezember auf der Parlaments-Webseite unterzeichnet werden.

Hanfaktivisten leiten mit 10.000 Unterschriften parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative ein

Wien, 26. Mai 2017 – Ein Komitee aus schwer kranken HanfpatientInnen von vier bis 78 Jahren hat am Freitag  10.000 händisch gesammelte Unterschriften zum Startschuss der parlamentarischen Medical Cannabis Bürgerinitiative an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi übergeben.

Die von der Cannabis-Patientenvertretung Arge Canna initiierte und vom Hanf-Institut unterstützte Bürgerinitiative (PDF)  fordert die Straffreistellung für die Produktion und den Besitz von Cannabis für Patienten mit entsprechender medizinischer Indikation und kann in Kürze auf der Webseite des österreichischen Parlaments online unterschrieben werden.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der BŸrgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard MŸller, Hanf-Institut, Gerfried DŸregger, Obmann ARGE Canna, Klaus HŸbner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jŠährigen Epileptikerin Hannah.
Wien. †Übergabe der Unterschriften fŸür die parlamentarische Medical Cannabis BŸürgerinitiative.

Der nach einem Unfall querschnittgelähmte und an Spastiken leidende Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, Patrick Krammer, sagte bei der Übergabe im Wiener Palais Epstein, „als Schmerzpatient hoffe ich auf eine rasche Änderung im Sinn der betroffenen Patienten. Unsere Kriminalisierung ist nicht mehr zeitgemäss und belastet alle Kranken zusätzlich.“

Gerfried Düregger, Obmann der Arge Canna sagte: „Über 10.000 Unterschriften aus ganz Österreich sind ein deutlicher Hinweis, wie positiv die Menschen zu Cannabis als Medizin stehen. Die Betroffenen könnten sich durch unser Eigenanbau-Modell kurzfristig selbst Hilfe verschaffen.“

Geplante SMG-Novelle würde weitere Verschlechterung für Patienten bringen

Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt.

Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.

„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.

Die geplante Novelle des Suchtmittelgesetzes SMG will das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD den selben Strafbestimmungen wie den psychoaktiven Inhaltsstoff THC unterstellen.

Das Hanf-Institut tritt in einer Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf insbesondere der Begründung entgegen, dass zu CBD keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkentnisse vorliegen.

In Österreich will der Staat in wenigen Tagen eine neuerliche Gesetzes-Novelle abhandeln, in der Hanf wider alle Fakten zur Chemikalie hochstilisiert wird“, sagte Straka und sagte abschliessend, „alle, die Cannabis kennen, wissen, dass er eine von über 28.000 Heilpflanzen auf dieser Welt – wie Kamille, Salbei oder Baldrian – ist. So soll Cannabis daher nach unserer Ansicht auch behandelt werden: Als Pflanze.“

Finden Sie hier alle wichtigen Dokumente rund um die Medical Cannabis Bürgerinitiative

Volltext der Bürgerinitiative: Parlamentarische-Bürgerinitiative-betreffend-Straffreistellung von Medical Cannabis (PDF)

Stelllungnahme des Hanf-Instituts zu den Entwürfen für die Novellen zum Suchtmittelgesetz (SMG) und zur Suchtgiftverordnung (SV)

Statement von Toni Straka anlässlich der Einreichung der Unterschriften für die Bürgerinitiative.

Bilder vom Event:

Ankunft

Eine der Unterschriftenmappen.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi mit Unterschriften.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

Erstunterzeichnung von Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Toni Straka, Obmann Hanf-Institut im Interview.

Hans Pirker, Parkinson Patient.

v,l.n.r.: Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Klaus Hübner, ARGE Canna.

 

Statement von Toni Straka zur Einreichung der Medical Cannabis Bürgerinitiative

Wien, 26.Mai 2017 – Finden Sie hier Hanf-Institutsvorstand Toni Strakas komplettes Statement anlässlich der Einreichung von 10.000 Unterschriften für die parllamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative am 26. Mai 2017 im Wiener Palais Epstein an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi.

Sehr geehrter Herr Parlamentsdirektor,
sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte HanffreundInnen und Hanffreunde!

Ehe ich mit ein paar Worten die Dringlichkeit unseres Anliegens, das hier gut sichtbar von tausenden Menschen unterstützt wird, vermitteln möchte, darf ich mich HERZLICHST bei Herrn Direktor Dossi und all seinen Helfern, die einen so kurzfristigen Termin in dieser schönen Atmosphäre ermöglicht haben, bedanken.

Wir überbringen heute die Hoffnung von unseren Unterstützern zwischen – wie sie sehen – jungen vier und weisen 78 Jahren, dass Hanf wieder als das behandelt wird, was er ist – nämlich eine unschädliche HEILPFLANZE.

Hanf kann genau das, was auch oberstes Ziel einer humanen Gesundheitspolitik ist: Nämlich einer alternden österreichischen Bevölkerung ein beschwerdefreies Leben ermöglichen.

Jeder Tag Prohibition bedeutet für zehntausende Hanf-Patienten einen weiteren Tag SCHMERZEN.

Hanf ist längst wieder als Heil- und Genussmittel in allen Gesellschaftsschichten angekommen.

Bei unserer Unterschriftensammlung für diese 2. Cannabis-Bürgerinitiative haben bisher über 10.000 ÖsterreicherInnen und Österreicher zwischen 16 und 90 mit Ihrer Unterschrift dafür gestimmt, kranke Menschen nicht mehr dafür zu bestrafen, weil sie ein jahrtausende altes nebenwirkungsarmes Heilmittel gegen Schmerzen und über 250 Krankheiten anwenden.

Das Thema Cannabis als Medizin hat in den vergangenen Jahren enorm an Brisanz gewonnen. In Deutschland ist Cannabis als Medizin seit kurzem legal – wenngleich auch das dortige Gesetz noch viel Lebensnähe vermissen lässt.

Doch in Österreich will der Staat in wenigen Tagen eine neuerliche Gesetzes-Novelle abhandeln, in der Hanf wider alle Fakten zur Chemikalie hochstilisiert wird.

Alle, die Cannabis kennen, wissen aber, dass er eine von über 28.000 Heilpflanzen auf dieser Welt – wie Kamille, Salbei oder Baldrian – ist.

So soll Cannabis daher nach unserer Ansicht auch behandelt werden: Als Pflanze.

Vergleichen wir es doch mit einer anderen Frucht, dem Apfel. Zum Apfel essen brauchen wir weder die Hilfe von Ärzten oder Experten, um zu wissen, dass wir uns damit etwas Gutes tun. Und niemand möchte einen Apfel, der getrocknet in Kapseln abgefüllt wurde.

Der erste Vorstoss für eine Legalisierung von Hanf brachte ein phänomenales Ergebnis.

33.000 Österreicherinnen und Österreicher unterschrieben die erste BI mit ihrem vollen Namen.

Doch was kam als Antwort darauf?

Leider wurden alle in der Bürgerinitiative geforderten Anliegen ignoriert und die Gesetzesreform brachte keine Erleichterung für Hanffreundinnen und Hanffreunde.

Jetzt soll sich die Situation mit einer neuerlichen Reform des Suchtmittelgesetzes – wo Cannabis überhaupt nicht hingehört – noch weiter verschlechtern. Kaum erkennt das Gesundheitsministerium, dass Cannabidiol ein wertvolles Heilmittel ist, will sie eben dieses jetzt in einer hastigen Gesetzesreform auch verbieten und damit insbesondere Schmerz- und Krebspatienten mit ihren Schmerzen und Leiden allein lassen.

Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen auch eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die ja nicht nur ein Heilmittel, sondern auch ein Nahrungsmittel, ein erneuerbarer klimaneutraler Energieträger und die hochwertigste Naturfaser ist, und daher multidisziplinär betrachtet werden muss.

Dass man mit legalem Cannabis rund eine Milliarde Euro positiv zum österreichischen Budget beitragen und 50.000 Arbeitsplätze schaffen könnte sei hier nur nebenbei erwähnt.

Wir hoffen, dass die österreichische Bundesregierung alle wissenschaftliche Evidenz vor einem übereilten Gesetzesbeschluss zu einer nebenwirkungsarmen Heilpflanze berücksichtigt, die so breitflächig angewendet werden kann.

Damit wollen wir erreichen, dass jene, die den Hanf am Nötigsten brauchen, nämlich die Patienten, möglichst rasch zum Heilmittel ihrer Wahl kommen.

Diese Bürgerinitiative geht jetzt schon mit einer guten Einstiegszahl von Unterschriften in den demokratischen Abstimmungsprozess.

Im Namen der über eine Million Hanffreundinnen und Hanffreunde in Österreich, vor allem aber im Namen des derzeit in Untersuchungshaft befindlichen Cannabis Social Club Salzburg Gründers Wilhelm Wallner, der nach derzeit geltender Gesetzeslage dafür mit Haftstrafe bedroht wird, weil er nachweislich – so steht es zumindest in dem umfangreichen Prozessakt – 200 kranken Menschen geholfen hat, hoffe ich, dass viele weitere Stimmen pro Medical Cannabis auf der Webseite des Parlaments zeigen, wie wichtig den Menschen eine lebensnahe Gesundheitspolitik ist, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und das unbedingte Recht auf Schmerzfreiheit und Gesundheit über das Strafrecht stellt. Danke!

Stellungnahme des Hanf-Instituts zu den Entwürfen für die Novellen zum Suchtmittelgesetz (SMG) und zur Suchtgiftverordnung (SV)

Wien, 19. Mai 2017 – Das Hanf-Institut hat diese Stellungnahme zur SMG-Novelle abgegeben.

Sehr geehrte Damen und Herren!
Generelle Erläuterungen zu Cannabis:

Cannabis Sativa ist eine in unseren Breiten natürlich vorkommende Pflanze und mit seinem für die lokalen Sorten typischen sehr geringen THC-Gehalt heute zwar relativ selten, aber geografisch durchaus weit verbreitet (Vogelhanf).

Am Schwarzmarkt gibt es hochwirksame Produkte einer sehr ähnlichen Pflanze (ein anderer Genotyp) mit THC-Werten jenseits der 20-Prozentgrenze.

THC ist der verbotene bzw. verschreibungspflichtige Stoff der aus ausnahmslos allen Cannabispflanzen gewonnen werden kann – dies wäre allerdings Suchtgiftgewinnung und ist schon nach geltendem Recht in jeder Form strafbar.

Bei einem Gehalt von unter 0,3 Prozent THC kann laut bisherigem Gesetz (das ja in Bezug auf kommerziellen Hanfanbau gut funktioniert) Suchtgiftgewinnung ausgeschlossen werden. Man bräuchte rein rechnerisch ein Kilogramm Blütenmaterial, um unter 3 Gramm THC zu erzeugen.

Zu Z 16 (Anhang I.1.a)

Der Feststellung, dass zu Cannabidiol (CBD) keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, ist zu widersprechen. Auf der öffentlich zugänglichen Webseite PubMed https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed des National Institute of Health sind aktuell 1.722 Studien speziell zu Cannabidiol und 16.394 wissenschaftliche Arbeiten zu Cannabis als Heilmittel abrufbar.

Keine dieser Studien stellte eine toxische, sehr wohl aber fast alle eine therapeutische Wirkung von Cannabis allgemein und CBD speziell fest. CBD wird dabei unter unzähligen anderen Krankheitsbildern vor allem im Zusammenhang mit Schmerzen, Angstzuständen, Krebs und Schizophrenie als positiv wirkend genannt. Keine einzige Studie konnte bei CBD eine gesundheitsschädigende Wirkung in Form unerwünschter Nebenwirkungen feststellen.
Jüngste Studien bestätigen die hohe Effizienz von CBD bei Epilepsie-Patienten, die in Österreich bisher nur in anekdotischer Form vorliegen.

