Archiv der Kategorie: Medienmitteilung

Hemp Institute records first cancer healing with cannabis oil

Vienna, July 20, 2017 – A 47 year old man from Wagrain in Austria has successfully beaten his prostate cancer stage 4 with cannabis oil, the Austrian Hanf-Institut (Hemp Institute) announced on Thursday. According to his latest lab tests and doctor’s letters, he has now been cancer free for more than 3 months after treating himself with massive doses of cannabis oil for 18 months while dropping all other chemical pharmaceuticals and going off chemo therapy, which he says did more bad than good. Martin Winkler is the first documented case in Austria where cannabis oil made his ‚inoperable‘ tumor vanish completely.

But his health may come at a heavy price. Treating yourself with cannabis products in Austria is still punishable by law and can carry multi-year prison sentences.

Winkler had a life expectancy of another six months after six months of initial chemo therapy. Now, roughly 18 months later, he is cancer free, according to his urologist Ulfrit Scrinzi.

After initial treatment with Austria’s only legal cannabis medication, a very expensive synthetic THC extract named ‚Dronabinol‘, „that helped my appetite but did nothing against my cancer“, said Winkler, he began to use an alcohol extraction based cannabis concentrate in massive doses. He administered himself the so called Rick Simpson Oil in massive doses of up to five grams per day.

The cancer patient was initially confronted with doubts by his doctors. „My general practician was first against cannabis treatment but would now recommend it to other cancer patients“, said Winkler.

Parliamentary Medical Cannabis Citizen’s Initiative

Austria’s Hanf-Institut has renewed its demand for an immediate decriminalisation of cannabis patients in Austria which still face imprisonment for curing themselves with the world’s oldest healing plant.

„Getting healthy must not be threatened with prison sentences. This patient has answered the question whether to die legally or survive outside the law for himself“, said Hanf-Institut chairman Toni Straka.

„One quarter of Austrian deaths are a result of cancer. A quick change in laws regarding medical cannabis patients could certainly save lives“, said Straka.

The Hanf-Institut and Arge Canna, a medical cannabis patients association, have initiated a Parliamentary medical cannabis citizen’s initiative that can be signed online on the website of the Austrian parliament at least until the end of year. Including offline signatures the initiative has collected more than 13,000 signatures as of today.

Public approval for legal medical cannabis regularly reaches more than 95 percent in online polls. The general legalization of cannabis has been favored by 50 to 85 percent of Austrians in representative polls.

Meilenstein: UN und WHO wollen Drogenkonsum-Entkriminalisierung da sie Menschenrechten widerspricht

Wien, 3. Juli 2017 – Die Vereinten Nationen (UN) und ihre Zweigbehörde Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich vergangene Woche erstmals dezidiert für ein Ende der strafrechtlichen Verfolgung von Drogenkonsum ausgesprochen, da damit bisher nur negative gesundheitliche Folgen entstanden und ausserdem jegliche neu etablierte Evidenz ausser Acht gelassen werde. Nach Ansicht der beiden Organisationen ist es auf Basis der Fakten erwiesen, dass eine seit 1961 im Strafrecht verankerte Drogenpolitik mehr Schaden als Nutzen gebracht hat.
Das Hanf-Institut begrüsste diese wegweisende Änderung in der weltweiten Gesundheits- und Drogenpolitik am Montag und hofft, dass die österreichische Regierung der offiziellen Aufforderung rasch nachkommen wird.
„Laut den Aussagen der Vereinten Nationen sind jetzt alle Staaten rechtlich dazu verpflichtet, ihre Drogenpolitik neu zu evaluieren und auch entsprechende Massnahmen zu setzen“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka zu den jüngsten bahnbrechenden Entwicklungen.
„Wir hoffen, dass die allen weltweiten Trends gegenläufige, jeder Evidenz widersprechende österreichische Drogenpolitik damit ein rasches Ende finden wird. Damit wäre nicht nur das Ende potentiellen Kriminalisierung von über einer Million Drogen- und Heilmittelkonsumenten, die lieber illegal überleben als legal sterben wollten, erreicht, sondern auch die Republik könnte ihr Budget um mindestens eine Milliarde Euro einnahmen- und ausgabenseitig aufhübschen“, sagte Straka weiter.

Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative bis Dezember online

In der Bevölkerung wollen zunehmend mehr BürgerInnen ein Ende der Bestrafung von Menschen, die sich unter Strafandrohung mit Cannabis versorgen und dieses konsumieren, weil die Pharmaindustrie bei hunderten Krankheitsbildern keine gleichwertigen nebenwirkungsfreien Substanzen im Repertoire hat. Bisher haben schon über 12.400 Menschen (inkusive Offline-Unterschriften) die Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative unterschrieben. Die Bürgerinitiative kann aufgrund der Neuwahlen noch bis mindestens Dezember auf der Webseite des Parlament unterzeichnet werden.

Parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann online unterzeichnet werden

Wien, 31. Mai 2017 – Die parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative kann seit Dienstag nachmittag online auf der Webseite des Parlaments unterzeichnet werden, teilte das Hanf-Institut am Mittwoch mit. Die mit bereits 10.000 händisch gesammelten Unterschriften startende Bürgerinitiative der Arge Canna und des Hanf-Instituts kann aufgrund der Nationalratswahl im Oktober mindestens bis Dezember elektronisch unterfertigt werden. Zentrale Forderung der Bürgerinitiative ist die Legalisierung des Eigenanbaus von Cannabis für und durch kranke Menschen.
Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt. Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.
„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.
Wir hoffen damit der Regierung nahezubringen, wie wichtig den Menschen eine lebensnahe Gesundheitspolitik ist, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und das unbedingte Recht auf Schmerzfreiheit und Gesundheit über das Strafrecht stellt“, sagte Straka abschliessend.

Hanfaktivisten leiten mit 10.000 Unterschriften parlamentarische Medical Cannabis Bürgerinitiative ein

Wien, 26. Mai 2017 – Ein Komitee aus schwer kranken HanfpatientInnen von vier bis 78 Jahren hat am Freitag  10.000 händisch gesammelte Unterschriften zum Startschuss der parlamentarischen Medical Cannabis Bürgerinitiative an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi übergeben.

Die von der Cannabis-Patientenvertretung Arge Canna initiierte und vom Hanf-Institut unterstützte Bürgerinitiative (PDF)  fordert die Straffreistellung für die Produktion und den Besitz von Cannabis für Patienten mit entsprechender medizinischer Indikation und kann in Kürze auf der Webseite des österreichischen Parlaments online unterschrieben werden.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der BŸrgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard MŸller, Hanf-Institut, Gerfried DŸregger, Obmann ARGE Canna, Klaus HŸbner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jŠährigen Epileptikerin Hannah.
Wien. †Übergabe der Unterschriften fŸür die parlamentarische Medical Cannabis BŸürgerinitiative.

Der nach einem Unfall querschnittgelähmte und an Spastiken leidende Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, Patrick Krammer, sagte bei der Übergabe im Wiener Palais Epstein, „als Schmerzpatient hoffe ich auf eine rasche Änderung im Sinn der betroffenen Patienten. Unsere Kriminalisierung ist nicht mehr zeitgemäss und belastet alle Kranken zusätzlich.“

Gerfried Düregger, Obmann der Arge Canna sagte: „Über 10.000 Unterschriften aus ganz Österreich sind ein deutlicher Hinweis, wie positiv die Menschen zu Cannabis als Medizin stehen. Die Betroffenen könnten sich durch unser Eigenanbau-Modell kurzfristig selbst Hilfe verschaffen.“

Geplante SMG-Novelle würde weitere Verschlechterung für Patienten bringen

Hanf-Institutsobmann Toni Straka forderte eine Rücknahme der geplanten Gesetzes-Novelle, mit der Österreich sich gegen den weltweiten Trend zur Heilpflanze Cannabis stellt und weiterhin mit einer alle wissenschaftlichen Fakten widersprechenden Cannabis-Politik via Strafrecht betreibt.

