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Österreich bastelt neue Cannabis-Regelungen – Solo-Rückschritt wird kaum möglich sein

Wien, 14. September 2018 – Die österreichische Regierung schreckte bald nach ihrer Konstituierung mit der Ankündigung eines Verkaufsverbots für Hanfsamen und Stecklinge auf. Damit wäre Österreich das einzige Land weltweit, in dem bei der Cannabis-Liberalisierung der Rückwärtsgang eingelegt wird. Wir beleuchten, ob und wie so ein Rückschritt überhaupt möglich ist und welche Alternativen es gibt.

Historisch hat Medical Cannabis eine lange Tradition in Österreich. Schon Kaiserin Maria Theresias Leibarzt Gerard van Swieten verschrieb der 16-fachen Mutter eine Cannabis-Tinktur für Schmerzen „und allgemeine Leiden aller Art“. Vor rund 100 Jahren gab es in Österreich Zigaretten mit Haschisch zu kaufen, die damals türkische Zigarette genannt wurden. In der Monarchie war Österreich-Ungarn nach Russland der zweitgrösste Produzent von Nutzhanf im Gebiet des früheren Siebenbürgen.

Erst 1958 wurde die Cannabis-Produktion und die Nutzung der Pflanze generell gesetzlich untersagt.

Diese Phase, in der leider auch viel Wissen über die wohl vielfältigst verwendbare Pflanze überhaupt verloren ging, endete erst 1995 mit dem EU-Beitritt Österreichs. Ab diesem Zeitpunkt war der Anbau von Nutzhanf aufgrund der übergeordneten EU-Regelungen wieder legal.

Den Grund dafür lieferte die Besonderheit der Pflanze, dass sie erst in der Blüte beginnt, das psychoaktive Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) auszubilden – und nur dieser Wirkstoff bzw. seine Vorläufer THCA (THC-Säure) wurden illegalisiert, damit der Anbau von Nutzhanf – Cannabis ruderalis – wieder möglich wurde. Dies schuf die Grundlage für den Verkauf von zuerst Samen und dann auch Hanfstecklingen.

Schon bald eröffneten die ersten Hanfshops, die Samen und Gerätschaft zum Anbau verkauften. Da Samen kein THC enthalten und Pflanzenlampen für alle möglichen Pflanzen verwendbar sind, überstanden die Pioniere die damalige Verfolgung durch Justiz und Exekutive mit gerichtlichen Blessuren, konnten aber ihre Geschäfte fortsetzen und legten damit den Grundstein für den seither ungebrochenen Cannabis-Boom. Zurzeit wandern etwa 300.000 Stecklinge und wohl ebensoviele Hanfsamen pro Monat in Österreich über die Ladentheken, schätzt das Hanf-Institut.

Die grosse Erleichterung und damit ein Ende der behördlichen Verfolgung kam mit der Novelle des Suchtmittelgesetzes (SMG) 2008, mit dem vorherige Unsicherheiten bezüglich des Verkaufs von Stecklingen ausgeräumt wurden. Seither betont das SMG den Vorsatz der „Suchtmittelgewinnung“, die aber der aktuellen Rechtssprechung zufolge erst bei der Trennung der Blüten vom Stamm verwirklicht wird.

Seither boomt auch die Hanfbranche in Österreich. Aus einer Handvoll von Hanfshops entwickelte sich mittlerweile ein flächendeckendes Netz, das sich bis in kleine Dörfer erstreckt. Eine mittlerweilige dreistellige Zahl von Equipment- und Stecklingsfachgeschäften beschäftigt eine vierstellige Zahl von Mitarbeitern.

Vom Hippie-Kraut zur Heilpflanze

Die Wiederentdeckung von Hanf als Heilpflanze führte vor allem in den vergangenen drei Jahren zu einer deutlichen Veränderung der stark wachsenden Käuferschicht. Shop-Betreiber berichten unisono, dass sich ihre Kundschaft demografisch nicht mehr isolieren lässt und vom Anwalt über den Pensionisten bis zu Müttern reicht. Das einstige ‚Hippie-Kraut‘ wird zunehmend wegen seiner gesundheitlichen Aspekte nachgesucht.

Dazu trug auch die Entdeckung von Cannabidiol (CBD) bei. Diesem Cannabinoid werden noch mehr gesundheitlich vorteilhafte Wirkungen als THC zugeordnet. In Österreich tauchte CBD erstmals bei der Hanfmesse Cultiva in Form von CBD-Öl auf, das aufgrund eines THC-Gehalts von unter 0,3 Prozent legal ist.

CBD-Regulierung

CBD wurde im Rahmen der SMG-Novelle von der Vorgängerregierung am 1. November 2017 erstmals reguliert. Seither ist der Verkauf von CBD-dominanten Blüten und Produkten aus CBD so geregelt, dass sie als Aromatherapie erhältlich sind.

Dies führt derzeit zu einem Boom an Anbietern. Kaum eine Woche, in der nicht ein neuer, auf CBD- und andere Hanfprodukte spezialisiertes Geschäft aufsperrt.

Doch die aktuelle österreichische Regierung sorgte mit der Ankündigung eines neuerlichen Verkaufsverbots von Hanfsamen und Stecklingen für Aufruhr bei Konsumenten und Händlern.

Entgegen aller internationaler Trends – weltweit und vor allem in Europa liberalisieren mehrere Dutzend Staaten medizinisches Cannabis für PatientInnen, jüngste Beispiele sind Luxemburg, Malta und Norwegen – wäre dies ein Rückschritt, der nur zur Stärkung des Schwarzmarkts führen würde. In Österreich wären davon rund eine Million Menschen betroffen.

„Österreich hat mit der aktuellen Gesetzeslage den Schwarzmarkt mit all seinen Nachteilen wie Verunreinigungen et cetera erfolgreich eingedämmt. Statt vom unbekannten profitorientierten Dealer versorgt sich der überwiegende Teil der HanffreundInnen und PatientInnen bei einem Freund mit grünem Daumen. Damit ist wohl die effektivste Qualitätskontrolle garantiert“, kommentiert Hanf-Institutsvorstand Toni Straka den status quo.

Ein Blick in jene Länder, wo Cannabis als Heil- und zum Teil auch als Genussmittel legalisiert wurde, zeigt ausschliesslich Verbesserungen bei Kennzahlen wie etwa dem sinkenden Anteil jugendlicher Konsumenten, einem Rückgang der Drogenkriminalität, sprudelnden Steuereinnahmen und sinkendem Alkoholkonsum.

Wie geht es weiter?

Der einstimmige Beschluss des Parlaments, dass Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein bis 1. Jänner 2019 die Zulassung von Cannabis in den Apotheken prüfen muss, lässt die Branche spekulieren, wie es weiter geht.

Harry Schubert, Gründer der Cultiva-Hanfmesse und des Bushdoctor, die am 12. Oktober bereits zum elften Mal ihre Pforten in der Pyramide Vösendorf öffnen wird, glaubt, dass es schwierig wird, bis Jänner einen umfassenden Bericht zusammenzustellen. „Das sind plakative Forderungen und der Nutzhanf wird sich aufgrund der EU-Regelungen nicht verbieten lassen“, sagte Schubert. Er glaubt, dass sich Österreich (am nicht funktionierenden) Modell Deutschlands orientieren wird.

Wie weit dies möglich ist, bleibt angesichts der mittlerweile unüberschaubaren Vielfalt von Cannabis-Sorten und den daraus herstellbaren Konsumationsformen offen. In Deutschland positionieren sich einstweilen die Pharma-Giganten für das Zukunftsbusiness Cannabis.

UN evaluiert Cannabis erstmals seit fast 60 Jahren

Die Gesundheitsministerin wird generell auf internationale Veränderungen Bedacht nehmen müssen. Die UN haben für November die erste Neubewertung von Cannabis angekündigt. Nachdem eine Evaluierung von CBD zu dem Resultat kam, dass dieses Cannabinoid ‚unbedenklich‘, bestehen berechtigte Hoffnungen, dass im November auch die Dämonisierung von Cannabis ein Ende haben könnte. Diese Einschätzung kann sich auf mittlerweile weit über 17.000 medizinische Studien zu Cannabis stützen, die samt und sonders positiv sind.