CBD hilft auch bei der Eindämmung der Nikotinsucht. Eine Studie des University College London kam zum Ergebnis, dass Nikotinsüchtige ihren Konsum binnen kurzen um 40 Prozent reduzierten. Anekdotische Erfahrungsberichte aus Österreich dokumentieren eine Senkung des Tabakkonsums zwischen 40 und 100 Prozent.

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bekanntgegeben, dass noch 2017 in einer Studie der medizinische Wert der Hanfpflanze erstmals nach 82 Jahren reevaluiert wird. Alle bisher vorliegenden Studien vor allem aus den USA und Israel sprechen der Cannabis-Pflanze hohen therapeutischen Nutzen bei mittlerweile über 250 Krankheiten zu.

Die Klassifizierung von Cannabis als Suchtgift in den internationalen Konventionen von 1961 ist seit der Entdeckung des menschlichen Endocannbinoidsystems im Jahr 1995 durch den israelischen Forscher Professor Raphael Mechoulam umstritten.

Die vorgesehenen Änderungen der Suchtgiftverordnung mögen zwar die Suchtmittel-Rechtslage pro futuro unmissverständlich verdeutlichen, gehen aber an den wissenschaftlichen Erkenntnissen in puncto Cannabis der vergangenen 22 Jahre vorbei. Warum aber der Gesetzgeber Angst vor der natürlichen Cannabis-Blüte hat, bleibt weiterhin unverständlich.
In diese Zeit fällt neben der bereits erwähnten Entdeckung des Endocannabinoidsystems auch die Veröffentlichung einer Liste von 245 Krankheitsbildern durch den ehemaligen Chefmediziner der US-Drogenbehörde DEA, Dr. Tod Mikurya, der Cannabis für eines des sichersten Heilmittel hält.

Es handelt sich dabei um folgende Krankheitsbilder, die auch wissenschaftlich untersucht wurden:

  1. Adipositas (Fettleibigkeit – Überernährung und Bewegungsmangel)
  2. Agoraphobie (Panikstörung)
  3. akute Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  4. akute Nasennebenhöhlenentzündung
  5. Albträume (Angstträume)
  6. Alkoholdelirium (Angststörung, örtliche, zeitliche und situative Orientierungsstörungen, Halluzinationen, Verwirrtheit mit wechselndem Bewusstseinsgrad bis hin zum Koma; Unruhe, Zittern, Krämpfe, Schwitzen, Erhöhung von Puls, Blutdruck und der Atemfrequenz)
  7. Alkoholismus
  8. Alkoholmissbrauch (Abhängigkeitssyndrom)
  9. Allgemeine Gelenkschmerzen mit Gelenkverschleiß, Polyarthrose, Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung)
  10. Altersdemenz (Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten)
  11. Altersdiabetes
  12. Amblyopie (Schwachsichtigkeit, Sehstörung)
  13. Amphetaminabhängikeit
  14. Amyloidose (Stoffwechselerkrankung)
  15. Amyotrophe Lateralsklerose (degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems)
  16. Anaphylaktische Reaktion (Überempfindlichkeitsreaktion, Allergische Reaktion/Schock), (Nesselsucht, Juckreiz, Erröten, Schwindel, Kopfschmerz oder Angstzuständen, Blutdruckabfall, Tachykardie, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot)
  17. Anderweitig klassifizierte Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren eine Rolle spielen (psychosomatische Erkrankungen im engeren Sinne)
  18. Aneurysma der zerebralen Gefäße (Gehirnaneurysma, Arterienerweiterung im Gehirn)
  19. angeborene Schilddrüsenunterfunktion
  20. angeborener/vererbter Nystagmus (Augenzittern) und sonstige abnorme Augenbewegungen
  21. Angina Pectoris (Brustenge, anfallsartiger Schmerz in der Brust, durch eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Herzens) Angststörung, Phobie,
  22. anhaltende Ein- und Durchschlafstörungen, schlechte Schlafqualität (nicht erholsamer Schlaf)
  23. Ankylose eines Gelenkes (Gelenksteife)
  24. Anorexie (Appetitlosigkeit, Magersucht)
  25. Arbovirosen (Arbovireninfektion)
  26. Arthritis psoriatica (entzündliche Gelenkerkrankung bei Schuppenflechte)
  27. Asperger-Syndrom
  28. Asthma
  29. Asthmatische Bronchitis
  30. Atherosklerotische Herzkrankheiten – Verhärtung (Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in den Gefäßwänden) Atrophie blanche (Substanz- und Strukturveränderungen der Haut und Schrumpfung des Gewebes, Gefäßerkrankungsfolge)
  31. Aufmerksamkeitsdefizitsstörung (ADHS)
  32. Aufwach-Grand-mal-Epilepsie
  33. Autismus
  34. Autoimmunerkrankungen
  35. Bandscheibenschäden, -verlagerungen, -erkrankungen
  36. Bauchschmerzen bei Bauchfellentzündung (Peritonitis)
  37. Begleithepatitis (nicht viral), Leberentzündung
  38. Bindehautentzündung
  39. bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung)
  40. Bläschenhornhautentzündung
  41. Blasenentzündung, Harnleiterentzündung
  42. Bulimie (Ess-Brechsucht)
  43. Chemotherapie (Brustkrebs, Chorionkarzinom, Hodentumore, Leukämien, malignes Lymphon, Lymphknotenkrebs, Tumoren, Metastasen)
  44. Chondropathia patellae (Knorpelkrankheit der Kniescheibe, Degeneration des Knorpels)
  45. Chronische Bronchitis
  46. Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  47. Chronische Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  48. Chronische Polyarthritis, rheumatoide Arthritis (chronisch entzündliche, schubweise verlaufende Autoimmunerkrankung der Gelenke)
  49. Chronische postrheumatische Arthritis, Gelenkentzündung bei rheumatischen Erkrankungen
  50. Chronische Virushepatitis B, Chronische Virushepatitis C (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, depressive Symptome)
  51. Cluster-Kopfschmerzen
  52. Dermatitis
  53. Dermatomyositis-Polymyositis (Muskelerkrankung, -entzündung)
  54. diabetische Nephropathie (diabetische Nervenschädigung)
  55. diabetische periphere arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen und Gefäßwandversteifung) Diabetischen Nephropathie (Nierenerkrankung, Nierenversagen)
  56. Diabetischen Retinopathie (diabetische Netzhauterkrankung)
  57. Divertikulitis (Darmentzündung)
  58. Drusen der Papille (Sehnervenerkrankungen)
  59. Dumping-Syndrom nach medizinischen Maßnahmen (Sturzentleerung flüssiger und fester Nahrung )
  60. Dupuytren-Kontraktur (Fibromatose der Palmarfaszie, Bindegewebe-Erkrankung der Handinnenfläche)
  61. Durchfall (Diarrhoe)
  62. Dyskeratosis follicularis (Morbus Darier), (erbliche Hautkrankheit – Verhornungsstörung der Haut), (Juckzreiz, trockene Haut)
  63. Dysthymie (chronische depressive Verstimmung)
  64. Ehlers-Danlos Syndrom (Störungen im Bindegewebes, Collagendefekt mit Auswirkungen auf Haut (Überdehnbarkeit), Gelenke (Überbeweglichkeit), Gefäße, Muskeln, Bänder, Sehnen und innere Organe)
  65. eiternde Erkrankung/Entzündung des Dick- oder Grimmdarmes (Durchfall)
  66. Ekzem (Juckflechte), nicht-infektiöse Hautentzündung (Hautrötung, Bläschenbildung, Nässen, Krustenbildung, Schuppung)
  67. Endometriose (Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut), (Unterleibschmerzen)
  68. Enthesiopathie (schmerzhafter Reizzustand der Sehnenansätze)
  69. Entzündung des Sehnervs (Retrobulbärneuritis), (Verfall der Sehschärfe bis zum Erblinden, Kopfschmerzen)
  70. Enzephalitis (Entzündung des Gehirns, Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit bis zu Lähmungen, Sehstörungen mit Doppelbildsehen, Krämpfen, Bewusstlosigkeit, Wahrnehmungs- und Orientierungsstörungen)
  71. Eosinophilie-Myalgie-Syndrom (Multisystemerkrankung, Muskelschmerzen, Vermehrung der eosinophilen Granulozyten im Blut, Krämpfe, Hautveränderungen und allgemeine Erscheinungen wie Fieber und Schwäche)
  72. Epicondylitis (Tennisarm)
  73. Epilepsieanfälle ohne Störung des Bewusstseins
  74. Epilepsien (Krampfanfälle, Verhaltens- oder Befindensstörungen)
  75. Erbrechen
  76. erhöhter Hirndruck
  77. Erkrankung/Vergrößerung des Fettgewebes – Fettgewebshyperplasie (Fettherz, Fettgewebs-Rheumatismus)
  78. Erkrankungen des Lymphsystems und Bindegewebserkrankungen
  79. Erregungsleitungsstörungen, Herzrhythmusstörung, zu langsamer Herzschlag (Bradykardie, Bradyarrhythmie), Herzschrittmacherbehandlung
  80. Erythema multiforme (akute entzündliche Erkrankung der Haut oder Schleimhaut, Stevens-Johnson-Syndrom infekt- oder arzneimittel-allergisch bedingte Hauterkrankung)
  81. Farbenblindheit
  82. Fazialisparese (Bell-Lähmung)
  83. Felty-Syndrom (Chronische Polyarthritis, Vergrößerung der Milz, Lymphknotenschwellung, Mangel an weißen Blutkörperchen-Leukozyten)
  84. Fibromyalgie/Fibrositis, Faser-Muskel-Schmerz, (chronische Schmerzen im Bereich Rücken, Nacken, Brustkorb, Gelenke, Arme, Beine Migräne, andauernde Müdigkeit Erschöpfung, allgemeine Schwäche, Antriebsschwäche, Konzentrationsstörungen, Wetterfühligkeit, Schwellungsgefühl an Händen, Füßen und Gesicht ,Schlafstörungen)
  85. Friedreich-Ataxie (degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems)
  86. Gastritis und Gastroduodenitis (Magenschleimhautentzündung, chronische Entzündung der Schleimhaut des Zwölffingerdarms)
  87. Gastroösophageale Refluxkrankheit ohne Ösophagitis (Sodbrennen ohne Entzündung der Schleimhaut)
  88. Gebärmutterkrebs
  89. Gehirntumor
  90. Gelenkschmerz
  91. Genitalherpes
  92. Gicht, Gelenkerkrankungen, Arthritis, Arthrose
  93. Glaukom
  94. Glioblastom (Gehirntumor)
  95. Gürtelrose (Herpes Zoster)
  96. Haarausfall
  97. Hämophilie A (Bluter)
  98. Harnleiterschmerzen, Nierenkolik
  99. Hautkrebs
  100. Hemiparese und Hemiplegie (unvollständige und komplette Halbseitenlähmung)
  101. Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie Typ I (Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Syndrom), Neurale Muskelatrophie (Schmerzen, Missempfindungen, Muskelkrämpfe)
  102. Herpes-simplex-Virusinfektion
  103. HIV-Infektion (Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Gelenksschmerzen, Hautausschlag, Nachtschweiß, Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Schluckschmerzen, Geschwüre, Steifer Nacken)
  104. Hodenkrebs
  105. Hodentorsion
  106. Huntington-Krankheit
  107. Husten
  108. Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  109. Hypertonie (Bluthochdruck)
  110. Hyperventilation (gesteigerte Lungenbelüftung), (hohe Atemfrequenz bei starker Luftnot, Engegefühl über der Brust. Gähnen, Seufzer, Reizhusten, Gefühllosigkeit und Missempfindungen, Verkrampfungen, Zittern, Muskelschmerzen, Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Benommenheit)
  111. Infantile Zerebralparese, Zerebraler Kinderlähmung, Spastik (Lähmungen und Bewegungsstörungen aufgrund frühkindlicher Hirnschädigung) Insomnie (Ein- und Durchschlafstörungen), (Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, Nervösität, Überforderungsgefühl) Insulinmangeldiabetes
  112. Ischämische Herzkrankheiten (Arterienverkalkung)
  113. Ischiassyndrom bei Bandscheibenvorfall
  114. Juckreiz, Sonstige somatoforme Störungen Psychogener Pruritus
  115. Kachexie (starke Abmagerung, allgemeiner Kräfteverfall)
  116. Karpaltunnelsyndrom (Kompressionssyndrom im Bereich der Handwurzel)
  117. Kinetose (Reisekrankheit, Bewegungskrankheit, Seekrankheit, Luftkrankheit, Raum- oder Landkrankheit), (Blässe, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen)
  118. Klimakterische Störungen/Beschwerden (Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerz, Konzentrationsschwäche, Schwindel und verschiedene psychische Symptome wie Reizbarkeit, depressive Verstimmung oder Konzentrationsstörungen), Postartifizielles Menopausensyndrom (Wechseljahrbeschwerden)
  119. Kokainabhängigkeit
  120. Krebs allgemein
  121. Lokalisationsbezogene Epilepsie
  122. Louis-Bar-Syndrom (Zerebellare Ataxie mit defektem DNA-Reparatursystem)
  123. Lungenemphysem, Emphysembläschen (übermäßiges Vorkommen von Luft an ungewohnten Stellen) Lungenfibrose (Erkrankung des Lungengewebes)
  124. Luxation von Halswirbeln (Verrenkung von Halswirbeln)
  125. Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit (bakterielle Infektionskrankheiten)
  126. Lymphknotenerkrankungen
  127. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür
  128. Magersucht (Anorexia nervosa)
  129. Makuladegeneration (Augenerkrankung)
  130. maligne Melanome
  131. Manie (affektive Störung)
  132. Marfan-Syndrom (genetisch bedingte Bindegewebserkrankung)
  133. Mastozytose (Ansammlung von Mastzellen in Haut oder inneren Organen, dermatologische und hämatologische Erkrankung)
  134. Melorheostose (Knochenverdickung aufgrund Stoffwechselstörung)
  135. Ménière-Syndrom oder -Schwindel (Erkrankung des Innenohres, Anfälle von Drehschwindel, einseitigem Hörverlust und Ohrensausen (Tinnitus))
  136. Migräne (gewöhnliche, klassische, komplizierte, sonstige)
  137. Migräne mit Aura (Augenmigräne)
  138. Morbus Basedow (Autoimmunkrankheit der Schiddrüse)
  139. Morbus Crohn (chronische Entzündung des Verdauungstraktes, Darmerkrankungen)
  140. Morbus Osgood-Schlatter (Knieschmerzen, Kniescheibenschmerzen oder Schmerzen unterhalb der Kniescheibe), aseptische Osteochondrose (Wachstumskrankheit des oberen Schienbeins (an Wachstumsfugen) während der Wachstumsphase durch Überbelastung/Übergewicht/Sport)
  141. Mukopolysaccharidose
  142. Multiple Sklerose
  143. Muskeldystrophien (Muskelschwund) Muskelkrämpfe, Muskelkontraktur myeloische Leukämie
  144. Myelopathie
  145. Myofasziales Schmerzsyndrom (Schmerzen im Bewegungsapparat )
  146. Nagel-Patella-Syndrom (Deformationen der Fingernägel und Knochen), Osteoonychodysplasie (angeborene Fehlbildungen des Muskel-Skelett-Systems)
  147. Nebenhodenentzündung (Orchitis und Epididymitis)
  148. Neurasthenie (Nervenschwäche, Erschöpfung und Ermüdung, Ermüdung, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Impotenz, Frigidität, Neuralgie, Konzentrationsstörungen, Freudlosigkeit und Melancholie, Spannungskopfschmerz und erhöhte Reizbarkeit,
  149. Neuropathien, Erkrankungen des peripheren Nervensystems durch Entzündungen oder neurotoxische Substanzen
  150. Niederer Blutzuckerspiegel (Unterzuckerung, Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Kraftlosigkeit, Unwohlsein und Ermüdung, Nervosität, Krampfanfälle)
  151. Nieren- und Ureterstein (krampfartigen Schmerzen)
  152. Nierenentzündung, Erkrankungen der Niere und der Nierenfunktion
  153. Nierentumor
  154. Nikotinsucht
  155. Obstipation (Verstopfung)
  156. Opiat- und Opioidabhängigkeit
  157. Organische nicht psychotische Erkrankungen des Gehirns
  158. Organische psychische Störung, Hirnorganisches Syndrom
  159. Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfung, Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leistungen, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und verminderter Belastungsfähigkeit für Stress)
  160. Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit – abnorm hohen Knochenbrüchigkeit)
  161. Panarteriitis nodosa (Kussmaul-Maier-Krankheit, Autoimmunerkrankungen – Entzündung der Blutgefäße)
  162. Panikstörung
  163. Parkinson
  164. Pemphiguskrankheiten, Ödeme (blasenbildende Hautkrankheiten)
  165. Peutz-Jeghers-Syndrom (Polypen im Magen-Darm-Trakt, melanotische Pigmentflecken auf Haut und Schleimhäuten, vererbbare Genmutation)
  166. Porphyrie (Stoffwechselerkrankung)
  167. Post-Polio-Syndrom (PPS) (Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Muskelschwächen)
  168. Postkardiotomie-Syndrom (Kreislaufkomplikationen nach medizinischen Maßnahmen/Herzoperation), (Thoraxschmerz, Hustenreiz, Unwohlsein, Fieber- und Krankheitsgefühl, Muskel- und Gelenkschmerzen)
  169. Posttraumatische Belastungsstörung (Gedächnisstörung, Depressionen, Dissoziative Störungen, Persönlichkeitsveränderungen, Bindungsstörungen, Suchtverhalten, Aggressive Verhaltensmuster, Selbstverletzendes Verhalten, Suizidversuche, Ein- und Durchschlafstörungen, erhöhte Schreckhaftigkeit, Hypervigilanz, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit und Wutausbrüche)
  170. posttraumatische Gelenksbeschwerden, traumatisch bedingte Arthropathie (Gelenkerkrankungen)
  171. Prämenstruelle Beschwerden (PMS), Regelschmerzen
  172. Prostatakrebs
  173. Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata))
  174. psychisch bedingte Schmerzen
  175. psychisch bedingte Dysurie (Harnblasenentleerungsstörungen)
  176. psychisch bedingte Hyperhidrose (übermäßige Schweißproduktion) psychisch bedingte Impotenz (Stress)
  177. psychisch bedingte Pylorospasmus (verengter Magenausgang, Erbrechen)
  178. Purpura Schönlein-Henoch (Entzündung der kleinen Blutgefäße: krankhaften Hautveränderungen, kolikartige Bauchschmerzen, Blut im Stuhlgang, Erbrechen, Entzündung der Sprung- und/oder Kniegelenke, Schwellung der Füße und/oder Hände, verminderte Nierenfunktion, Schmerzhaftigkeit und Schwellung der Hoden, Kopfschmerzen, Krampfanfällen, Halbseitenlähmung, Choreatische Bewegungsstörungen, mentalen Störungen und Hirnblutungen, Sprachstörung, Ataxie – Erkrankung der Bewegungssteuerung)
  179. Pylorospasmus (Magenausgangverengung)
  180. Querschnittlähmung (Verletzung des Rückenmarks)
  181. Raynaud-Syndrom, Weißfingerkrankheit (Periphere Gefäßkrankheit)
  182. Reiter-Syndrom (Gelenksentzündungen, Arthritis, Harnröhrenentzündung Infektion der Harnwege, bakterielle Infektion des Darmes, Entzündung der Bindehaut)
  183. Reizdarmsyndrom (Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Beckenschmerzen)
  184. Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine )
  185. Rosazea Couperose (Kupferrose – akneähnliche Hauterkrankung im Gesicht)
  186. Rückenschmerzen, Verstauchungen des Rückens/Brustwirbelsäule
  187. Schädelhirntrauma, Gehirnerschütterung
  188. Schilddrüsenentzündung
  189. Schizoaffektive Störung (manisch-depressiven Störung (bipolaren affektiven Störung), Depression, Manie, Wahn, Halluzinationen)
  190. Schizophrenien (Paranoia, schizophrenen Psychose, blande Psychose, psychomotorische Störungen, Denkstörungen und Wahn)
  191. Schlafapnoe (Atemstillstände während des Schlafs, schlafbezogenen Atmungsstörungen), (Tagesmüdigkeit, Einschlafzwang (Sekundenschlaf) Schleudertrauma der Halswirbelsäule
  192. Schluckauf (Singultus)
  193. Schmerz- und Beruhigungsmittelabhängigkeit
  194. Schmerzen aufgrund Anomalien des Kiefers (Dentofaziale Anomalien)
  195. Schmerzen im Becken und am Damm, sonstige Schmerzen der weiblichen Genitalorgane
  196. Schreibkrampf, Dystonie, Bewegungsstörungen
  197. Schultergürtel-Kompressionssyndrom (Läsionen des Plexus brachialis)
  198. Schulterläsionen,
  199. Schuppenflechte
  200. Schwere chronische Depression, depressive Episode
  201. Sehnenscheidenentzündung
  202. Sklerodermie (Bindegewebsverhärtung der Haut oder/und der inneren Organe, )
  203. Skoliose (angeborene Deformitäten der Wirbelsäule, Verkrümmung, Verdrehung)
  204. Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle (Reizbarkeit, Zwänge)
  205. Sonstige demyelinisierende Krankheiten des Zentralnervensystems
  206. Sonstige hyperkinetische Störungen
  207. sonstige Kiefergelenkserkrankungen
  208. Sonstige Krankheiten des Rückenmarkes,
  209. Sonstige Lähmungssyndrome
  210. Sonstige Mononeuropathien der unteren Extremität
  211. Sonstige nichtinfektiöse Magen-Darm-Entzündung (Magen-Darm-Grippe, Brechdurchfall, Bauch-Grippe)
  212. Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie Typ-2
  213. Spannungskopfschmerzen, leicht- bis mittelschwere Kopfschmerzen (Ängstlichkeit, depressive Grundstimmung, Schlafstörungen; Jucken, Brennen, Spannen, Schmerzen der Kopfhaut; Verspannungen)
  214. Spina bifida occulta (Spaltwirbel)
  215. Spinal(kanal)stenose (Verengung des Wirbelkanales)
  216. Spondylolisthese (Wirbelgleiten), Instabilität der Wirbelsäule
  217. Spondylopathien (Wirbelsäulendegeneration), lumbosakrale Stenose (Cauda-equina-Syndrom)
  218. Spontaner Spannungspneumothorax
  219. Stottern
  220. Strabismus (Schielen- Augenmuskelgleichgewichtsstörung) und andere Erkrankungen mit funktionellen Sehbehinderungen
  221. Strahlentherapie (chronisch-entzündliche und degenerative Erkrankungen wie Fersensporn, Tennisellbogen, Schulterschmerzen, Arthrosen, Wirbelkörperhämangiome, Induratio Penis plastica, Krebs)
  222. Sturge-Weber-Syndrom (enzephalotrigeminale Angiomatose), angeborene Störung, Geburtsmal bzw. Portweinfleck im Gesicht, neurologische Abnormalitäten, Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom) sowie seltener andere Organirregularitäten)
  223. Sturge-Weber-Syndrom(Syndroms durch Gefäßfehlbildungen der Haut und im Gehirn, Tumorartige Gefäßneubildung – Angiom / Fehlbildung – Blutschwamm) Supraventrikuläre Tachykardie, Herzrasen – hoher Puls
  224. Sympathische Reflex-Dystrophie (komplexes regionales Schmerzsyndrom)
  225. Syringomyelie und Syringobulbie (Erkrankung des Rückenmarks)
  226. Systemischer Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung, Hautveränderungen, Entzündungen der Organe oder Gelenke)
  227. Tetraparese und Tetraplegie (Lähmung aller vier Extremitäten)
  228. Thrombangiitis obliterans (segmentale Gefäßentzündung kleiner und mittelgroßer Arterien und Venen überwiegend der unteren Extremität)
  229. Ticstörungen
  230. Tietze-Syndrom (druckschmerzhafte Schwellung im Bereich des Brutsbeinansatzesm, Brust- und Brustbeinschmerzen)
  231. Tinnitus
  232. Tourette-Syndrom (Ärger, Anspannung, Stress)
  233. Tremor (unwillkürliches abnormes Zittern, abnorme unwillkürliche Bewegungen)
  234. Trichotillomanie (zwanghaftes Haarausreißen)
  235. Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerz)
  236. Übelkeit/Brechreiz mit und ohne Erbrechen
  237. Unterleibsentzündungen, Eileiterentzündung, Eierstockentzündung,
  238. Verdauungsstörung,
  239. Verletzungen der Hüfte oder des Oberschenkels, Schulter und Oberarm, Knie, Knöchel oder Fuss, Unterarmes, Ellbogens, Handgelenk, Hand, Finger Zähneknirschen (Bruxismus)
  240. Winiwarter-Buerger-Syndrom
  241. Zervikaler Bandscheibenschaden mit Myelopathie (Schädigungen des Rückenmarks)
  242. Zervikobrachial-Syndrom (von der Halswirbelsäule ausgehende Schmerzen)
  243. Sonstige zervikale Bandscheibenschäden
  244. Zwangsstörung (Zwangshandlungen, Zwangsgedanken, Zwangsneurose)
  245. Zystische Lungenkrankheit (Mukoviszidose)