Diesen Änderungen treten die Vertreter der potentiell 200.000 Cannabis-PatientInnen vehement entgegen.

„Diesmal wollen wir daher rechtzeitig ein Zeichen setzen, dass die angestrebte Novelle des Suchtmittelgesetzes diametral zu den Wünschen der Betroffenen steht, die kein teures Monosubstanz-Extrakt aus der Apotheke, sondern die ganze gesunde Blüte direkt aus dem eigenen Garten – oder auch Grow-Zelt – zur Behandlung ihrer unterschiedlichsten Leiden wollen. Damit könnte diesen Menschen eine schmerz- und leidensfreie Zeit bis zu einer generellen gesetzlichen Neubetrachtung der Hanfpflanze gewährt werden, die eine multidisziplinäre Betrachtung erfordert“, sagte Straka.

Die geplante Novelle des Suchtmittelgesetzes SMG will das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD den selben Strafbestimmungen wie den psychoaktiven Inhaltsstoff THC unterstellen.

Das Hanf-Institut tritt in einer Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf insbesondere der Begründung entgegen, dass zu CBD keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkentnisse vorliegen.

In Österreich will der Staat in wenigen Tagen eine neuerliche Gesetzes-Novelle abhandeln, in der Hanf wider alle Fakten zur Chemikalie hochstilisiert wird“, sagte Straka und sagte abschliessend, „alle, die Cannabis kennen, wissen, dass er eine von über 28.000 Heilpflanzen auf dieser Welt – wie Kamille, Salbei oder Baldrian – ist. So soll Cannabis daher nach unserer Ansicht auch behandelt werden: Als Pflanze.“

Finden Sie hier alle wichtigen Dokumente rund um die Medical Cannabis Bürgerinitiative

Volltext der Bürgerinitiative: Parlamentarische-Bürgerinitiative-betreffend-Straffreistellung von Medical Cannabis (PDF)

Stelllungnahme des Hanf-Instituts zu den Entwürfen für die Novellen zum Suchtmittelgesetz (SMG) und zur Suchtgiftverordnung (SV)

Statement von Toni Straka anlässlich der Einreichung der Unterschriften für die Bürgerinitiative.

Bilder vom Event:

Ankunft

Eine der Unterschriftenmappen.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

Ankunft Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi mit Unterschriften.

v.l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Hans Pirker, Parkinson Patient, Toni Straka, Obmann Hanf-Institut.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (Rollstuhl), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Hans Pirker, Parkinson Patient, Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna (vorne), Toni Straka, Obmann Hanf-Institut, Bernhard Müller, Hanf-Institut, Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna, Klaus Hübner, ARGE Canna, Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah.

Erstunterzeichnung von Patrick Krammer Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

Die 4jährige Epileptikerin Hannah.

v,l.n.r.: Toni Straka, Obmann Hanf-Institut im Interview.

Hans Pirker, Parkinson Patient.

v,l.n.r.: Beatrix Kohlhauser, Mutter der 4jährigen Epileptikerin Hannah, Klaus Hübner, ARGE Canna.

 

TERMINAVISO: Arge Canna und Hanf-Institut übergeben tausende Unterschriften für Cannabis-Bürgerinitiative an Parlament

Wien, 23. Mai 2017 – Die ARGE Canna und das Hanf-Institut werden am 26. Mai 2017 um 11 Uhr tausende Unterschriften zur Einleitung der parlamentarischen Bürgerinitiative für die Legalisierung des Eigenanbaus von medizinischem Cannabi (PDF) an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi übergeben.

Erstunterzeichner Patrick Krammer von der Arge Canna

Erstunterzeichner der Bürgerinitiative ist Patrick Krammer von der Arge Canna, der seit einem Unfall querschnittgelähmt ist und unter spastischen Krämpfen leidet.

Mit dabei werden auch eine 4jährige Epileptikerin und der 78jährige Parkinson-Patient Hans sein, die mit Cannabis als Heilmittel gute Erfahrungen machen.