CBD als ‚Novel Food‘

Auch Schubert sieht Cannabis, eine von rund 28.000 Heilpflanzen, im SMG falsch angesiedelt. Er schätzt, dass sich hier im Rahmen der für 2019 geplanten grossen Strafrechtsreform etwas tun wird. Sollten sich die aktuellen Gerüchte bestätigen, plant Österreich zunächst die Einstufung von CBD als ‚Novel Food‘. Damit unterläge CBD dem Lebensmittelgesetz. Derzeit sind CBD-Blüten ausserdem als landwirtschaftliches Urprodukt kategorisiert, während CBD-Produkte ungeregelt sind.

Ähnliches erhoffen sich Aktivisten auf für THC und die Pflanze insgesamt. „Hanföl ist schon jetzt im Lebensmittelgesetz geregelt. Das sollte für die gesamte Pflanze gelten, die nachweislich bei richtiger Anwendung unschädlich ist“, sagte Straka und ergänzte, „dass doch niemand im Ernst etwas dagegen haben kann, wenn man sich die Gesundheit am Fensterbankl anbaut.“

Grösstes Wachtsumssegment in der Branche sind seit einiger Zeit Senioren, die sich über die Heilpflanze Cannabis informiert haben und diese als Alternative zu herkömmlichen medikamentösen Therapien einsetzen.

Bushdoctor-Boss Schubert erhofft sich eine pragmatische Lösung, die die Realität anerkennt, dass rund 50.000 ÖsterreicherInnen sich ihr Cannabis am liebsten selbst anbauen. Seine Erwartungen sind etwas tiefer gesteckt: „Ich erwarte, dass es einen Fortschritt bei Cannabis als Medizin geen wird und sonst alles beim Alten bleibt.

Pessimistischer ist ein anderer grosser Shop-Betreiber, der ungenannt bleiben möchte. „Ich befürchte, dass eine Lösung herauskommen wird, wo grosse Pharma-Firmen die heimischen Klein- und Mittelbetriebe aufkaufen oder verdrängen werden“, sagte der Hanfhändler, der nicht namentlich genannt werden will.

International bewegt das Gerangel um die besten Startplätze im Canna-Business Milliarden. Im August gab der US-Bierbrauer Corona bekannt, beim weltgrössten Hanfproduzenten Canopy Growth um vier Milliarden US Dollar einzusteigen, um Cannabis-Drinks zu produzieren.

In Österreich verschärfte die neue Regierung die Verfolgung von Cannabis-Vergehen, wobei sie allerdings nur wenige kommerzielle Hanfgärten aushob. Von rund 28.000 Cannabis-Anzeigen betrafen gerade einmal 133 Anlagen mit mehr als 50 Pflanzen.

„Die gesetzliche Verfolgung des einzigen opferlosen Verbrechens im österreichischen Strafrecht kostet den Staat nach unseren Schätzungen rund 430 Millionen Euro, denen gerade einmal beschlagnahmtes Cannabis im Wert von 20 Millionen Euro gegenübersteht“, kritisierte Straka die teure Prohibitionspolitik eines unschädlichen Heil- und Genussmittels.

Liegt es mittlerweile viele Jahre zurück, dass Hanfshops Besuch von der Polizei bekamen, sind nach den Informationen des Hanf-Instituts im laufenden Jahr zwei Geschäfte mit Behördenärger. Zumindest ein Fall lässt sich mit Übereile erklären. Daniel Sikler, Gründer von Grow Island in Wien-Leopoldstadt, erzählt von der Beschlagnahme von 50 Mutterpflanzen: „Ich war aber ein bisschen selbst schuld, weil wir unsere Erweiterung der Stecklingsproduktion an einem neuen Standort nicht entsprechend beschildert hatten.“ Mit dem Nachweis, dass die Pflanzen 18 Stunden täglich beleuchtet wurden, war er aber guter Dinge, dass dieses Verfahren eingestellt wird.

PatientInnen, die ihre Gesundheit mit Cannabis-Eigenanbau fördern, bleiben vorerst entspannt. „Ich baue Gras an, weil ich mir damit einige andere Medikamente und deren Nebenwirkungen erspare, sagte Bettina M. Die unter spastischen Anfällen leidende Frau entdeckte vor mehreren Jahren, welche Erleichterung ihr natürliches Cannabis verschaffen kann: „Damit sind meine Krämpfe binnen weniger Minuten verlässlich weg.“

Sie wünscht sich eine Regelung, die den Eigenanbau von Cannabis aus dem kriminellen Eck rückt. Aufgrund ihres schmalen Einkommens – wegen ihrer Erkrankung kann sie maximal Teilzeit arbeiten – wäre eine Abgabe von Cannabis über die Apotheken unleistbar, befürchtet sie. „Ich sehe das ja in Deutschland, wo das Gramm Cannabis aus der Apotheke zwischen 15 und 24 Euro kostet.“ Dem stehen Schwarzmarktpreise von acht bis zwölf Euro gegenüber. Bettina will daher nicht auf ihre Eigenproduktion für den Eigengebrauch verzichten. „Gesundheit darf doch nicht bestraft werden“, hofft sie auf lebensnahe Cannabis-Regelungen.

Wasser & Weed: 1.000 kamen zum Hanf Picknick in Wien


Wien, 7. Mai 2018 – 
Rund 1.000 HanffreundInnen folgten am 5. Mai dem Aufruf des Hanf-Instituts zu einem Hanf Picknick im Wiener Sigmund-Freud-Park. Mehrere DJs und ein kräftiges Sound System sorgten von Mittag bis 22 Uhr für beste Stimmung. Zum Chillen im Park verteilte das Hanf-Institut CBD-Hanf Kostproben und für den Hunger gab es CBD-Brownies. Das schon bei mehreren Veranstaltungen erfolgreiche Alkoholvermeidungskonzept mit einer kostenlosen Wasserbar wirkte sich auch an dem Tag mit Kaiserwetter gut aus.

Mehrere Redner sprachen sich für ein Ende der Kriminalisierung aus. Hanf-Institutsobmann Toni Straka wies in seinem Statement darafhin, dass neben des Augenmerks auf Medical Cannabis auch nicht die Bedürfnisse der 90Prozent Genussraucher vergessen werden dürften. Immer noch ist Cannabis-Besitz in Österreich ein strafrechtliches Delikt.

Wasserbar & Weed beim Hanf Picknick

Wasser statt Bier sorgte für gute Stimmung

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TERMINAVISO: Hanf-Picknick am 5. Mai im Sigmund-Freud-Park

Wien, 3. Mai 2018 – Nach der Absage des alljährlichen Hanfwandertags durch den bisherigen Veranstalter laden das Hanf-Institut und der Verein mirkollektiv sowie weitere Aktivisten-Organisationen zum Hanf-Picknickam Samstag, den 5. Mai von 13 bis 22 Uhr im Wiener Sigmund-Freud-Park.

„Weltweit geht der Trend in Richtung Cannabis-Legalisierung als wirksames Heil- und schadstoffarmes Genussmittel. Dem wird sich auch die österreichische Regierung nicht verschliessen können. Das Motto ‚Unsere Wahl – Hanf legal‘ ist daher aktueller denn je“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka und hofft, dass zahlreiche HanffreundInnen ihrer Forderung nach Entkriminalisierung im Rahmen eines gemütlichen Samstags-Protests folgen werden.

Das Hanf-Picknick beginnt um 13 Uhr im Sigmund-Freud-Park in Wien-Alsergrund neben der Hauptuni Wien und bietet ein abwechslungsreiches Musik-Potpourri für jeden Geschmack.

Als Redner werden Toni Straka, Hanf-Institutsobmann, Gaby Kozar, Chairwoman ENCOD, Paul Burger von den Junos sowie Stella Witt (Plastic Planet) und Elli Ener Jelli von der Psycedelic Society auftreten.

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Das Cannabis Krankheitslexikon

Wien, 10. März 2018 – Das Hanf-Institut hat hier eine Liste von rund 250 Krankheitsbildern erstellt, bei denen Cannabis Heilmittel erster Wahl ist.

Abgeleitet von „Dr. Tod H. Mikuriya’s List“ aus dem Jahr 2004. Kurz danach trat er von seinem Amt als oberster Mediziner der US-Drogenbehörde DEA zurück.

Dr. Mikuriya wird auch damit zitiert, dass er Cannabis für eines der sichersten Heilmittel überhaupt hält.