Patienten brauchen Hilfe. Angst vor Strafverfolgung und/oder existenzgefährdende therapeutische Kosten sind nicht sinnvoll. Das Recht auf Gesundheitsautonomie darf nicht verboten werden.

Es ist in diesem Zusammenhang rational nicht nachzuvollziehen, warum eine Alternative verboten werden soll, die Patienten (mit ärztlicher Verordnung ohne Ersatz durch die Krankenkasse) nutzen, die sich nicht berauschen wollen. Diese kranken Menschen wollen diese Pflanze ausschliesslich zu therapeutischen Zwecken nutzen, würden aber zukünftig strafrechtlich kriminalisiert.

Salbei, Kamille, Minze, Baldrian und ähnliche Pflanzen wirken auch therapeutisch oder psychoaktiv, unterliegen aber so wie tausende andere natürliche Heilmittel nicht dem SMG und deren Anbau ist auch nicht illegal.

Die Herabsetzung des THC-Grenzgehalts auf 0,2 Prozent kriminalisiert tausende Menschen die sich nicht berauschen wollen.

Logischer wäre es eher, die Grenze für private Pflanzungen auf 1% THC anzuheben wie in der Schweiz. Die Extraktion von THC aus Vogelhanf mit 1 Prozent THC ist ohnehin nach gültigem Gesetz verboten und eine berauschende Wirkung ist, wie man in der Schweiz sieht, auch bei dieser Wirkstoffkonzentration auszuschliessen.

THC ist laut SMG die verschreibungspflichtige Substanz im Hanf. Wenn plötzlich Menschen einen Nutzen für sich in einer nach derzeitiger Gesetzeslage suchtgiftfreien Version dieser Pflanze sehen, dürfen diese nicht kriminalisiert werden. Selbst Mohnpflanzen, aus denen auch im österreichischen Klima Opium gewonnen werden kann, sind frei erhältlich. Die Liste natürlicher Heilmittel reicht von Abies Alba bis zum Zizyphus jujuba.

Ebenso ist nicht nachvollziehbar, dass Patienten mit der geplanten Änderung entweder empfindlich höhere Kosten oder eine Kriminalisierung zu erwarten haben. Als dritter Weg bleibt kranken Menschen dann nur noch der Einkauf im Ausland via Internet, womit wiederum der österreichischen Wirtschaft Umsatzverluste in einer Zukunftsbranche entstehen.

Zu 1) a. b)

Die momentane strafrechtliche Grenzmenge beträgt bei Cannabis 20 Gramm THC. Bei einem THC Gehalt von unter 0,3 Prozent bräuchte man, um diese Grenzmenge zu erreichen, eine Gesamtmenge von mindestens rund 6,7 Kilogramm Cannabiskraut. Eine psychoaktive Wirkung ist bei dieser Konzentration nicht gegeben.

Am Schwarzmarkt gibt es Cannabisblüten mit über 20 Prozent THC Gehalt – THC-hältiger Vogelhanf mit rund einem Prozent THC ist auf einem Markt, wo das psychische Wohlgefühl im Vordergrund steht, unverkäuflich. Die Extraktion wäre teurer als der kolportierte erzielbare Verkaufspreis und ausserdem nach geltendem SMG verboten.

Des weiteren ist es, abgesehen davon, dass auch die Verarbeitung von Blüten aus den im EU-Saatgut-Katalog enthaltenen Sorten nun strafbar werden soll, aufgrund einer botanischen

Besonderheit nicht möglich, aus diesen Sorten nutzbare Hanfblüten hinsichtlich des Cannabinoidprofiles zu produzieren:

Die Hanfpflanze ist von Natur aus einjährig und zweihäusig – d.h. es werden männliche und weibliche Individuen ausgebildet. Die Bestäubung erfolgt im Spätsommer durch den Wind und der Vegetationszyklus der weiblichen Pflanzen dauert, da sie die Samen produzieren, länger als der der Männlichen. Unbefruchtete weibliche Blüten enthalten die meisten Cannabinoide und Terpene – bei THC-reichen Sorten auch das meiste THC.

Die Sorten des EU Saatgutkataloges sind nach streng botanischen Kriterien keine Hanfpflanzen mehr. Sie wurden zur Faserproduktion geschaffen welche einen einheitlichen Erntezeitpunkt benötigt. Diese Pflanzen sind daher einhäusig und bilden sowohl männliche wie auch weibliche Blüten an derselben Pflanze aus. Dies war auch im Sinne eines weiteren Zuchtziels – der Minimierung der Cannabinoidproduktion. Da die männlichen Blüten direkt neben den weiblichen wachsen, bleiben am Ende der Blüte nur Samen und Samenkapseln, jedoch kaum Material mit den wirksamen (legalen) Cannabinoiden und Terpenen.

Daher ist zu bezweifeln, dass auf Faserproduktion gezüchtete Pflanzen – schon allein wegen der zwingenden Befruchtung – überhaupt ein vergleichbares Cannabinoidprofil zustande bringen. Berücksichtigt man, dass es in anderen Ländern seit langem ein medizinisches Zuchtziel gibt kann man dies wohl mit Sicherheit ausschließen.

Hanfpflanzen komplett ohne THC zu züchten wird aufgrund der Cannabis-Synthase niemals möglich sein.

Festzuhalten ist, dass nach derzeitiger praktizierter Lage legale Kräuter, welche vielen Patienten helfen, mit der Verordnung illegalisiert würden. Dieser Hanf entstammt zumeist, wie oben erklärt keinem EU-Saatgut, sondern entweder (teilweise illegal wild wachsendem) Vogelhanf oder auch in den USA, Kanada und Israel gezüchteten medizinischen Sorten.

Etwa 10 bis 15 Prozent der Phänotypen der bekannten THC-armen Sorten haben einen THC Gehalt unter 0,3%. Phänotypen unter 0,2% THC haben derzeit Seltenheitswert, sind aber schon in Entwicklung.

In diesen Ländern – vor allem in Israel – ist die Forschung zum Thema Cannabinoide sehr weit fortgeschritten. In diesem Zusammenhang sei auf das Meir Medical Center, Kfar Saba, Israel und die Internetseite www.tikun-olam.info vwerwiesen – deren Studien sind von renommierten Fachleuten und insbesondere auch in Bezug auf Wirkung und eventuelle Nebenwirkungen von CBD (und THC) interessant. Jedenfalls belegen sie die Notwendigkeit der Verfügbarkeit von THC-armen CBD-Produkten.

Eine Studie die das Monopräparat CBD mit dem Extrakt einer THC-armen Sorte vergleicht findet sich übrigens hier: http://www.tikun-olam.info/Avidekel-Versus-Single-Molecule-CBD – Auch macht diese Studie klar, dass das Kraut bzw. dessen Extrakt dem Monopräparat klar überlegen ist weswegen das Monopräparat kein gleichwertiger Ersatz für Pflanze bzw. deren Extrakt sein kann.

Diese Erkenntnis deckt sich mit der anekdotischen Evidenz von Dronabinol- und Sativex-PatientInnen, die dem Hanf-Institut und Partnerorganisationen bekannt sind und wonach noch kein Cannabis-Patient mit Vergleichsmöglichkeit die erhältlichen teuren Cannabis-Extrakte der natürlichen Blüte oder Cannabis-Konzentraten (bspw. Rick Simpson Oil) vorgezogen hätte.

Außerdem wären sämtliche momentan verfügbaren CBD-Produkte durch die Verordnung verboten. Verfügbar wäre CBD dann nur mehr als Sativex in einer Mischung mit dem „Suchtgift“ THC. Im Endeffekt müssten Patienten, die momentan mit CBD gut leben können, auf ein wesentlich teureres suchtgifthältiges Präparat umsteigen (Sativex).

Dieses momentan „Suchtgift“-freie Kraut hilft Patienten. Ein Verbot treibt sie in die Kriminalität, da durch die Novelle nur mehr eine teure, suchtgifthältige Alternative zur Verfügung steht.

Was soll eine vierjährige Epileptikerin, die auf CBD gut anspricht, kurzfristig machen? Suchtgift nehmen? Ein, wie oben genannte Studie aus Israel belegt, schlechter wirksames pharmakologisches Produkt?

Ein Rundumschlag gegen alle CBD-hältigen Produkte von Lebensmittel über Salben bis zu Kosmetika hemmt zudem die wirtschaftlich bedeutsame Innovationskraft. Es war ein Österreicher, der die ersten vier Patente zu Cannabis-Kosmetika erlangte.

Daraus folgt:

Eine Absenkung der THC-Grenze von 0,3 Prozent auf 0,2 Prozent entbehrt einer sachlichen Grundlage. Die psychoaktive Mindestwirkmenge liegt bei 10 Milligramm THC, womit schon nach der derzeitigen Regelung der Konsum zu psychoaktiven Zwecken mindesten 32 Gramm Nutzhanf pro einmaliger Konsumeinheit betragen müsste. Im Zubehörhandel gibt es keinerlei Pfeifen mit derart grossen Volumina. Die Grenze sollte vielmehr im Sinne der Patienten, für welche die berauschende Wirkung nicht im Vordergrund steht, auf 1% THC angehoben werden – und zwar unabhängig von Sorte und Verwendung.

Eine Verwendung von Cannabis mit unter 0,3 Prozent THC-Gehalt, aber hohem CBD-Gehalt kann zu gar keiner Berauschung führen, da CBD ein starker THC-Antagonist ist.

Im Zusammenhang mit den bebsichtigten Änderungen bei der Opioid-Substitution sei vermerkt, dass Cannabis ein guter Opiat-Agonist ist. Kombinationstherapien könnten hier effektiver zu einer Absenkung der Mengen verschriebener Opiat-Subistute führen.

Aufgrund des Vorbehalts Österreichs zum Artikel 36 der Single Convention von 1972 ist eine Einbeziehung einer nicht psychoaktiven Substanz ins SMG und der darin vorgesehenen strafrechtlichen Verfolgung ebenso nicht notwendig. Bisher kam noch kein einziger Mensch durch CBD zu Schaden.