Arge Canna Obmann Gerfried Düregger und Hanf-Institutsvorstand Toni Straka werden in Statements auf die Aktualität dieser Bürgerinitiative hinweisen, nachdem das Gesundheitsministerium zurzeit eine weitere Gesetzesverschlechterung für Cannabis-PatientInnen anstrebt, die in krassem Widerspruch zum weltweiten Trend zurück zum ältesten Heilmittel der Menschheit steht.
Wann: 26. Mai 2017 um 11 Uhr
Wo: Palais Epstein, 1010 Wien, Dr.-Karl-Renner-Ring 1

Teilnehmer:

  • Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi
  • Patrick Krammer, Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, ARGE Canna
  • Toni Straka, Vorstand Hanf-Institut
  • Gerfried Düregger, Obmann ARGE Canna
  • Beatrix Kohlhauser, Mutter einer 4jährigen Epileptikerin
  • Hans, 78, Parkinson-Patient

 

Cannabis-Krieg in Österreich: Polizei steckt haftunfähigen Patienten in die Psychiatrie

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Hausdurchsuchung beim Cannabis Social Club Salzburg. Foto: Hanf-Institut

Wien, 2. November – Ein exemplarisches Beispiel für die Sinnlosigkeit der Verfolgung kranker Menschen, die sich mit Cannabis erfolgreich selbst behandeln, lieferte die österreichische Exekutive während Halloween und an Allerheiligen.
Das Haus und Vereinslokal des Cannabis Social Club (CSC) Salzburg in Henndorf am Wallersee wurde am vergangenen Montag im Zuge eine Hausdurchsuchung durch niederösterreichische Kriminalpolizisten verwüstet.
Die Polizisten waren bei diesem Besuch nach Angaben Wallners sehr
unfreundlich und fast brutal. „Jetzt habe ich schon acht Hausdurchsuchungen hinter mir. Aber so eine Verwüstung haben die Eugendorfer Polizisten nie angerichtet“, wundert sich Wallner, dessen Verein über 140 betagte und schwerkranke Menschen versucht, mit der Medizin ihrer Wahl zu versorgen.

Diese bereits 8. Hausdurchsuchung und Beschlagnahme von 78 Hanfpflanzen sowie einem Kilogramm Hanfbutter endete damit, dass die Behörden den Clubobmann und chronischen Schmerzpatienten Wilhelm Wallner zuerst während des fünf Stunden langen Verhörs seine Cannabis-Medizin vorenthielten. Als der in Agonie liegende Wallner im Zuge der Einvernahme meinte, dass nach der Verwüstung seines Hauses und der Konfiskation der Gärtnerei-Ausstattung alles keinen Sinn mehr mache, verfrachtete die Polizei den haftunfähigen Cannabis-Aktivisten wegen ‚Selbstgefährdung‘ in eine psychiatrische Klinik, wo er sich aktuell noch immer auf Weisung der Behörden befindet, aber immerhin Kontakt zur Aussenwelt hat.

Halloween-Horror: Hausdurchsuchungen bei mehreren Cannabis Social Clubs

Auch der Obmann des CSC Wien, Markus Winter, erhielt an Allerheiligen unerwünschten Blaulicht-Besuch. „Zwei Hünen in Uniform standen vor meiner Tür. Konfisziert wurde ausser einem Fläschchen mit (legalem) Cannabidiol-Öl aber nichts“, sagte Winter dem Hanf-Institut.
Auch für andere Cannabis-Patienten wurde der 31. Oktober zum Halloween-Horror, weil nicht Clowns, sondern schwer bewaffnete Polizei-Einheiten im Rahmen weiterer Hausdurchsuchungen ihr oft lebennotwendiges Heilmittel beschlagnahmten.

Kann sich Österreich diese Milliarden-Kosten leisten?