Legale CBD-Blüten im Hanf-Institut erhältlich

Wien, 19. Dezember – Wir haben wieder genug legale CBD-dominante Blüten für Interessierte abzugeben.

Mit 0,16 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) und 3,76 Prozent Cannabidiol (CBD) sind die Blüten als Hanftee in Österreich legal. Mit limonigem Duft und ohne Samen oder sonstige Verunreinigungen ein Genuss auf allen Ebenen und für alle Sinne.

Die Kostproben sind gegen eine Spende von 75 Euro im Hanf-Institut in 1230 Wien, Klostermanngasse 16 erhältlich. Wir geben nur an Cannabis-Patienten ab. Keine Wiederverkäufer.

Optional verschicken wie sie für weitere 8 Euro Versandspesen in Österreich.Wir akzeptieren Überweisungen oder Kartenzahlung. Für Versand in der EU addieren Sie bitte 13 Euro Versandspesen.

Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Vereinkonto

Hanf-Institut
IBAN: AT46 2011 1825 3904 6500;
BIC: GIBAATWXXX
Verwendungszweck: CBD-Spende

oder klicken Sie den PayPal Button.



Zu den Baggies gibt es natürlich eine Analyse, die die Legalität dieser Blüten bestätigen.

Bei Interesse bitte das untenstehende Kontaktformular ausfüllen  oder Tel.: 0676 6966 664

 

3 Sorten legales CBD Haschisch erhältlich

Wien, 2. November 2017 – Im Hanf-Institut gibt es ab sofort CBD-Hasch mit weniger als 0,1% THC. 10 Gramm sind für jeweils 90 Euro Spende (plus 8/13 € Versand) zu haben. Es gibt

  • Amnesia mit 6,1% CBD, 0,08% THC
  • Candy Jack mit 7,2% CBD, 0,09% THC
  • OG Kush mit 5,75% CBD, 0,01% THC

Abholung im Hanf-Institut und Postversand möglich.

Für Ihre Spende von 90 Euro können Sie im Hanf-Institut in Wien Liesing, Klostermanngasse 16 10 Gramm dieses Pollen-Haschisch abholen. Für eine 50-Eureo-Spende gibt es 5 Gramm CBD Pollen Haschisch. Wir haben werktags von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

Für den Postversand bitte 8 Euro addieren. Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Vereinkonto

Hanf-Institut
IBAN: AT46 2011 1825 3904 6500
BIC: GIBAATWXXX
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Zur rechtlichen Lage von CBD-Anbau in Österreich

Wien, 21. Oktober 2017 – Der Wiener Rechtsanwalt Arthur Machac hat im Hanf-Magazin einen Artikel zur rechtlichen Situation von Cannabidiol (CBD) in Österreich verfasst, den wir hier wiedergeben:

Das Gesetzlichkeitsprinzip, welches in § 1 StGB normiert ist, ist eines der elementarsten Grundsätze des österreichischen Strafrechts. Es garantiert, dass ein Verhalten, welches keinem gesetzlichen Tatbestand zugeordnet werden kann, auch nicht verurteilt werden darf. Diesen essenziellen Grundsatz im Hinterkopf behaltend, analysiert der nachfolgende Artikel die strafrechtliche Relevanz bezüglich des Umgangs mit dem Wirkstoff Cannabidiol (in der Folge CBD genannt). Im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen in Verbindung mit Suchtgiften ist das SMG (Suchtmittelgesetz), subsidiär dazu das NPSG (Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetz) einschlägig, welche bestimmten Verhaltensweisen, wie Erwerb, Besitz, Erzeugung, Beförderung, Einfuhr, Ausfuhr, Anbieten, Überlassen oder Verschaffen einer tatbestandstauglichen Substanz unter Strafe stellen.

Dazu stellt sich die Vorfrage, ob CBD überhaupt „Suchtgift“ im Sinne des Gesetzes ist und sohin von den genannten Beschränkungen erfasst wird oder nicht. § 2 SMG verweist hierzu auf die Suchtgiftkonvention der Vereinten Nationen, sowie auf die Suchtgiftverordnung (SV). § 3 SMG enthält einen entsprechenden Hinweis für die Definition von „Psychotropen Stoffen“ und nennt die Psychotropenverordnung (PV). Festgehalten werden kann an dieser Stelle bereits, dass der Wirkstoff CBD in keiner dieser Verordnungen genannt ist, weshalb weder eine Strafbarkeit nach den §§ 27-28a SMG, noch gemäß §§ 30-30b SMG begründet werden kann. Denkbar wäre eine strafrechtliche Verfolgung letztlich aufgrund des NPSG – schließlich weist CBD durchaus eine psychoaktive Wirkung auf – doch scheitert eine Strafbarkeit erneut an der entsprechenden Verordnung, da auch diese (NPSV) den Wirkstoff CBD nicht beinhaltet. Hanfpflanzen enthalten neben CBD bekanntlich auch andere Wirkstoffe, wie zum Beispiel Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), welche sehr wohl „Suchtgift“ im Sinne der Suchtgiftverordnung sind.

Der Anbau von Cannabispflanzen zum Zwecke der Suchtgiftgewinnung ist dem Gesetzeswortlaut zufolge (gemäß § 27 Abs 1 Z 2 SMG) in Österreich jedenfalls verboten. Umgekehrt könnte man nun sagen, dass der Anbau zum Zwecke der Gewinnung von CBD erlaubt ist, da es sich hierbei gerade um kein Suchtgift handelt und sohin nicht von § 27 Abs 1 Z 2 SMG erfasst ist. Klarstellend ist hinzuzufügen, dass der Anbau von Hanfpflanzen per se zwar nicht verboten ist, allerdings gewisse Beschränkungen erfährt, da Cannabis (Marihuana) selbst in der Suchtgiftverordnung genannt ist, und zwar versteht diese darunter die Blüten- oder Fruchtstände der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen, denen das Harz nicht entzogen ist, wobei es diesbezüglich wiederum eine Ausnahme von der Strafbarkeit gibt.

Diese fordert gemäß Anhang I zur SV nachfolgende Voraussetzungen:

I.1. Stoffe und Zubereitungen gemäß § 2 Abs. 1 Suchtmittelgesetz:

I.1.a. Folgende Drogen und daraus hergestellte Extrakte, Tinkturen und andere Zubereitungen:

Cannabis (Marihuana)
Blüten- oder Fruchtstände der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen, denen das Harz nicht entzogen worden ist.

AUSGENOMMEN SIND

jene der Verwendung für gewerbliche Zwecke dienenden Blüten- und Fruchtstände jener Hanfsorten, die
im gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten gemäß Artikel 17 der Richtlinie 2002/53/EG des Rates vom 13. Juni 2002, ABl. Nr. L 193/2002 S. 1, oder in der österreichischen Sortenliste gemäß § 65 Saatgutgesetz 1997, BGBl. I Nr. 72/1997, in der geltenden Fassung, angeführt sind und deren Gehalt an Tetrahydrocannabinol 0,3 % nicht übersteigt, sofern ein Missbrauch als Suchtgift ausgeschlossen ist, sowie die nicht mit Blüten- oder Fruchtständen vermengten Samen und Blätter der zur Gattung Cannabis gehörenden (Anm.: richtig: gehörenden) Pflanzen.

In der Saatgutliste 2017 ist, anders als es noch 2016 der Fall war, im Gegensatz zum gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten keine Cannabispflanze genannt. Der gemeinsame Sortenkatalog enthält aktuell 58 verschiedene Cannabispflanzen.

Der Anbau von Cannabis zur Suchtgiftgewinnung ist letztlich der AGES Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH gemäß § 6a SMG – siehe dazu VfGH vom 24.11.2016, G 61/2016 – vorbehalten. Momentan ist in der Praxis zu beobachten, dass die Behörden sehr rigide gegen die Verbreitung bzw. den Verkauf von CBD-Pflanzen vorgehen. Der Vertrieb von einem zumindest sehr cannabisähnlichen Produkt über das Internet wird vom österreichischen Staat nicht gerade befürwortet. Um ganz sicher zu gehen, nicht die Grenze vom legalen Anbau zur Strafbarkeit nach dem SMG zu überschreiten, ist daher umfangreiche juristische Dokumentation notwendig. Weiters sollten zumindest Laborergebnisse vorliegen, welche darlegen, dass die Pflanzen nicht mehr als 0,3 % THC enthalten, und ist die Einholung eines qualifizierten Rechtsgutachtens – zumindest einer fundierten Rechtsberatung bei einem Experten im Vorfeld sinnvoll und jedenfalls anzuraten.