Mit freundlichen Grüssen

Toni Straka, Obmann Hanf-Institut

Grüne Abgeordnete wollen legale grüne Medizin

Wien, 10. Mai 2017 – Österreichs Politik entdeckt Cannabis als Medizin. Bei einer Podiumsdiskussion der Grünen Penzing und der Grünen Senior_innen im Mai waren sich Podium und Auditorium einig: Cannabis muss für Patienten leichter und billiger erhältlich sein.

v.l.n.r. Albert Steinhauser, Justizprecher Grüne; Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin Grüne; Peter Kolba, Konsumentenschützer; Klaus Hübner, ARGE Canna; Gerfried Düregger, ARGE Canna; Gerald Kitzmüller, SPÖ; Toni Straka, Vorstand Hanf-Institut, Wolfgang Mückstein, Praktischer Arzt.

Wolfgang Mückstein, Praktischer Arzt, sieht vor allem Probleme durch die teuren Preise für Cannabisprodukte.
„Die Preise müssen runter, dann werden Cannabis-Produkte auch öfter verschrieben werden. Dass da öknonomische Interessen im Hintergrund stehen, ist sehr wahrscheinlich. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse schwankt von Bundesland zu Bundesland. Bei vielen Indikationen ist eine Übernahme unbedingt erforderlich“, sagte Mückstein.

Peter Kolba, Konsumentenschützer, erzählte, „bei meinen Medikamenten ist der Beipackzettel gespickt voll von Nebenwirkungen. Ich müsste Dronabinol in einer Dosierung nehmen, wo ich 800 Euro im Monat dafür zahlen würde. Kasse zahlt, ist aber nicht Lösung, dass man gesetzliche Lage bestehen lässt und den Markt für einen Monopolisten schafft. Wenn man einen regulierten Markt schafft, gehen die Preise automatisch herunter.“

SPÖ-Rebell Gerald Kitzmüller berichtete von einer guten Stimmung zu Cannabis in seiner Partei:„In der Basis bis in die höheren Ebenen komplettes Ja zu Cannabis, aber die Führungsebene ist dagegen. Die an den Hebeln sitzen befürchten Stimmenverlust, obwohl breiteste Zustimmung unabhängig vom Alter an der Basis besteht.So wie sich eine Spitzenkraft für Legalisierung einsetzt, gibt es einen Shitstorm. „Der derzeitige Zustand ist aber unhaltbar, weil ein opferloses Delikt verfolgt wird“, sagte Kitzmüller.

Gerfried Düregger, Obmann der Patientenvertretung ARGE Canna meinte, „wenn die Regierung das Gesetz so durchbringt, ist das keine Verbesserung. Notwendig wäre, dass CBD-Blüten als Nahrungsergänzungsmittel erlaubt sind.“

Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen kritisierte die geplante SMG-Reform ebenfalls: „Die geplante Regelung ist eine massive Verschlechterung für PatientInnen. Da die Krankenkassen sehr restriktiv bei der Genehmigung von THC-hältigen Cannabismedikamenten vorgehen, sind diese vermehrt auf Blüten oder Produkte, die kein oder nur sehr wenig THC, dafür aber CBD enthalten, ausgewichen.“ Es wurden allein in den letzten vier Jahren über 4.000 Studien erarbeitet, die alle positiv waren.

„Ein de-facto Verbot von Anbau und Verarbeitung von CBD-hältigen Blüten und der Handel mit Produkten wie CBD-Ölen drängt PatientInnen vermehrt auf den Schwarzmarkt“, hält Mückstein fest und sagt: „Wichtig wäre ein kontrollierter Anbau mit einer verpflichtenden Qualitätsprüfung durch eine Kontrollbehörde, die sicherstellt, dass die Pflanzen schadstofffrei sind und die auch den Gehalt an Wirkstoffen exakt überprüft. Die PatientInnen brauchen endlich qualitätsgesicherte und leistbare Cannabismedizin.“

Toni Straka, Vorstand des Hanf-Instituts sagte: „Gesetze sind unmenschlich, wenn sie die Gesundung eines Menschen behindern.“
Er kritisierte, dass Cannabis-Produkte aus der Apotheke ein Vielfaches der Schwarzmarktpreise kosten.

Straka wies darauf hin, dass alle Patienten, die den Vergleich mit natürlichem Cannabis kennen, die natürlichen Blüten dem Monosubstanzpräparat aus der Apotheke vorziehen. „Die Regierung versucht, aus einer Heilpflanze eine Chemikalie zu machen. Es ist aber eine Heilpflanze mit über 100 Cannabinoiden und hunderten anderen Wirkstoffen.

Das Hanf-Institut wird noch vor Behandlung der SMG-Reform die Parlamentarische Bürgerninitiative für den straffreien Eigenanbau von Patient einbringen, für die wir zusammen mit der ARGE Canna schon über 20.000 Offline-Unterschriften gesammelt haben.

Albert Steinhauser, Justizprecher der Grünen, will billigeres Cannabis: „Die Produktion von Cannabis-Produkten für die Pharmaindustrie nicht interessant und offenbar werden sie jetzt künstlich teuer gehalten.“ Die aktuelle Vorgangsweise, wo mit einem eiligen Gesetzesentwurf einer noch zu bildenden Expertenkommission vorgegriffen werde, sei nicht akzeptabel, so Steinhauser.

Hanf-Institut kündigte am Hanfwandertag Einreichung der 2. Cannabis-Bürgerinitiative vor SMG-Reform an

Wien, 8. Mai 2017 – Das Hanf-Institut hat beim diesjährigen Hanfwandertag am 6. Mai die baldige Einreichung der parlamentarischen Bürgerinitiative für den straffreien Cannabis-Eigenanbau für Patienten angekündigt, für die bisher schon rund 20.000 Offline-Unterschriften gesammelt wurden. Hanf-Institutsvorstand Toni Straka wies in seiner Rede vor dem Parlament darauf hin, dass die beabsichtigten Änderungen des Suchtmittelgesetzes (SMG) nur eine weitere Verschlechterung für Cannabis-KonsumentInnen und insbesondere kranke Menschen darstelle, die jetzt wieder auf den Schwarzmarkt gedrängt würden.

„Hanf ist eine ungiftige Pflanze und keine Chemikalie aus. Dementsprechend muss sie auch behandelt werden“, sagte  Straka vor tausenden HanffreundInnen vor dem Parlament.

„Wir orten bei der Legalisierung von medizinischem Cannabis 99 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung, weil niemand so herzlos ist, und einem Kranken eine Pflanze vorenthalten möchte, die ihm Linderung bei seinen Leiden bringen könnte.“

Dass die neue Hau-Ruck-Reform mit aussergewöhnlich kurzer Begutachtungsfrist die Behandlung einer Heilpflanze als Medikament anpeilt, erscheint dem Hanf-Institut als überzogene Massnahme, weil plötzlich auch das nicht psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) verbannt werden soll. CBD stellt sich in jüngster Zeit als wirksames Heilmittel bei Epilepsie, MS, Diabetes und insbesondere Schmerzen heraus. Es existieren bereits hunderte – durchwegs positive – Studien zu CBD.

„Es kann nicht sein, dass die österreichische Bundesregierung weiterhin alle wissenschaftlichen Fakten zu einer nebenwirkunsgarmen Heilpflanze ignoriert, die so breitflächig angewendet werden kann.

Dass man mit legalem Cannabis rund eine Milliarde Euro positiv zum österreichischen Budget beitragen und 50.000 Arbeitsplätze schaffen könnte sei hier nur nebenbei erwähnt.

Hanf kann genau das, was die Politik angeblich immer will: Nämlich einer alternden österreichischen Bevölkerung ein beschwerdefreies Leben ermöglichen.

Noch dazu sind bereits positive Wirkungen von CBD in der EU sowohl als Arzneimittel als auch als Nahrungsergänzungsmittel bereits in zwei Rechtsgutachten vom Oktober 2016 festgehalten.

„Hanf ist und bleibt eine Pflanze und kann daher nicht als Medikament behandelt werden. Kamille, Minze und Lindenblüten werden ja auch nicht als Medikamente verkauft“, sagte Straka abschliessend.

 

VIDEO: Idealism prevails Kamingespräch mit Toni Straka

Wien, 5. Mai 2017 – Die Diskussionsplattform Idealism Prevails hat das jüngste Kamingespräch mit Hanf-Instituts-Vorstand Toni Straka geführt. Iris Singer erkundigt sich über den aktuellen Status quo und bespricht auch viele noch vorherrschende Falschinformationen und urbane Legenden über Cannabis.

AVISO: Diskussion der Grünen SeniorInnen – Vom Mythos Haschtrafik zu Cannabis als Arzneimittel

Wien, 10. April 2017 – Die Grünen Penzing und die Grünen Senior_innen Wien laden am 8. Mai 2017 zur Expert_innenrunde. Zur Diskussion stehen das therapeutische Potenzial der Hanfpflanze sowie die juristischen Rahmenbedingungen für eine Entkriminalisierung. Während in anderen Ländern Cannabis zu medizinischen Zwecken legal ist, bleibt es in Österreich bei Freiheitsstrafen für Schmerzpatient_innen die sich selbst Abhilfe verschaffen. Diese Verurteilungen sollen der Vergangenheit angehören.

Was ist geltendes Recht bei Cannabis in Österreich, wie wirkt sich das Suchtmittelgesetz auf den Alltag der Konsument_innen und der Polizei/Justiz aus und was würde eine Legalisierung (regulierte Abgabe) und die Freigabe zum Anbau für den Eigenbedarf von Schmerzpatient_innen daran ändern? Wie sehen die Chancen und Risiken aus Sicht von Justiz und Medizin aus?

Fachleute, betroffene Schmerzpatient_innen, und Vertreter von Hanfinstituten diskutieren die aktuelle Situation am

8. Mai 2017
um 18 Uhr
in der Sargfabrik, 1140 Wien, Goldschlagstrasse 169

EINTRITT FREI

Referent_innen:

> Toni Straka, Hanf-Institutsobmann, „Cannabis-Legalisierung-Status Quo und Ausblick“
> Gerfried Düregger, Verein ARGE CANNA und Schmerzpatient, „Das Staatsmonopol auf Drogendeals“
> Dr. Wolfgang Mückstein, Allgemeinmediziner Wien, „Cannabis auf Rezept: Schmerzmittel oder Suchtgift?“
> Dr. Peter Kolba, Jurist, Autor , Berater, Verbraucherschützer, Schmerzpatient, „Schikanen des Staates bei der Verschreibung von Cannabis.“
> Dr. Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen im Nationalrat, Psychotherapeutin, Psychologin, „Cannabismedizin muss für Patient_innen leistbar werden“
> Mag. Albert Steinhauser,  Justizsprecher der Grünen im Nationalrat, Jurist, „Geltendes Recht bei Cannabis in Österreich“

Solidaritätsaktion für Willi Wallner: Postkarten für österreichischen Cannabis-Pionier in U-Haft

Wien/Salzburg, 30. März 2017 – Der seit 28. Februar in Untersuchungshaft sitzende Medical Cannabis Pionier Wilhelm Wallner wird den jüngsten Informationen zufolge noch einige Wochen dafür schmoren müssen, dass er kranken Menschen mit Cannabis-Heilmitteln helfen wollte.

Der bisher unbescholtene Schmerzpatient und Gründer des Cannabis Social Club Salzburg (CSCS) sitzt jetzt schon ein Monat in der Justizanstalt Urstein-Nord, wo er keinen Zugang zu dem in sechs medizinischen Gutachten als bestes Heilmittel angeführte natürliche Cannabis hat und erstmals seit Jahren wieder Morphium gegen seine unvorstellbaren chronischen Schmerzen bekam.

Postkarten gegen die Isolation

Um Wilhelm Wallner spüren zu lassen, dass alle, die die jüngsten traurigen Entwicklungen  in seinem Bemühen, Kranken mit Hanf zu helfen, ihn nicht vergessen haben, ruft das Hanf-Institut zu einer Postkarten-Aktion auf.

