Medical Cannabis wird in Österreich salonfähig

Wien, 10. August 2018 – Wir sind im Jahr 2018 – und plötzlich sind alle Befürchtungen über eine rückschrittliche Cannabis-Politik in Österreich wie weggeblasen. Was bisher noch undenkbar erschien, ist jetzt plötzlich offzielles Thema in allen Parteien. Ein einstimmiges Ersuchen an Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein, die Zulassung des Vertriebs von Medizinalhanf-Blüten durch die Apotheken bis 1. Jänner 2019 zu prüfen, mag zwar nicht sofort einen Verkaufsstart ermöglichen, die in dieser Zeit stattfindenden internationalen Schritte lassen aber jetzt schon zumindest eine positive Ausrichtung dieses Berichts erwarten.

Neben länderspezifischen Liberalisierungsmassnahmen – so wird jetzt auch Portugal Medical Cannabis legalisieren – wird vor allem eine für Dezember 2018 angekündigte erstmalige Neu-Untersuchung von Cannabis nach mehr als 80 Jahren durch die Vereinten Nationen mit Spannung erwartet. Hier ist wohl die Empfehlung zu erwarten, dass die einzelnen Staaten den legalen Zugang zur Heilpflanze Hanf für PatientInnen ermöglichen sollen.

Diese positive Erwartung wird von über 17.000 medizinischen Studien zur Heilpflanze Hanf mittlerweile und die fast durchwegs positiven Erfahrungsberichte aus jenen fast 40 Staaten, wo PatientInnen schon legal Medical Cannabis verwenden können, getragen.

Alle Erfahrungen, insbesondere in den USA seit der Legalisierung von Cannabis als Heilmittel, beweisen seither, dass alle anfänglichen Befürchtungen nicht nur nicht eingetroffen sind, sondern oft das Gegenteil passierte.

In Colorado reduzierten sich seit der Legalisierung die allgemeine Kriminalität, tödliche Autounfälle, der Alkoholkonsum in der Bevölkerung und der Drogenkonsum bei Minderjährigen. Gleichzeitig spült die regulierte Branche hunderte Millionen Dollar in das Budget und schuf bisher über 40.000 Arbeitsplätze allein in Colorado. In den USA ist die Cannabis-Industrie mittlerweile seit drei Jahren die am stärksten wachsende Branche überhaupt.

Aus Sicht des Hanf-Instituts sind durch eine Legalisierung von Cannabis allein als Heilmittel enorme Einsparungen hohe Steuereinnahmen im Millionenbereich möglich, die kurzfristig umgesetzt werden können.

Im Sinne einer bürgernahen Politik für die schwächste Gruppe in unserer Gesellschaft, den Kranken, setzen wir uns für den Einsatz von natürlichem Cannabis als Heilmittel ein.

Heilpflanze Hanf ist keine Chemikalie

Im mittlerweile jahrzehntelangen Trend zur Natur und biologischer Lebensweise blüht auch der Medizinalhanf ungeachtet der Gesetzeslage zu seiner früheren Strahlkraft auf. Die Gesellschaft hat längst erkannt, dass Produkte aus den Pharmaküchen praktisch ausnahmslos zu schweren Nebenwirkungen führen kann – die ironischerweise oft durch Medical Cannabis gelindert werden!

Nachdem die bisherige Cannabis-Politik seit der Erkenntnis, dass Hanf über 500 (ungiftige!) Wirkstoffe enthält, vor allem durch die Bemühungen der Pharma-Industrie in eine Umstilisierung der ältesten Heilpflanze der Welt zu einer Chemikalie zu münden drohte, muss hier eine Rückbesinnung stattfinden. Dies muss aber auch zu vernünftigen Kosten möglich sein. Das deutsche Modell erweist sich in Europa mit Grammpreisen von 24 Euro und Versorgungs-Engpässen als nicht ideal. In Grossbritannien errechnete der UK Cannabis Social Club einen ‚Fair Trade‘ Preis von rund 5 Euro je Gramm.

Hanf wird seit über 3.000 Jahren erfolgreich als vielfältiges Hausmittel bei vielen Krankheiten und Schmerzen angewendet.

So soll es auch raschest möglich in den nächsten 3.000 Jahren sein.

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