CBD Pollen-Haschisch im Hanf-Institut erhältlich

Wien, 20. Oktober 2017 – Im Hanf-Institut ist ab sofort THC-armes Haschisch mit 8 bis 12 Prozent CBD (Cannabidiol) Gehalt erhältlich. Der THC-Gehalt liegt unter 0,3 Prozent.

Für Ihre Spende von 90 Euro können Sie im Hanf-Institut in Wien Liesing, Klostermanngasse 16 10 Gramm dieses Pollen-Haschisch abholen. Für eine 50-Eureo-Spende gibt es 5 Gramm CBD Pollen Haschisch. Wir haben werktags von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

In Österreich versenden wir auch. Für den Postversand bitte 8 Euro addieren. Bitte überweisen Sie den Betrag auf unser Vereinkonto

Hanf-Institut
IBAN: AT46 2011 1825 3904 6500
BIC: GIBAATWXXX
Verwendungszweck: CBD-Spende

oder klicken Sie den PayPal Button zur Bezahlung mit PayPal oder Bankkarten.

 




 

Weitere Informationen: info@hanfinstitut.at oder bitte das untenstehende Kontaktformular ausfüllen oder Tel.: 0676 6966 664

 

Nach Protesten – Keine Verschlechterungen für Cannabis im Suchtmittelgesetz

Wien, 28. Juni 2017 – Das österreichische Parlament hat am Mittwoch in der letzten Sitzung vor der Sommerpause eine stark gekürzte Novelle des Suchtmittelgesetzes (SMG) beschlossen. In dem neuen Gesetzesantrag, der einstimmig beschlossen wurde, fehlten alle im Gesetzesentwurf beabsichtigten Verschlechterungen, die den nicht psaychoaktiven Wirkstoff Cannabidiol (CBDI betrafen. Beschlossen wurden lediglich Änderungen in der Substitutionsbehandlung von Opiat-Abhängigen.

Das Hanf-Institut hatte zusammen mit der Arge Canna Ende Mai als Protest gegen den Gesetzesentwurf die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative eingereicht, die noch zumindest bis Jahresende auf der Webseite des österreichischen Parlaments online unterzeichnet werden kann. Die Bürgerinitiative strebt einen möglichst ungehinderten und vor allem straflosen Anbau von Cannabis für PatientInnen mit entsprechender medizinischer Indikation an.

Das Hanf-Institut hatte zum ursprünglichen Gesetzesentwurf diese Stellungnahme abgegeben und alle dadurch auftauchenden Probleme wie etwa teurere Kosten für die PatientInnen kritisiert. Hanf-Institutsobmann Toni Straka sagte am Mittwoch:“Mit der geplanten Novelle hätte man Cannabis zur Chemikalie hochstilisiert. Es ist und bleibt aber eine von 28.000 ungiftigen Heilpflanzen und muss daher auch vom Gesetzgeber so behandelt werden. Dankenswerterweise hat Österreich jetzt keine allen weltweiten Trends widersprechenden Massnahmen gesetzt.“

Stellungnahme des Hanf-Instituts zu den Entwürfen für die Novellen zum Suchtmittelgesetz (SMG) und zur Suchtgiftverordnung (SV)

Wien, 19. Mai 2017 – Das Hanf-Institut hat diese Stellungnahme zur SMG-Novelle abgegeben.

Sehr geehrte Damen und Herren!
Generelle Erläuterungen zu Cannabis:

Cannabis Sativa ist eine in unseren Breiten natürlich vorkommende Pflanze und mit seinem für die lokalen Sorten typischen sehr geringen THC-Gehalt heute zwar relativ selten, aber geografisch durchaus weit verbreitet (Vogelhanf).

Am Schwarzmarkt gibt es hochwirksame Produkte einer sehr ähnlichen Pflanze (ein anderer Genotyp) mit THC-Werten jenseits der 20-Prozentgrenze.

THC ist der verbotene bzw. verschreibungspflichtige Stoff der aus ausnahmslos allen Cannabispflanzen gewonnen werden kann – dies wäre allerdings Suchtgiftgewinnung und ist schon nach geltendem Recht in jeder Form strafbar.

Bei einem Gehalt von unter 0,3 Prozent THC kann laut bisherigem Gesetz (das ja in Bezug auf kommerziellen Hanfanbau gut funktioniert) Suchtgiftgewinnung ausgeschlossen werden. Man bräuchte rein rechnerisch ein Kilogramm Blütenmaterial, um unter 3 Gramm THC zu erzeugen.

Zu Z 16 (Anhang I.1.a)

Der Feststellung, dass zu Cannabidiol (CBD) keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, ist zu widersprechen. Auf der öffentlich zugänglichen Webseite PubMed https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed des National Institute of Health sind aktuell 1.722 Studien speziell zu Cannabidiol und 16.394 wissenschaftliche Arbeiten zu Cannabis als Heilmittel abrufbar.

Keine dieser Studien stellte eine toxische, sehr wohl aber fast alle eine therapeutische Wirkung von Cannabis allgemein und CBD speziell fest. CBD wird dabei unter unzähligen anderen Krankheitsbildern vor allem im Zusammenhang mit Schmerzen, Angstzuständen, Krebs und Schizophrenie als positiv wirkend genannt. Keine einzige Studie konnte bei CBD eine gesundheitsschädigende Wirkung in Form unerwünschter Nebenwirkungen feststellen.
Jüngste Studien bestätigen die hohe Effizienz von CBD bei Epilepsie-Patienten, die in Österreich bisher nur in anekdotischer Form vorliegen.

CBD hilft auch bei der Eindämmung der Nikotinsucht. Eine Studie des University College London kam zum Ergebnis, dass Nikotinsüchtige ihren Konsum binnen kurzen um 40 Prozent reduzierten. Anekdotische Erfahrungsberichte aus Österreich dokumentieren eine Senkung des Tabakkonsums zwischen 40 und 100 Prozent.

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bekanntgegeben, dass noch 2017 in einer Studie der medizinische Wert der Hanfpflanze erstmals nach 82 Jahren reevaluiert wird. Alle bisher vorliegenden Studien vor allem aus den USA und Israel sprechen der Cannabis-Pflanze hohen therapeutischen Nutzen bei mittlerweile über 250 Krankheiten zu.

Die Klassifizierung von Cannabis als Suchtgift in den internationalen Konventionen von 1961 ist seit der Entdeckung des menschlichen Endocannbinoidsystems im Jahr 1995 durch den israelischen Forscher Professor Raphael Mechoulam umstritten.

Die vorgesehenen Änderungen der Suchtgiftverordnung mögen zwar die Suchtmittel-Rechtslage pro futuro unmissverständlich verdeutlichen, gehen aber an den wissenschaftlichen Erkenntnissen in puncto Cannabis der vergangenen 22 Jahre vorbei. Warum aber der Gesetzgeber Angst vor der natürlichen Cannabis-Blüte hat, bleibt weiterhin unverständlich.
In diese Zeit fällt neben der bereits erwähnten Entdeckung des Endocannabinoidsystems auch die Veröffentlichung einer Liste von 245 Krankheitsbildern durch den ehemaligen Chefmediziner der US-Drogenbehörde DEA, Dr. Tod Mikurya, der Cannabis für eines des sichersten Heilmittel hält.