Bitte schreiben Sie und all Ihre HanffreundInne Willi ein paar aufmunternde Zeilen auf eine Ansichtskarte, damit er auch hinter den grauen Mauern, die umgeben, sehen kann, wo überall seine Unterstützer in hoffentlich der ganzen Welt sitzen.

Die Adresse:

Justizanstalt Salzburg
Wilhelm Wallner 23.02.1959
Urstein-Nord 73
A-5412 Hallein

Je mehr Karten Willi während seiner unerträglichen Haft bekommt, desto sichtbarer ist es auch für die Justiz, dass Cannabis in der Gesellschaft längst als natürliches Heilmittel angekommen ist, für den niemand mehr eingesperrt werden darf. Bitte keine Texte, die irgendwie mit seinem Fall zu tun haben könnten. Die Postkarten werden von der Justiz gelesen. Der Will soll was zum Lachen oder Schmunzeln haben.

Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

„HUMAN RIGHTS TALK: Schleppender Fortschritt auf dem Weg zu einer menschenrechtskonformen Drogenpolitik in Österreich?“

Wien, 11. März 2017 – Die Podiumsdiskussion „HUMAN RIGHTS TALK: Schleppender Fortschritt auf dem Weg zu einer menschenrechtskonformen Drogenpolitik in Österreich?“ des Forschungszentrums Menschenrechte der Universität Wien in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte betrachtet am 16. März 2017 den status quo der Rechtslage im Drogenthema.

Drogenpolitik und Menschenrechte sind weitreichend verzweigt – von Drogenanbau und Produktion bis hin zu Transport, Verkauf und Konsum. Gleichzeitig kann mit Sicherheit behauptet werden, dass weltweit noch keine Regierung einen tatsächlich menschenrechtskonformen Ansatz für den Umgang mit Drogen implementiert hat. Wie könnte eine menschenrechtskonforme Drogenpolitik hier in Österreich aussehen und wie nah oder wie weit entfernt ist Österreich von einem solchen Modell?

Der erste HUMAN RIGHTS TALK des Jahres 2017 mit dem Titel „Schleppender Fortschritt auf dem Weg zu einer menschenrechtskonformen Drogenpolitik in Österreich?“ befasst sich mit mehreren grundlegenden Themenbereichen: DrogenhändlerInnen, öffentlicher Raum und Racial Profiling; Österreichs Position zur aktuellen weltweiten Entwicklung von Drogenregulierung und Entkriminalisierung; Schadensminimierung (Angebote zur Verringerung oder Vermeidung negativer Folgen des Drogenkonsums) und deren Verfügbarkeit in Österreich; sowie aktuelle politische und zivilgesellschaftliche Bemühungen für eine sinnvolle und menschenrechtskonforme Drogenpolitik in Österreich.

Auf dem Podium diskutieren Katharina Beclin (Institut für Strafrecht und Kriminologie, Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien), Roland Reithofer (Suchthilfe), Rainer SCHMID (checkit!), Stefan Schumann (Johannes Kepler Universität, Linz) und Toni Straka (Hanf Institut). Moderation: Manfred Nowak (Forschungszentrum Menschenrechte).

Der Eintritt ist frei, aus logistischen Gründen wird um
Anmeldung bei humanrightstalk@univie.ac.at! gebeten

Kronen-Zeitung Salzburg veröffentlicht Leserbrief, in dem Cannabis-Freigabe gefordert wird

Salzburg, 6. März 2017 – Wird Österreichs grösstes Boulevard-Blatt plötzlich grasgrün?  In der Print-Ausgabe der Salzburger Kronen-Zeitung vom 5.März wurde ein langer Leserbrief einer Witwe veröffentlicht, in dem die Dame angesichts des Dramas um den Cannabis Social Club Salzburg (CSCS) Obmann Willli Wallner die Freigabe von Cannabis fordert.

Kronen-Zeitung Salzburg Print-Ausgabe vom 5. März 2017

„Hätte ich vor vier Jahren, als mein Mann die schreckliche Diagnose Krebs bekam,  von Cannabis gewusst, hätte ich alles darangesetzt, um an dieses Heilmittel heranzukommen“, schrieb Judith Hammerer-Laimer.

Auch sie versteht nicht, warum kranke Menschen wegen der Einnahme der richtigen Medizin kriminalisiert werden: „Vorerst unfassbar, dass man einen Schmerzpatienten nach Puch Urstein bringt, nur weil er sich mit Cannabis seiner Schmerzen entledigen will. Diese Menschen werden in unserem Land kriminalisiert, ohne dass sie jemandem etwas getan haben.“

Den Recherchen des Hanf-Instituts zufolge ist dies der erste Leserbrief in der ‚Krone‘ in dem die Cannabis-Freigabe gefordert wird. „Es zeigt sich einmal mehr, dass die Nützlichkeit von Cannabis als Medizin in der breiten Bevölkerung bereits angekommen ist“, kommentierte Hanf-Institutsobmann Toni Straka den grünen Schwenk in Österreichs grösstem Massenmedium.

Will Österreichs Justiz den 1. Cannabis-Toten produzieren?

Wien, 4. März 2017 – Die Situation um den CSC Salzburg (CSCS) Obmann Willi Wallner eskaliert zusehends. Seit seiner Verhaftung wegen 37 Hanfpflanzen wird Wallner gegen seinen Willen mit Morphium und der Zombie-Droge Dipidolor bis hin zum mehrfachen Kollaps niedergespritzt, während man ihm die ärztlich verordneten Cannabis-Medikamente Dronabinol und Sativex vorenthält. Wallner pendelt seit Haftbeginn im Arrestantenwagen zwischen Justizanstalt und Spital hin und her, weil man in der Justizanstalt nicht die Verantwortung für seine medizinischen Komplikationen durch die Gabe potentiell tödlicher Drogen übernehmen will.

Wallner befindet sich seit seiner Verhaftung im Hungerstreik, die Justizbehörde stellt dies jedoch anders dar. Ausser seinem Rechtsanwalt Franz Essl darf niemand zu ihm. Dieser ist schockiert: Nach einem Haftbesuch bei seinem Mandanten sagte er zum ORF: „Er befindet sich mit dem heutigen Tag den fünften Tag im Hungerstreik. Mein Mandant ist körperlich sehr verfallen. Ich war heute entsetzt, als ich ihn gesehen habe. Ich werde sofort seine Enthaftung beantragen. Mein Mandant kann in der Justizanstalt Salzburg nicht entsprechend medizinisch behandelt werden. Das ist ein Punkt, der dazu führt, dass die Untersuchungshaft aufzuheben ist.“

Nach Angaben seiner Lebensgefährtin Daniela Macek wurde seine Entlassung am Freitag in letzter Minute durch die Staatsanwaltschaft verhindert, die weitere Strafverfahren gegen den seit einem Arbeitsunfall berufsunfähigen Mann einleitete.

„Die unmenschliche Behandlung eines kranken Menschen, dem unter anderem als strafrechtlicher Tatbstand die kostenlose Weitergabe von Cannabis an die rund 190 Mitglieder des CSCS vorgeworfen wird, wirft die Frage auf, ob sich die österreichische Justiz so eines lautstarken Vorkämpfers für den Einsatz von Cannabis als Medizin entledigen will“, kommentierte der Obmann des Hanf-Instituts, Toni Straka, das jede Verhältnismässigkeit vermissende Verhalten der Justiz.

„Sollte Wallner die Haft nicht lebend verlassen – und diese Angst ist aufgrund seines gesundheitlichen Zustands berechtigt –, hat die österreichische Justiz den ersten Cannabis-Toten produziert“, sagte er und ergänzte, „es ist vollkommen unverständlich, dass in der Hexenjagd auf Wallner von der Justiz sechs ärtzliche Gutachten missachtet werden, die die Wirksamkeit von Cannabis bei Wallners Schmerzen bestätigen. Wie kommt die Justiz dazu, hier Hobby-Arzt zu spielen?“

 

Erneuter Polizeieinsatz: Statt Schmerzfreiheit bekommt CSC-Obmann U-Haft

Henndorf/Wallersee, 27. Februar 2017 – Der seit einem ärztlichen Kunstfehler unter permanenten Schmerzen leidende Obmann des Cannabis Social Club Salzburg (CSCS), Wilhelm Wallner, ist am Dienstag nach der bereits 9. Hausdurchsuchung, bei der die Polizei diesmal 37 Hanfpflanzen ‚erntete‘, verhaftet worden und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Nach Angaben seiner Lebensgefährtin Daniela Macek wurde Wallner die Mitnahme seiner Cannabis-Medikamente in die U-Haft verweigert. Wallner hat seit einem Berufsunfall permanente Schmerzen (9 auf einer 10er-Skala), die nur durch Cannabis gelindert werden können. Dies geht aus mehreren medizinischen Expertisen hervor, die Wallner bei seinem letzten Verfahren vorlegte. Nach einer Hausdurchsuchung im vergangenen November wurde Wallner am 1. Februar zu 2 Monaten bedingter Haft verurteilt, weil er das mittlerweile in Deutschland legalisierte medizinische Cannabis an Mitglieder des CSCS weitergab.

Darin sah die Landespolizeidirektion Niederösterreich ein derart schweres Verbrechen, dass sie mit 10 Beamten eine 600 Kilometer-Landpartie unternahm, um im Zuge einer äusserst ruppigen Hausdurchsuchung etwas Cannabis sicherzustellen. Das Hanf-Institut hatte sich deswegen in einem Offenen Brief an mehrere Ministerien und die Volksanwaltschaft gewandt, der von Justiz und der Volksanwaltschaft bisher ignoriert wurde.

v.l.n.r.: Hanf-Instituts Obmann Toni Straka, CSCS-Gründer Wilhelm Wallner, HI-Vizepräsident Patryk Kopaczynski, Daniela Macek

Laut Macek werde Wallner damit bedroht, dass man ihn bis zum noch nicht festgelegten Gerichtstermin in Korneuburg in der U-Haft behalten werde. Bei diesem Verfahren agiert die Exekutive laut dem Rechtberater des Hanf-Instituts, Gottfried Hudl, mit illegalen Methoden. Rund 40 Polizeiinspektionen in Österreich sind seit Monaten damit beschäftigt, die 170 Mitglieder des CSCS zwischen 50 und 92 Jahren fälschlicherweise als Zeugen zu laden, in der Hoffnung, dem prominenten Vorkämpfer für medizinisches Cannabis doch noch strafrechtlich etwas anhängen zu können.

Hetzjagd gegen Cannabis-Aktivisten

Den dem Hanf-Institut vorliegenden Dokumenten zufolge legte sich die Polzei regelrecht auf die Lauer um Wallner mit den 30 Kilomter weiter westlich (in Deutschland) bereits legalen Cannabis-Blüten zu erwischen. Der Durchsuchungsbefehl galt für für einen fast 2 Monate langen Zeitraum.

 

 

U-Haft wurde wegen erneuter Tatbegehungsgefahr verhängt

 

 

Lange musste die Polizei nicht warten. Der aus den Medien bekannte Cannabis-Aktivist muss nämlich Cannabis und Cannabis-Produkte gegen Schmerzen einnehmen, bei denen erwiesenermassen weder Morphium noch die mit den Nebenwirkungen „schwerste körperliche Abhängigkeit“ und „eventueller Tod“ behafteten synthetischen Opiate helfen. An synthetischen Opiaten sterben mittlerweile weltweit mehr Menschen als an allen illegalisierten Drogen zusammen.

So wie Wallner geht es auch den Mitgliedern des CSCS, die durchwegs an lebensgefährlichen Krankheiten oder schlimmsten Schmerzen leiden. Einige dieser Patienten lassen wir hier erneut zu Wort kommen:

Da Cannabis entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Trotz von der Republik Österreich weiterhin im Suchtmittelgesetz aufscheint, sind alle österreichischen Cannabis-PatientInnen, die sich die Frage ob sie legal sterben oder illegal überleben wollen, längst beantwortet haben, von Haftstrafe bedroht.

Nach Schätzungen des Hanf-Instituts kostet die Verfolgung des einzigen opferlosen ‚Verbrechens‘ im österreichischen Strafrecht den Steuerzahler rund 600 Millionen Euro im Jahr. Die Zahl der Cannabis-Konsumenten schwillt dennoch rasant an. „Es gibt keine so vielseitige Heilpflanze wie Cannabis“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka dazu. Mittlerweile anerkennen selbst Behörden wie das US-Krebsinstitut die konkurrenzlose Heilkraft der Pflanze an und in Deutschland wurde medizinisches Cannabis am 23. Jänner legalisiert. Damit kann man bereits in elf europäischen Ländern medizinisches Cannabis ohne Angst vor polizeilicher Verfolgung zur Behandlung von über 250 Krankheiten (PDF) verwenden.

Drogengesetze von Adolf Hitler eingeführt

„Für uns stellt sich die Frage, wer eigentlich noch an der Cannabis-Prohibition interessiert ist“, sagte Straka: „In mittlerweile vier Jahren Cannabis-Aktivismus ist mir noch kein einziger Politiker, Arzt, Drogenexperte oder Polizist persönlich begegnet, der an diesem erstmals von [dem Methamphetamin konsumierenden] Adolf Hitler eingeführten Gesetz festhalten möchte.“

Inzwischen geht aber die Jagd, insbesondere gegen Cannabis-Aktivisten, weiter. Wallners Lebengefährtin stand erst kürzlich wegen eines Joints, den die Polizei am Hanfwandertag 2016 in Ihrer Handtasche fand, vor Gericht. Dieser Prozess um 0,9 Gramm Tabak-Cannabis-Mischung wurde zur Ladung weiterer Zeugen vertagt und wird somit den österreichischen Steuerzahler noch einiges kosten. Das Hanf-Institut schätzt die Gesamtkosten eines solchen Verfahrens mit zumindest 15.000 Euro ein.

„Auf Basis von US-Daten könnte in Österreich Cannabis für rund 200.000 Menschen das Heilmittel erster Wahl sein“, sagte Straka und stellte die Frage: „Will die Republik Österreich wirklich weiterhin Milliarden mit der Verfolgung der Schwächsten unserer Gesellschaft, den Kranken, verschwenden obwohl sich schon 100 Millionen Europäer legal mit natürlichem Cannabis therapieren können?“

Niederlande machen Schluss mit der Heuchelei und beschliessen komplette Legalisierung von Cannabis

Wien, 22. Februar 2017 – Im niederländischen Parlament wurde am vergangenen Dienstag eine Gesetzesvorlage mit 77:72 Stimmen beschlossen, die den regulierten Anbau von Cannabis regelt und damit endlich das Problem der paradoxen „Achterdeur“-Wegschaupolitik löst. Bisher war nur der Verkauf an Endverbraucher in Kleinstmengen legal. Der Cannabis-Einkauf der Coffeeshops von den Produzenten war aber immer noch mit Strafe bedroht.

Die Gesetzesvorlage der D66-Politikerin Vera Bergkamp soll die Grauzone an der Hintertür der Coffeeshops beenden. Coffeeshops durften nie mehr als 500 Gramm Cannabis-Produkte lagern. Bisher sahen die Behörden jahrzehntelang beim ungeregelten Einkauf der Coffeeshops weg. In den Niederlanden können Polizei-Beamte ihre Arbeit zu einem hohen Grad den wahren Prioritäten widmen.

Der von einer progressiven Koalition getragene Entschluss wird im ganzen Land begrüsst, wo die Verschärfung der Coffeeshop-Regelungen vor einigen Jahren die Situation verschlechtert und zu höherer Kriminalität nach 40 Jahren pragmatischer Vernunft-Politik geführt hatte.

Dutzende ländliche Bezirke und Gemeinden haben ein Manifest zur geregelten Cannabis-Produktion unterzeichnet und 25 Gemeinden haben Modellprojekte beim Innenministerium eingereicht.

Legales Cannabis für fast 100 Millionen Europäer seit Jahresbeginn

Hanf-Institutsobmann Toni Straka sagte dazu: „Es ist erfreulich, dass die Niederländer nach einiger Verunsicherung durch populistische Rechtspolitiker wieder auf den Pfad einer lebensnahen Politik ­zurückkehren. Damit können jetzt seit Beginn des Jahres 2017 schon fast 100 Millionen Menschen in zwei EU-Ländern legal Cannabis erwerben und konsumieren.“

Straka hofft, dass die Legalisierung in den Niederlanden und die überraschend schnelle Legalisierung von medizinischem Cannabis in Deutschland Ende Jänner auch in Österreich zu einer Normalisierung im Umgang mit der ältesten Heilpflanze der Welt führen wird.

Dies sei aus gesundheitspolitischer und volkswirtschaftlicher Perspektive der vernünftigste Weg.
„Mit einer Legalisierung von Cannabis als Genussmittel und Heilpflanze könnten bei Exekutive, Justiz und im Gesundheitssektor schon im ersten Jahr Millionenkosten, die die bisherige Verfolgung eines opferlosen Verbrechens kostet, eingespart werden. Der Finanzminister wiederum könnte sich über Steuereinnahmen in dreistelliger Millionenhöhe freuen. Die Wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen wären ebenfalls enorm. In Colorado, wo Cannabis komplett legalisiert wurde, spülen die Reformen Millionenbeträge in die Staatskasse und bisher entstanden über 40.000 Arbeitsplätze“, sagte Straka.

Niederlande: Parlament votiert mit 77:72 Stimmen für komplette Cannabis-Legalisierung

Wien, 21. Februar 2017 – Das niederländische Parlament hat mit knapper Mehrheit von 77:72 Stimmen ein Gesetz verabschiedet, das den regulierten Anbau von Cannabis regelt und damit endlich das Problem der paradoxen Achterdeur-Wegschaupolitik löst, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Bisher war nur der Verkauf an Endverbraucher in Kleinstmengen legal. Der Einkauf der Coffeeshops von den Produzenten war aber immer noch mit Strafe bedroht.

Der von einer progressiven Koalition getragene Entschluss wird im ganzen Land begrüsst, wo die Verschärfung der Coffeeshop-Regelungen vor einigen Jahren die Situation verschlechtert und zu höherer Kriminalität nach 40 Jahren Vernunft-Politik geführt hatte.

Dutzende ländliche Bezirke und Gemeinden haben ein Manifest zur geregelten Cannabis-Produktion unterzeichnet und 25 Gemeinden haben Modellprojekte beim Innenministerium eingereicht.

Die Gesetzesvorlage der D66-Politikerin Vera Bergkamp soll die Grauzone an der Hintertür der Coffeeshops beenden. Coffeeshops durften zugleich aber nie mehr als 500 Gramm Cannabis-Produkte lagern. Bisher sahen die Behörden jahrzehntelang beim Einkauf der Coffeeshops weg. In den Niederlanden können Polizei-Beamte ihre Arbeit zu einem hohen Grad den wahren Prioritäten widmen.

Hanf-Institutsobmann Toni Straka sagte dazu: „Es ist erfreulich, dass die Niederländer nach einiger Verunsicherung durch populistische Rechtspolitiker wieder auf den Pfad einer lebensnahen Politik zurückkehren. Damit können jetzt seit Beginn des Jahres 2017 Menschen in zwei EU-Ländern legal Cannabis erwerben und konsumieren.“

94.000 Salzburger SchmerzpatientInnen könnte mit Cannabis geholfen werden

Wien, 15. Februar 2017 – 94.000 Salzburger leiden an chronischen Schmerzen, also knapp jeder Sechste. Diese Patienten bleiben oft allein mit ihren Schmerzen, die Versorgung ist im internationalen Vergleich nicht so gut. Was mitunter helfen kann, ist Cannabis. Die Droge hat ihre Qualitäten, wenn es um Schmerzlinderung geht. In Deutschland ist der medizinische Einsatz seit kurzem erlaubt.

Bericht des ORF  in „Salzburg heute“ vom 14. Februar 2017

CSC Obmann Wilhelm Wallner zu 2 Monaten bedingter Haft verurteilt – Berufung

Salzburg, 2. Februar 2017 – Selbst mehrere ärztlichen Gutachte, wonach Wilhelm Wallner seine chronischen Schmerzen nur mit Cannabis und Cannabisöl behandeln kann, schützten den Cannabis Social Club (CSC) Salzburg Gründer Wilhelm Wallner nicht vor einer Gefängnisstrafe.

Am 1. Februar wurde Wallner zu 2 Monaten bedingter Haft verurteilt, obwohl er selbst nach Ansicht der Amtsärzte haftunfähig ist. Ein trauriges Beispiel dafür, wie die Halsstarrigkeit der österreichischen Regierung Menschen zugrunde richtet, nur weil sie ihre Schmerzen wirksam bekämpfen wollen.

Der 57-Jährige kämpft seit Jahren dafür, dass Schwerkranke auch in Österreich Cannabis auf Rezept erhalten können – so wie seit Kurzem in Deutschland. Seit einem Arbeitsunfall leide er unter schweren chronischen Schmerzen, sagte der Mann bei dem Prozess. Offiziell zugelassene Medikamente – darunter auch Morphium – hätten bei ihm nicht angeschlagen. Deshalb habe ihm der Arzt die Nutzung von Marihuana empfohlen, schilderte der 57-Jährige.

Er bekam dann auch ein Rezept für ein Medikament, das THC enthält. Die Kosten dafür waren dem Pensionisten allerdings zu hoch. Deshalb beschloss er vor fast zehn Jahren, den Hanf selbst anzubauen. Er brühte das Kraut zu einem Tee auf. Seither seien die Schmerzen im Sprunggelenk und auch die Depressionen wesentlich weniger geworden, sagte der Mann.

Frühere Berichte zu Willis Leidensweg durch die Mühlen der Justiz:

Deutscher Bundestag verabschiedet Gesetz zu Cannabis als Medizin


Wien, 23. Jänner 2017 – Wir geben hier die Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands zur Legalisierung von Cannabis als Medizin wider:

Heute hat der Bundestag das lange diskutierte Gesetz zur medizinischen Verwendung von Cannabis verabschiedet. Trotz Kritik im Detail sieht der Deutsche Hanfverband darin einen Meilenstein in der Geschichte der deutschen Cannabispolitik und einen großen Fortschritt für Patienten und Ärzte.

„Die Kombination aus einer relativ einfachen Verschreibungsmöglichkeit, einer relativ großen Bandbreite an Krankheiten und der Zahlung durch die Krankenkassen macht Deutschland nun mit einem Paukenschlag zu einem der weltweit führenden Länder in Sachen Cannabis als Medizin“, so DHV-Sprecher Georg Wurth.

Vor allem die Verhinderung des Eigenanbaus durch Patienten sieht der Verband allerdings kritisch. In vielen Ländern, insbesondere in Kanada und vielen Bundesstaaten der USA, ist der Eigenanbau erlaubt und es gibt keine Berichte über negative Erfahrungen mit dieser Regelung.

„Der Eigenanbau würde den Patienten nicht nur Zugang zur gesamten Sortenvielfalt von Hanf ermöglichen, sondern er würde auch die Krankenkassen entlasten“, zeigt sich Georg Wurth überzeugt.

Auch Unklarheiten bezüglich der Definition einer „schwerwiegenden Erkrankung“ sieht der Verband kritisch. Nur in solchen Fällen sollen die Krankenkassen Cannabis-Medizin erstatten. Aber was ist eine schwerwiegende Erkrankung? Das Bundesinstitut für Arzneimittel hat schon für sehr viele verschiedene Erkrankungen Ausnahmegenehmigungen zum Erwerb von Cannabis erteilt und die Verwendung damit anerkannt, darunter ADHS, Tinnitus, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Ob die Kassen in diesen Fällen nun die Kosten übernehmen, bleibt unklar und muss im Zweifelsfall vor Gericht geklärt werden.