Es handelt sich dabei um folgende Krankheitsbilder, die auch wissenschaftlich untersucht wurden:

  1. Adipositas (Fettleibigkeit – Überernährung und Bewegungsmangel)
  2. Agoraphobie (Panikstörung)
  3. akute Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  4. akute Nasennebenhöhlenentzündung
  5. Albträume (Angstträume)
  6. Alkoholdelirium (Angststörung, örtliche, zeitliche und situative Orientierungsstörungen, Halluzinationen, Verwirrtheit mit wechselndem Bewusstseinsgrad bis hin zum Koma; Unruhe, Zittern, Krämpfe, Schwitzen, Erhöhung von Puls, Blutdruck und der Atemfrequenz)
  7. Alkoholismus
  8. Alkoholmissbrauch (Abhängigkeitssyndrom)
  9. Allgemeine Gelenkschmerzen mit Gelenkverschleiß, Polyarthrose, Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung)
  10. Altersdemenz (Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten)
  11. Altersdiabetes
  12. Amblyopie (Schwachsichtigkeit, Sehstörung)
  13. Amphetaminabhängikeit
  14. Amyloidose (Stoffwechselerkrankung)
  15. Amyotrophe Lateralsklerose (degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems)
  16. Anaphylaktische Reaktion (Überempfindlichkeitsreaktion, Allergische Reaktion/Schock), (Nesselsucht, Juckreiz, Erröten, Schwindel, Kopfschmerz oder Angstzuständen, Blutdruckabfall, Tachykardie, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot)
  17. Anderweitig klassifizierte Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren eine Rolle spielen (psychosomatische Erkrankungen im engeren Sinne)
  18. Aneurysma der zerebralen Gefäße (Gehirnaneurysma, Arterienerweiterung im Gehirn)
  19. angeborene Schilddrüsenunterfunktion
  20. angeborener/vererbter Nystagmus (Augenzittern) und sonstige abnorme Augenbewegungen
  21. Angina Pectoris (Brustenge, anfallsartiger Schmerz in der Brust, durch eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Herzens) Angststörung, Phobie,
  22. anhaltende Ein- und Durchschlafstörungen, schlechte Schlafqualität (nicht erholsamer Schlaf)
  23. Ankylose eines Gelenkes (Gelenksteife)
  24. Anorexie (Appetitlosigkeit, Magersucht)
  25. Arbovirosen (Arbovireninfektion)
  26. Arthritis psoriatica (entzündliche Gelenkerkrankung bei Schuppenflechte)
  27. Asperger-Syndrom
  28. Asthma
  29. Asthmatische Bronchitis
  30. Atherosklerotische Herzkrankheiten – Verhärtung (Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in den Gefäßwänden) Atrophie blanche (Substanz- und Strukturveränderungen der Haut und Schrumpfung des Gewebes, Gefäßerkrankungsfolge)
  31. Aufmerksamkeitsdefizitsstörung (ADHS)
  32. Aufwach-Grand-mal-Epilepsie
  33. Autismus
  34. Autoimmunerkrankungen
  35. Bandscheibenschäden, -verlagerungen, -erkrankungen
  36. Bauchschmerzen bei Bauchfellentzündung (Peritonitis)
  37. Begleithepatitis (nicht viral), Leberentzündung
  38. Bindehautentzündung
  39. bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung)
  40. Bläschenhornhautentzündung
  41. Blasenentzündung, Harnleiterentzündung
  42. Bulimie (Ess-Brechsucht)
  43. Chemotherapie (Brustkrebs, Chorionkarzinom, Hodentumore, Leukämien, malignes Lymphon, Lymphknotenkrebs, Tumoren, Metastasen)
  44. Chondropathia patellae (Knorpelkrankheit der Kniescheibe, Degeneration des Knorpels)
  45. Chronische Bronchitis
  46. Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  47. Chronische Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  48. Chronische Polyarthritis, rheumatoide Arthritis (chronisch entzündliche, schubweise verlaufende Autoimmunerkrankung der Gelenke)
  49. Chronische postrheumatische Arthritis, Gelenkentzündung bei rheumatischen Erkrankungen
  50. Chronische Virushepatitis B, Chronische Virushepatitis C (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, depressive Symptome)
  51. Cluster-Kopfschmerzen
  52. Dermatitis
  53. Dermatomyositis-Polymyositis (Muskelerkrankung, -entzündung)
  54. diabetische Nephropathie (diabetische Nervenschädigung)
  55. diabetische periphere arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen und Gefäßwandversteifung) Diabetischen Nephropathie (Nierenerkrankung, Nierenversagen)
  56. Diabetischen Retinopathie (diabetische Netzhauterkrankung)
  57. Divertikulitis (Darmentzündung)
  58. Drusen der Papille (Sehnervenerkrankungen)
  59. Dumping-Syndrom nach medizinischen Maßnahmen (Sturzentleerung flüssiger und fester Nahrung )
  60. Dupuytren-Kontraktur (Fibromatose der Palmarfaszie, Bindegewebe-Erkrankung der Handinnenfläche)
  61. Durchfall (Diarrhoe)
  62. Dyskeratosis follicularis (Morbus Darier), (erbliche Hautkrankheit – Verhornungsstörung der Haut), (Juckzreiz, trockene Haut)
  63. Dysthymie (chronische depressive Verstimmung)
  64. Ehlers-Danlos Syndrom (Störungen im Bindegewebes, Collagendefekt mit Auswirkungen auf Haut (Überdehnbarkeit), Gelenke (Überbeweglichkeit), Gefäße, Muskeln, Bänder, Sehnen und innere Organe)
  65. eiternde Erkrankung/Entzündung des Dick- oder Grimmdarmes (Durchfall)
  66. Ekzem (Juckflechte), nicht-infektiöse Hautentzündung (Hautrötung, Bläschenbildung, Nässen, Krustenbildung, Schuppung)
  67. Endometriose (Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut), (Unterleibschmerzen)
  68. Enthesiopathie (schmerzhafter Reizzustand der Sehnenansätze)
  69. Entzündung des Sehnervs (Retrobulbärneuritis), (Verfall der Sehschärfe bis zum Erblinden, Kopfschmerzen)
  70. Enzephalitis (Entzündung des Gehirns, Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit bis zu Lähmungen, Sehstörungen mit Doppelbildsehen, Krämpfen, Bewusstlosigkeit, Wahrnehmungs- und Orientierungsstörungen)
  71. Eosinophilie-Myalgie-Syndrom (Multisystemerkrankung, Muskelschmerzen, Vermehrung der eosinophilen Granulozyten im Blut, Krämpfe, Hautveränderungen und allgemeine Erscheinungen wie Fieber und Schwäche)
  72. Epicondylitis (Tennisarm)
  73. Epilepsieanfälle ohne Störung des Bewusstseins
  74. Epilepsien (Krampfanfälle, Verhaltens- oder Befindensstörungen)
  75. Erbrechen
  76. erhöhter Hirndruck
  77. Erkrankung/Vergrößerung des Fettgewebes – Fettgewebshyperplasie (Fettherz, Fettgewebs-Rheumatismus)
  78. Erkrankungen des Lymphsystems und Bindegewebserkrankungen
  79. Erregungsleitungsstörungen, Herzrhythmusstörung, zu langsamer Herzschlag (Bradykardie, Bradyarrhythmie), Herzschrittmacherbehandlung
  80. Erythema multiforme (akute entzündliche Erkrankung der Haut oder Schleimhaut, Stevens-Johnson-Syndrom infekt- oder arzneimittel-allergisch bedingte Hauterkrankung)
  81. Farbenblindheit
  82. Fazialisparese (Bell-Lähmung)
  83. Felty-Syndrom (Chronische Polyarthritis, Vergrößerung der Milz, Lymphknotenschwellung, Mangel an weißen Blutkörperchen-Leukozyten)
  84. Fibromyalgie/Fibrositis, Faser-Muskel-Schmerz, (chronische Schmerzen im Bereich Rücken, Nacken, Brustkorb, Gelenke, Arme, Beine Migräne, andauernde Müdigkeit Erschöpfung, allgemeine Schwäche, Antriebsschwäche, Konzentrationsstörungen, Wetterfühligkeit, Schwellungsgefühl an Händen, Füßen und Gesicht ,Schlafstörungen)
  85. Friedreich-Ataxie (degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems)
  86. Gastritis und Gastroduodenitis (Magenschleimhautentzündung, chronische Entzündung der Schleimhaut des Zwölffingerdarms)
  87. Gastroösophageale Refluxkrankheit ohne Ösophagitis (Sodbrennen ohne Entzündung der Schleimhaut)
  88. Gebärmutterkrebs
  89. Gehirntumor
  90. Gelenkschmerz
  91. Genitalherpes
  92. Gicht, Gelenkerkrankungen, Arthritis, Arthrose
  93. Glaukom
  94. Glioblastom (Gehirntumor)
  95. Gürtelrose (Herpes Zoster)
  96. Haarausfall
  97. Hämophilie A (Bluter)
  98. Harnleiterschmerzen, Nierenkolik
  99. Hautkrebs
  100. Hemiparese und Hemiplegie (unvollständige und komplette Halbseitenlähmung)
  101. Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie Typ I (Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Syndrom), Neurale Muskelatrophie (Schmerzen, Missempfindungen, Muskelkrämpfe)
  102. Herpes-simplex-Virusinfektion
  103. HIV-Infektion (Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Gelenksschmerzen, Hautausschlag, Nachtschweiß, Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Schluckschmerzen, Geschwüre, Steifer Nacken)
  104. Hodenkrebs
  105. Hodentorsion
  106. Huntington-Krankheit
  107. Husten
  108. Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  109. Hypertonie (Bluthochdruck)
  110. Hyperventilation (gesteigerte Lungenbelüftung), (hohe Atemfrequenz bei starker Luftnot, Engegefühl über der Brust. Gähnen, Seufzer, Reizhusten, Gefühllosigkeit und Missempfindungen, Verkrampfungen, Zittern, Muskelschmerzen, Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Benommenheit)
  111. Infantile Zerebralparese, Zerebraler Kinderlähmung, Spastik (Lähmungen und Bewegungsstörungen aufgrund frühkindlicher Hirnschädigung) Insomnie (Ein- und Durchschlafstörungen), (Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, Nervösität, Überforderungsgefühl) Insulinmangeldiabetes
  112. Ischämische Herzkrankheiten (Arterienverkalkung)
  113. Ischiassyndrom bei Bandscheibenvorfall
  114. Juckreiz, Sonstige somatoforme Störungen Psychogener Pruritus
  115. Kachexie (starke Abmagerung, allgemeiner Kräfteverfall)
  116. Karpaltunnelsyndrom (Kompressionssyndrom im Bereich der Handwurzel)
  117. Kinetose (Reisekrankheit, Bewegungskrankheit, Seekrankheit, Luftkrankheit, Raum- oder Landkrankheit), (Blässe, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen)
  118. Klimakterische Störungen/Beschwerden (Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerz, Konzentrationsschwäche, Schwindel und verschiedene psychische Symptome wie Reizbarkeit, depressive Verstimmung oder Konzentrationsstörungen), Postartifizielles Menopausensyndrom (Wechseljahrbeschwerden)
  119. Kokainabhängigkeit
  120. Krebs allgemein
  121. Lokalisationsbezogene Epilepsie
  122. Louis-Bar-Syndrom (Zerebellare Ataxie mit defektem DNA-Reparatursystem)
  123. Lungenemphysem, Emphysembläschen (übermäßiges Vorkommen von Luft an ungewohnten Stellen) Lungenfibrose (Erkrankung des Lungengewebes)
  124. Luxation von Halswirbeln (Verrenkung von Halswirbeln)
  125. Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit (bakterielle Infektionskrankheiten)
  126. Lymphknotenerkrankungen
  127. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür
  128. Magersucht (Anorexia nervosa)
  129. Makuladegeneration (Augenerkrankung)
  130. maligne Melanome
  131. Manie (affektive Störung)
  132. Marfan-Syndrom (genetisch bedingte Bindegewebserkrankung)
  133. Mastozytose (Ansammlung von Mastzellen in Haut oder inneren Organen, dermatologische und hämatologische Erkrankung)
  134. Melorheostose (Knochenverdickung aufgrund Stoffwechselstörung)
  135. Ménière-Syndrom oder -Schwindel (Erkrankung des Innenohres, Anfälle von Drehschwindel, einseitigem Hörverlust und Ohrensausen (Tinnitus))
  136. Migräne (gewöhnliche, klassische, komplizierte, sonstige)
  137. Migräne mit Aura (Augenmigräne)
  138. Morbus Basedow (Autoimmunkrankheit der Schiddrüse)
  139. Morbus Crohn (chronische Entzündung des Verdauungstraktes, Darmerkrankungen)
  140. Morbus Osgood-Schlatter (Knieschmerzen, Kniescheibenschmerzen oder Schmerzen unterhalb der Kniescheibe), aseptische Osteochondrose (Wachstumskrankheit des oberen Schienbeins (an Wachstumsfugen) während der Wachstumsphase durch Überbelastung/Übergewicht/Sport)
  141. Mukopolysaccharidose
  142. Multiple Sklerose
  143. Muskeldystrophien (Muskelschwund) Muskelkrämpfe, Muskelkontraktur myeloische Leukämie
  144. Myelopathie
  145. Myofasziales Schmerzsyndrom (Schmerzen im Bewegungsapparat )
  146. Nagel-Patella-Syndrom (Deformationen der Fingernägel und Knochen), Osteoonychodysplasie (angeborene Fehlbildungen des Muskel-Skelett-Systems)
  147. Nebenhodenentzündung (Orchitis und Epididymitis)
  148. Neurasthenie (Nervenschwäche, Erschöpfung und Ermüdung, Ermüdung, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Impotenz, Frigidität, Neuralgie, Konzentrationsstörungen, Freudlosigkeit und Melancholie, Spannungskopfschmerz und erhöhte Reizbarkeit,
  149. Neuropathien, Erkrankungen des peripheren Nervensystems durch Entzündungen oder neurotoxische Substanzen
  150. Niederer Blutzuckerspiegel (Unterzuckerung, Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Kraftlosigkeit, Unwohlsein und Ermüdung, Nervosität, Krampfanfälle)
  151. Nieren- und Ureterstein (krampfartigen Schmerzen)
  152. Nierenentzündung, Erkrankungen der Niere und der Nierenfunktion
  153. Nierentumor
  154. Nikotinsucht
  155. Obstipation (Verstopfung)
  156. Opiat- und Opioidabhängigkeit
  157. Organische nicht psychotische Erkrankungen des Gehirns
  158. Organische psychische Störung, Hirnorganisches Syndrom
  159. Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfung, Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leistungen, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und verminderter Belastungsfähigkeit für Stress)
  160. Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit – abnorm hohen Knochenbrüchigkeit)
  161. Panarteriitis nodosa (Kussmaul-Maier-Krankheit, Autoimmunerkrankungen – Entzündung der Blutgefäße)
  162. Panikstörung
  163. Parkinson
  164. Pemphiguskrankheiten, Ödeme (blasenbildende Hautkrankheiten)
  165. Peutz-Jeghers-Syndrom (Polypen im Magen-Darm-Trakt, melanotische Pigmentflecken auf Haut und Schleimhäuten, vererbbare Genmutation)
  166. Porphyrie (Stoffwechselerkrankung)
  167. Post-Polio-Syndrom (PPS) (Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Muskelschwächen)
  168. Postkardiotomie-Syndrom (Kreislaufkomplikationen nach medizinischen Maßnahmen/Herzoperation), (Thoraxschmerz, Hustenreiz, Unwohlsein, Fieber- und Krankheitsgefühl, Muskel- und Gelenkschmerzen)
  169. Posttraumatische Belastungsstörung (Gedächnisstörung, Depressionen, Dissoziative Störungen, Persönlichkeitsveränderungen, Bindungsstörungen, Suchtverhalten, Aggressive Verhaltensmuster, Selbstverletzendes Verhalten, Suizidversuche, Ein- und Durchschlafstörungen, erhöhte Schreckhaftigkeit, Hypervigilanz, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit und Wutausbrüche)
  170. posttraumatische Gelenksbeschwerden, traumatisch bedingte Arthropathie (Gelenkerkrankungen)
  171. Prämenstruelle Beschwerden (PMS), Regelschmerzen
  172. Prostatakrebs
  173. Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata))
  174. psychisch bedingte Schmerzen
  175. psychisch bedingte Dysurie (Harnblasenentleerungsstörungen)
  176. psychisch bedingte Hyperhidrose (übermäßige Schweißproduktion) psychisch bedingte Impotenz (Stress)
  177. psychisch bedingte Pylorospasmus (verengter Magenausgang, Erbrechen)
  178. Purpura Schönlein-Henoch (Entzündung der kleinen Blutgefäße: krankhaften Hautveränderungen, kolikartige Bauchschmerzen, Blut im Stuhlgang, Erbrechen, Entzündung der Sprung- und/oder Kniegelenke, Schwellung der Füße und/oder Hände, verminderte Nierenfunktion, Schmerzhaftigkeit und Schwellung der Hoden, Kopfschmerzen, Krampfanfällen, Halbseitenlähmung, Choreatische Bewegungsstörungen, mentalen Störungen und Hirnblutungen, Sprachstörung, Ataxie – Erkrankung der Bewegungssteuerung)
  179. Pylorospasmus (Magenausgangverengung)
  180. Querschnittlähmung (Verletzung des Rückenmarks)
  181. Raynaud-Syndrom, Weißfingerkrankheit (Periphere Gefäßkrankheit)
  182. Reiter-Syndrom (Gelenksentzündungen, Arthritis, Harnröhrenentzündung Infektion der Harnwege, bakterielle Infektion des Darmes, Entzündung der Bindehaut)
  183. Reizdarmsyndrom (Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Beckenschmerzen)
  184. Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine )
  185. Rosazea Couperose (Kupferrose – akneähnliche Hauterkrankung im Gesicht)
  186. Rückenschmerzen, Verstauchungen des Rückens/Brustwirbelsäule
  187. Schädelhirntrauma, Gehirnerschütterung
  188. Schilddrüsenentzündung
  189. Schizoaffektive Störung (manisch-depressiven Störung (bipolaren affektiven Störung), Depression, Manie, Wahn, Halluzinationen)
  190. Schizophrenien (Paranoia, schizophrenen Psychose, blande Psychose, psychomotorische Störungen, Denkstörungen und Wahn)
  191. Schlafapnoe (Atemstillstände während des Schlafs, schlafbezogenen Atmungsstörungen), (Tagesmüdigkeit, Einschlafzwang (Sekundenschlaf) Schleudertrauma der Halswirbelsäule
  192. Schluckauf (Singultus)
  193. Schmerz- und Beruhigungsmittelabhängigkeit
  194. Schmerzen aufgrund Anomalien des Kiefers (Dentofaziale Anomalien)
  195. Schmerzen im Becken und am Damm, sonstige Schmerzen der weiblichen Genitalorgane
  196. Schreibkrampf, Dystonie, Bewegungsstörungen
  197. Schultergürtel-Kompressionssyndrom (Läsionen des Plexus brachialis)
  198. Schulterläsionen,
  199. Schuppenflechte
  200. Schwere chronische Depression, depressive Episode
  201. Sehnenscheidenentzündung
  202. Sklerodermie (Bindegewebsverhärtung der Haut oder/und der inneren Organe, )
  203. Skoliose (angeborene Deformitäten der Wirbelsäule, Verkrümmung, Verdrehung)
  204. Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle (Reizbarkeit, Zwänge)
  205. Sonstige demyelinisierende Krankheiten des Zentralnervensystems
  206. Sonstige hyperkinetische Störungen
  207. sonstige Kiefergelenkserkrankungen
  208. Sonstige Krankheiten des Rückenmarkes,
  209. Sonstige Lähmungssyndrome
  210. Sonstige Mononeuropathien der unteren Extremität
  211. Sonstige nichtinfektiöse Magen-Darm-Entzündung (Magen-Darm-Grippe, Brechdurchfall, Bauch-Grippe)
  212. Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie Typ-2
  213. Spannungskopfschmerzen, leicht- bis mittelschwere Kopfschmerzen (Ängstlichkeit, depressive Grundstimmung, Schlafstörungen; Jucken, Brennen, Spannen, Schmerzen der Kopfhaut; Verspannungen)
  214. Spina bifida occulta (Spaltwirbel)
  215. Spinal(kanal)stenose (Verengung des Wirbelkanales)
  216. Spondylolisthese (Wirbelgleiten), Instabilität der Wirbelsäule
  217. Spondylopathien (Wirbelsäulendegeneration), lumbosakrale Stenose (Cauda-equina-Syndrom)
  218. Spontaner Spannungspneumothorax
  219. Stottern
  220. Strabismus (Schielen- Augenmuskelgleichgewichtsstörung) und andere Erkrankungen mit funktionellen Sehbehinderungen
  221. Strahlentherapie (chronisch-entzündliche und degenerative Erkrankungen wie Fersensporn, Tennisellbogen, Schulterschmerzen, Arthrosen, Wirbelkörperhämangiome, Induratio Penis plastica, Krebs)
  222. Sturge-Weber-Syndrom (enzephalotrigeminale Angiomatose), angeborene Störung, Geburtsmal bzw. Portweinfleck im Gesicht, neurologische Abnormalitäten, Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom) sowie seltener andere Organirregularitäten)
  223. Sturge-Weber-Syndrom(Syndroms durch Gefäßfehlbildungen der Haut und im Gehirn, Tumorartige Gefäßneubildung – Angiom / Fehlbildung – Blutschwamm) Supraventrikuläre Tachykardie, Herzrasen – hoher Puls
  224. Sympathische Reflex-Dystrophie (komplexes regionales Schmerzsyndrom)
  225. Syringomyelie und Syringobulbie (Erkrankung des Rückenmarks)
  226. Systemischer Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung, Hautveränderungen, Entzündungen der Organe oder Gelenke)
  227. Tetraparese und Tetraplegie (Lähmung aller vier Extremitäten)
  228. Thrombangiitis obliterans (segmentale Gefäßentzündung kleiner und mittelgroßer Arterien und Venen überwiegend der unteren Extremität)
  229. Ticstörungen
  230. Tietze-Syndrom (druckschmerzhafte Schwellung im Bereich des Brutsbeinansatzesm, Brust- und Brustbeinschmerzen)
  231. Tinnitus
  232. Tourette-Syndrom (Ärger, Anspannung, Stress)
  233. Tremor (unwillkürliches abnormes Zittern, abnorme unwillkürliche Bewegungen)
  234. Trichotillomanie (zwanghaftes Haarausreißen)
  235. Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerz)
  236. Übelkeit/Brechreiz mit und ohne Erbrechen
  237. Unterleibsentzündungen, Eileiterentzündung, Eierstockentzündung,
  238. Verdauungsstörung,
  239. Verletzungen der Hüfte oder des Oberschenkels, Schulter und Oberarm, Knie, Knöchel oder Fuss, Unterarmes, Ellbogens, Handgelenk, Hand, Finger Zähneknirschen (Bruxismus)
  240. Winiwarter-Buerger-Syndrom
  241. Zervikaler Bandscheibenschaden mit Myelopathie (Schädigungen des Rückenmarks)
  242. Zervikobrachial-Syndrom (von der Halswirbelsäule ausgehende Schmerzen)
  243. Sonstige zervikale Bandscheibenschäden
  244. Zwangsstörung (Zwangshandlungen, Zwangsgedanken, Zwangsneurose)
  245. Zystische Lungenkrankheit (Mukoviszidose)