„Wir werden weiter auf Verbesserungen in diesen Details drängen und die Entwicklung intensiv begleiten. Allerdings ist der große Knoten bei Cannabis als Medizin nun gelöst. Jetzt werden wir die Diskussion über die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel und die Entkriminalisierung der Konsumenten noch stärker in den Fokus rücken“, so Georg Wurth.

In Österreich ignoriert man weiterhin die Faktenlage

Österreichische PatientInnen können einstweilen weiterhin nur davon träumen, das Heilmittel ihrer Wahl legal verwenden zu können. Die jüngste Antwort des Gesundheitsministeriums auf einen Offenen Brief des Hanf-Instituts ignoriert weiterhin die Faktenlage, dass natürliches Cannabis schon in vielen Ländern erfolgreich als Medikament eingesetzt wird und behauptet:

Für den medizinischen Einsatz von Cannabisblüten liegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine ausreichenden wissenschaftlichen Grundlagen vor.

Der Verweis auf eine nicht ausreichende wissenschaftliche Faktenlage durch das Gesundheitsministerium geht laut dem Hanf-Institut ins Leere: „Allein seit 2012 wurden über 4.000 medizinische Studien zu Cannabis veröffentlicht, die ausnahmslos die breite Heilwirkung dieser ungiftigen Pflanze bestätigen“, sagte Obmann Toni Straka und ergänzte, „es ist unverständlich, dass der österreichischen Staat weiterhin den Kopf in den Sand steckt obwohl sich durch den Einsatz von natürlichem Cannabis potentielle EInsparungen in Milliardenhöhe ergeben können.“

BMI und BMGF beantworten Offenen Brief des Hanf-Instituts und sehen keine Notwendigkeit für legales Cannabis

Wien, 9. Jänner 2017 – Das Innenministerium und das Gesundheitsministerium haben den Offenen Brief des Hanf-Instituts mit dem Titel Die Cannabis-Psychose des Staats gefährdet Menschenleben ausführlich beantwortet, sehen aber weiterhin keinen Grund für eine Entkriminalisierung von medizinischem Cannabis. Vom Justizministerium, das für eine Gesetzesänderung zuständig wäre, gab es bisher keine Antwort.

Wir geben hier die Antworten der beiden Ministerien wider, die wenig Hoffnung geben, dass das offizielle Österreich endlich wieder die älteste Heilpflanze der Welt zur Heilung von über 250 Krankheiten in ihrer natürlichen Form zulässt, womit sich die Republik Milliarden an Strafverfolgungs- und Heilungskosten ersparen könnte.

Gesundheitsministerium: Keine ausreichenden wissenschaftlichen Grundlagen

Vom Gesundheitsministerium kam diese Antwort:

Sehr geehrter Herr Straka,
sehr geehrter Herr Wallner!

Vielen Dank für Ihr Schreiben an Bundesministerin Dr.in Sabine Oberhauser, das ich hiermit gerne beantworte.

Die Sicherstellung einer umfassenden medizinischen Versorgung der österreichischen Bevölkerung sehen wir als unsere Hauptaufgabe, der wir uns jeden Tag aufs Neue widmen. Dazu gehört aus unserer Sicht jedenfalls auch, dass bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten auch nur jene Wirksubstanzen zur Anwendung kommen, die sorgfältig durchgeführte klinische Studien durchlaufen haben.

Der Einsatz von Arzneimitteln auf Cannabisbasis nach Maßgabe der Forschung und Entwicklung wird von medizinischen Expertinnen und Experten, wie auch vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, befürwortet. Wie Sie sicherlich wissen, ist  eine zugelassene Arzneispezialität auf Cannabisbasis und die aus Cannabis gewonnene pharmakologische Wirksubstanz „Dronabinol“ für magistrale Rezepturen in Österreich ärztlich verschreibungsfähig.

Für den medizinischen Einsatz von Cannabisblüten liegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine ausreichenden wissenschaftlichen Grundlagen vor. Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen wird die weiteren Entwicklungen beobachten. Änderungen der Rechtslage werden wie bisher in Abhängigkeit von den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu treffen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Dafine Mula
Kabinett der Bundesministerin Dr.in Sabine Oberhauser, MAS

Ínnenministerium: Vorteile der Legalisierung von Cannabis können aus polizeilicher Sicht nicht nachvollzogen werden

Aus dem Innenministerium erhielt das Hanf-Institut diese Antwort:

Sehr geehrter Herr Straka, sehr geehrter Herr Wallner!

Das Bundesministerium für Inneres, Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit, Referat II/1/c (Haftungsangelegenheiten und Services), bestätigt den Erhalt Ihres Schreibens vom 4. November 2016 und teilt im Auftrag des Herrn Bundesministers folgendes mit:
Eine Legalisierung von Cannabis, welches unter das Suchtmittelgesetz fällt, ist in Österreich nicht möglich (siehe United Nations Single Convention on Narcotic drugs, 1961). Auch Holland hat Cannabis nicht legalisiert, sondern nur eine Straffreiheit bei Eigenbedarf vereinbart. In Österreich wird das Modell „Therapie statt Strafe“ umgesetzt.

Dieses erfolgreiche Modell wird auch durch die derzeitigen Rechtsnormen unterstützt. Das Innen-, Justiz- sowie das Gesundheitsministerium sind im ständigen Informationsaustausch und fortlaufend mit dieser Thematik befasst. Ziel ist es, dass einerseits der illegale Handel mit Suchtmittel verfolgt, aber anderseits die jeweiligen Konsumentinnen und Konsumenten nicht kriminalisiert werden.

Gesundheitsbezogene Maßnahmen sind am zweckmäßigsten, wenn sie schon in einem frühen Stadium der Abhängigkeit/Konsums eingesetzt werden. Dies ist wichtig, da die Dauer des Suchtmittelmissbrauches erheblich auf das Therapieverhalten und die Erfolgswahrscheinlichkeit Auswirkungen hat. Durch die nunmehrige Vollzugspraxis kann eine rasche Reaktion der Gesundheitsbehörde gewährleistet und einer wie von Ihnen kritisierte Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten entgegengetreten werden.

Zu Ihren Angaben, Cannabis führe zu strafrechtlichen Verurteilungen und Führerscheinentzug, sei festgehalten, dass der reine Konsum von Cannabis oder cannabinoiden Medizinprodukten keinen Führerscheinentzug nach sich zieht, sofern durch den Konsum dieser Produkte keine Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit resultiert. Im Unterschied zu Deutschland, wo die Grenzwertverordnung bei Suchtgiften gilt, wird in Österreich die Beeinträchtigung durch Suchtmittel von einem Arzt festgestellt. Der reine Besitz oder das Vorfinden von Cannabis führt also nicht automatisch zu einem Entzug der Lenkberechtigung.

Laut der gültigen Gesetzeslage darf ein Arzt Substanzen aus dem cannabinoiden Bereich für medizinische Zwecke verschreiben. Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten über die korrekte Einnahme aufzuklären. Ebenso dürfen auch vergleichbare Schmerzmittel aus der Morphinreihe verordnet werden. Allerdings ist es nicht gesetzeskonform, eigens hergestellte Substanzen (sei es nun selbst angebautes Marihuana oder Schlafmohn) zu konsumieren.
Aus medizinischer Sicht stehen eine Reihe (legaler) Alternativen zu Cannabis oder cannabinoiden Substanzen zur Verfügung, die erfolgreich in der Schmerztherapie angewendet werden.

Die in dem Schreiben angeführten Vorteile bei der Legalisierung von Cannabis können aus polizeilicher Sicht nicht nachvollzogen werden.

Es darf darauf hingewiesen werden, dass die bestehenden Verbote nicht als reine Strafsanktionen des Staates gesehen werden sollen, sondern vor allem zum Schutz der Gesellschaft dienen.

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehenden Informationen behilflich gewesen zu sein und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Für den Bundesminister:
MR Mag. Franz Baumgartner, MSc MSc

Hanf-Institut: Alle Fakten sprechen für legales Cannabis

Warum in der österreichischen Cannabis-Diskussion weiterhin alle wissenschaftlichen Fakten ignoriert und die Erde per Gesetz weiterhin zur Scheibe dekretiert wird, ist dem Hanf-Institut angesichts der eindeutigen Faktenlage unverständlich.

Der Verweis auf eine nicht ausreichende wissenschaftliche Faktenlage durch das Gesundheitsministerium geht laut dem Hanf-Institut ins Leere: „Allein seit 21012 wurden über 4.000 medizinische Studien zu Cannabis veröffentlicht, die ausnahmslos die breite Heilwirkung dieser ungiftigen Pflanze bestätigen“, sagte Obmann Toni Straka zur Antwort der Gesundheitsministerin.

Die bisher in Österreich erlaubten Cannabis-Medikamente gingen zudem am Bedarf der Patienten vorbei, sagte Straka: „Ausnahmslos alle PatientInnen, die natürliche Blüten und diese sündhaft teuren Medikamente – THC aus der Apotheke kostet mindestens 10mal soviel wie Blüten am Schwarzmarkt – vergleichen konnten, bevorzugen das ganz normale Gras oder die daraus gewonnenen Konzentrate, die alle Cannabinoide der Hanfpflanze enthalten.“

Auch seitens der Exekutive hofft das Hanf-Institut auf Berücksichtigung des neuen Faktenlage seit der Legalisierung im US-Bundesstaat Colorado.  „Bisherige Erfahrungen in den USA seit der Legalisierung in mehreren Bundesstaaten zeigen eindeutige Verbesserungen in allen Bereichen. Entgegen der Befürchtungen der Legalisierungsgegner sanken seither Kriminalität, tödliche Verkehrsunfälle aber auch der Cannabis-Konsum von Jugendlichen“, kommentierte Straka die Antwort des Innenministeriums.

Auch internationale Konventionen stehen einer Legalisierung nicht entgegen, wie es gerade die USA verdeutliche, wo schon in mehr als der Hälfte aller Bundesstaaten als Heil- oder Genussmittel erhältlich ist. „Diese Konventionen besagen vielmehr, dass der Staat für eine ausreichende medizinische Versorgung mit den angeführten Substanzen zu sorgen hat“, sagte Straka.

Gerade auf internationaler Ebene bewegt man sich rasch auf eine Entkriminalisierung der weltweit verbreiteten Hanfpflanze vor. Die Commission on Narcotic Drugs (CND) kehrte im vergangenen November von einem Treffen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO mit den Neuigkeiten zurück, dass Cannabis reklassifiziert werden soll (PDF).

Auch auf nationaler Ebene wird die Legalisierungs-Diskussion nach Ansicht des Hanf-Instituts nicht mehr lange auf überkommenen Mythen beruhen. „Ein Viertel der ÖsterreicherInnen hat schon Erfahrungen mit Cannabis gehabt und weiss daher um die Unschädlichkeit dieses Heil- und Genussmittels“, sagte Straka. Nicht zuletzt wird dabei die Kostenfrage angesichts einer älter werdenden Bevölkerung und rapide steigender Krebserkrankungen an Bedeutung gewinnen. „Cannabis wird mittlerweile von der Pädiatrie bis zur Geriatrie breit angewendet und erleichtert bei vielen Krebskranken die Nebenwirkungen konventioneller Therapien. Diesen Menschen weiterhin ein wirksames Heilmittel auf Basis einer veralteten dogmatischen Drogenpolitik vorzuenthalten grenzt für uns an Folter. Es darf daher nicht verwundern, wenn sich die Betroffenen für illegales Überleben statt für den gesetzeskonformem Tod entscheiden“, sagte Straka abschliessend.