Patienten brauchen Hilfe. Angst vor Strafverfolgung und/oder existenzgefährdende therapeutische Kosten sind nicht sinnvoll. Das Recht auf Gesundheitsautonomie darf nicht verboten werden.

Es ist in diesem Zusammenhang rational nicht nachzuvollziehen, warum eine Alternative verboten werden soll, die Patienten (mit ärztlicher Verordnung ohne Ersatz durch die Krankenkasse) nutzen, die sich nicht berauschen wollen. Diese kranken Menschen wollen diese Pflanze ausschliesslich zu therapeutischen Zwecken nutzen, würden aber zukünftig strafrechtlich kriminalisiert.

Salbei, Kamille, Minze, Baldrian und ähnliche Pflanzen wirken auch therapeutisch oder psychoaktiv, unterliegen aber so wie tausende andere natürliche Heilmittel nicht dem SMG und deren Anbau ist auch nicht illegal.

Die Herabsetzung des THC-Grenzgehalts auf 0,2 Prozent kriminalisiert tausende Menschen die sich nicht berauschen wollen.

Logischer wäre es eher, die Grenze für private Pflanzungen auf 1% THC anzuheben wie in der Schweiz. Die Extraktion von THC aus Vogelhanf mit 1 Prozent THC ist ohnehin nach gültigem Gesetz verboten und eine berauschende Wirkung ist, wie man in der Schweiz sieht, auch bei dieser Wirkstoffkonzentration auszuschliessen.

THC ist laut SMG die verschreibungspflichtige Substanz im Hanf. Wenn plötzlich Menschen einen Nutzen für sich in einer nach derzeitiger Gesetzeslage suchtgiftfreien Version dieser Pflanze sehen, dürfen diese nicht kriminalisiert werden. Selbst Mohnpflanzen, aus denen auch im österreichischen Klima Opium gewonnen werden kann, sind frei erhältlich. Die Liste natürlicher Heilmittel reicht von Abies Alba bis zum Zizyphus jujuba.

Ebenso ist nicht nachvollziehbar, dass Patienten mit der geplanten Änderung entweder empfindlich höhere Kosten oder eine Kriminalisierung zu erwarten haben. Als dritter Weg bleibt kranken Menschen dann nur noch der Einkauf im Ausland via Internet, womit wiederum der österreichischen Wirtschaft Umsatzverluste in einer Zukunftsbranche entstehen.

Zu 1) a. b)

Die momentane strafrechtliche Grenzmenge beträgt bei Cannabis 20 Gramm THC. Bei einem THC Gehalt von unter 0,3 Prozent bräuchte man, um diese Grenzmenge zu erreichen, eine Gesamtmenge von mindestens rund 6,7 Kilogramm Cannabiskraut. Eine psychoaktive Wirkung ist bei dieser Konzentration nicht gegeben.

Am Schwarzmarkt gibt es Cannabisblüten mit über 20 Prozent THC Gehalt – THC-hältiger Vogelhanf mit rund einem Prozent THC ist auf einem Markt, wo das psychische Wohlgefühl im Vordergrund steht, unverkäuflich. Die Extraktion wäre teurer als der kolportierte erzielbare Verkaufspreis und ausserdem nach geltendem SMG verboten.

Des weiteren ist es, abgesehen davon, dass auch die Verarbeitung von Blüten aus den im EU-Saatgut-Katalog enthaltenen Sorten nun strafbar werden soll, aufgrund einer botanischen

Besonderheit nicht möglich, aus diesen Sorten nutzbare Hanfblüten hinsichtlich des Cannabinoidprofiles zu produzieren:

Die Hanfpflanze ist von Natur aus einjährig und zweihäusig – d.h. es werden männliche und weibliche Individuen ausgebildet. Die Bestäubung erfolgt im Spätsommer durch den Wind und der Vegetationszyklus der weiblichen Pflanzen dauert, da sie die Samen produzieren, länger als der der Männlichen. Unbefruchtete weibliche Blüten enthalten die meisten Cannabinoide und Terpene – bei THC-reichen Sorten auch das meiste THC.

Die Sorten des EU Saatgutkataloges sind nach streng botanischen Kriterien keine Hanfpflanzen mehr. Sie wurden zur Faserproduktion geschaffen welche einen einheitlichen Erntezeitpunkt benötigt. Diese Pflanzen sind daher einhäusig und bilden sowohl männliche wie auch weibliche Blüten an derselben Pflanze aus. Dies war auch im Sinne eines weiteren Zuchtziels – der Minimierung der Cannabinoidproduktion. Da die männlichen Blüten direkt neben den weiblichen wachsen, bleiben am Ende der Blüte nur Samen und Samenkapseln, jedoch kaum Material mit den wirksamen (legalen) Cannabinoiden und Terpenen.

Daher ist zu bezweifeln, dass auf Faserproduktion gezüchtete Pflanzen – schon allein wegen der zwingenden Befruchtung – überhaupt ein vergleichbares Cannabinoidprofil zustande bringen. Berücksichtigt man, dass es in anderen Ländern seit langem ein medizinisches Zuchtziel gibt kann man dies wohl mit Sicherheit ausschließen.

Hanfpflanzen komplett ohne THC zu züchten wird aufgrund der Cannabis-Synthase niemals möglich sein.

Festzuhalten ist, dass nach derzeitiger praktizierter Lage legale Kräuter, welche vielen Patienten helfen, mit der Verordnung illegalisiert würden. Dieser Hanf entstammt zumeist, wie oben erklärt keinem EU-Saatgut, sondern entweder (teilweise illegal wild wachsendem) Vogelhanf oder auch in den USA, Kanada und Israel gezüchteten medizinischen Sorten.

Etwa 10 bis 15 Prozent der Phänotypen der bekannten THC-armen Sorten haben einen THC Gehalt unter 0,3%. Phänotypen unter 0,2% THC haben derzeit Seltenheitswert, sind aber schon in Entwicklung.

In diesen Ländern – vor allem in Israel – ist die Forschung zum Thema Cannabinoide sehr weit fortgeschritten. In diesem Zusammenhang sei auf das Meir Medical Center, Kfar Saba, Israel und die Internetseite www.tikun-olam.info vwerwiesen – deren Studien sind von renommierten Fachleuten und insbesondere auch in Bezug auf Wirkung und eventuelle Nebenwirkungen von CBD (und THC) interessant. Jedenfalls belegen sie die Notwendigkeit der Verfügbarkeit von THC-armen CBD-Produkten.

Eine Studie die das Monopräparat CBD mit dem Extrakt einer THC-armen Sorte vergleicht findet sich übrigens hier: http://www.tikun-olam.info/Avidekel-Versus-Single-Molecule-CBD – Auch macht diese Studie klar, dass das Kraut bzw. dessen Extrakt dem Monopräparat klar überlegen ist weswegen das Monopräparat kein gleichwertiger Ersatz für Pflanze bzw. deren Extrakt sein kann.

Diese Erkenntnis deckt sich mit der anekdotischen Evidenz von Dronabinol- und Sativex-PatientInnen, die dem Hanf-Institut und Partnerorganisationen bekannt sind und wonach noch kein Cannabis-Patient mit Vergleichsmöglichkeit die erhältlichen teuren Cannabis-Extrakte der natürlichen Blüte oder Cannabis-Konzentraten (bspw. Rick Simpson Oil) vorgezogen hätte.

Außerdem wären sämtliche momentan verfügbaren CBD-Produkte durch die Verordnung verboten. Verfügbar wäre CBD dann nur mehr als Sativex in einer Mischung mit dem „Suchtgift“ THC. Im Endeffekt müssten Patienten, die momentan mit CBD gut leben können, auf ein wesentlich teureres suchtgifthältiges Präparat umsteigen (Sativex).

Dieses momentan „Suchtgift“-freie Kraut hilft Patienten. Ein Verbot treibt sie in die Kriminalität, da durch die Novelle nur mehr eine teure, suchtgifthältige Alternative zur Verfügung steht.

Was soll eine vierjährige Epileptikerin, die auf CBD gut anspricht, kurzfristig machen? Suchtgift nehmen? Ein, wie oben genannte Studie aus Israel belegt, schlechter wirksames pharmakologisches Produkt?

Ein Rundumschlag gegen alle CBD-hältigen Produkte von Lebensmittel über Salben bis zu Kosmetika hemmt zudem die wirtschaftlich bedeutsame Innovationskraft. Es war ein Österreicher, der die ersten vier Patente zu Cannabis-Kosmetika erlangte.

Daraus folgt:

Eine Absenkung der THC-Grenze von 0,3 Prozent auf 0,2 Prozent entbehrt einer sachlichen Grundlage. Die psychoaktive Mindestwirkmenge liegt bei 10 Milligramm THC, womit schon nach der derzeitigen Regelung der Konsum zu psychoaktiven Zwecken mindesten 32 Gramm Nutzhanf pro einmaliger Konsumeinheit betragen müsste. Im Zubehörhandel gibt es keinerlei Pfeifen mit derart grossen Volumina. Die Grenze sollte vielmehr im Sinne der Patienten, für welche die berauschende Wirkung nicht im Vordergrund steht, auf 1% THC angehoben werden – und zwar unabhängig von Sorte und Verwendung.

Eine Verwendung von Cannabis mit unter 0,3 Prozent THC-Gehalt, aber hohem CBD-Gehalt kann zu gar keiner Berauschung führen, da CBD ein starker THC-Antagonist ist.

Im Zusammenhang mit den bebsichtigten Änderungen bei der Opioid-Substitution sei vermerkt, dass Cannabis ein guter Opiat-Agonist ist. Kombinationstherapien könnten hier effektiver zu einer Absenkung der Mengen verschriebener Opiat-Subistute führen.

Aufgrund des Vorbehalts Österreichs zum Artikel 36 der Single Convention von 1972 ist eine Einbeziehung einer nicht psychoaktiven Substanz ins SMG und der darin vorgesehenen strafrechtlichen Verfolgung ebenso nicht notwendig. Bisher kam noch kein einziger Mensch durch CBD zu Schaden.

Mit freundlichen Grüssen

Toni Straka, Obmann Hanf-Institut