„Die Republik Österreich muss immer noch ein sehr reiches Land sein, wenn sie sich derart unverhältnismässige Massnahmen im sinnlosen Krieg gegen Schwerstkranke leisten kann“, kommentierte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Mittwoch den neu aufgeflammten Cannabis-Krieg gegen die wertvollste Heilpflanze dieser Erde.
Nach Schätzungen des Hanf-Instituts kostet jede polizeiliche Aktion gegen HanffreundInnen mindestens 15.000 Euro. „Wenn niederösterreichische Kriminalbeamte Kapazitäten für eine Landpartie nach Salzburg wegen ein paar ungiftiger Pflanzen haben zeugt das von mangelnder Kooperation der Landespolizei-Direktionen. Wilhelm Wallner ist ja der Salzburger Exekutive von 7 früheren Hausdurchsuchungen gut bekannt“, sagte Straka weiter.

„Während die Legalisierung in Colorado im Jahr 2015 über 25.000 neue Arbeitsplätze schuf, kostet die gesetzliche Zwangsbehandlung von Zehntausenden HanffreundInnen in Österreich den Steuerzahler jährlich insgesamt über eine Milliarde Euro durch unnötige Ausgaben für die Verfolgung durch Justiz, Exekutive und Gesundheitsbehörden, zu denen noch dazu entgangene Steuereinnahmen in etwa derselben Höhe hinzukommen“, wies Straka wiederholt auf den ganzen Irrsinn im Namen eines Gesetzgebers hin, „der tausendfache Beweise über die Nützlichkeit von Hanf als nebenwirkungsarmes Heil- und ungiftiges Genussmittel weiter ignoriert. Die Erde ist aber ebensowenig eine Scheibe wie Cannabis ein ‚Suchtmittel‘ ist.“

Auch Mario Danne vom Netzwerk Cannabis Social Clubs Austria hat kein Verständnis für die harte Vorgehensweise: „Wir finden diese Spielchen mit Patienten. Menschen die täglich Schmerzen erleiden müssen, einfach unmenschlich. Man ist einer Behördenwillkür ausgeliefert, was einer Folter gleich kommt. Ob das Ziel ist, die Menschen auf Dauer mürbe zu machen oder gar egal ist, ob sie daran sterben? Wir rufen dazu auf Euch noch mehr gerade für Patienten einzusetzen, schliesst Euch an, werdet selbst aktiv, wir dürfen dem nicht länger zusehen!“

Eine Cannabis-Anzeige kostet den Steuerzahler über 15.000 Euro

Wien, 26. August 2016 – Entgegen dem medialen Getöse wegen der Verhaftung von Strassen-Schwarzmarkthändlern muss die polizeiliche Aufklärungsquote bei Cannabis-Delikten laut den Daten des am Mittwoch veröffentlichte „Suchtmittel Jahresbericht 2016“ des Bundeskriminalamts deutlich zurückgegangen sein, kommentierte das Hanf-Institut am Freitag diesen Bericht nach einer Analyse.

„Weiterhin rückläufige Beschlagnahmungen seit 2013 bei gleichzeitigem Anstieg der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz (SMG) auf einen neuen Rekordwert zeigen, dass die Exekutive offenbar auf den Druck der Boulevard-Medien mit dem vermehrten Fangen von kleinen Fischen reagiert“, sagte Toni Straka, Obmann des Hanf-Instituts.

Leider fehlen in der jüngsten Ausgabe des Berichts Statistiken, die Aufschluss über die relative Anzahl von Cannabis-Delikten im Vergleich zu anderen Substanzen geben könnten. „In den Vorjahren waren das über schon über zwei Drittel aller Anzeigen  bei stark steigender Tendenz“, sagte Straka.

Zehntausende Straftaten ohne Opfer

Das Hanf-Institut kritisiert insbesondere die entstehenden hohen Kosten, sagte Straka, der diese Schätzungen mit Daten aus Deutschland untermauerte:
„Das bedeutet dann aber auch, dass sich der österreichische Staat die Verfolgung von rund 29.000 HanffreundInnen, die nur ein opferloses „Verbrechen“ begehen, über 400 Millionen Euro oder über durchschnittlich 15.000 Euro je Anzeige kosten lässt, während dabei durchschnittlich weniger als 40 Gramm – das entspricht etwa 100 Joints – mit einem Marktwert von etwa 320 Euro beschlagnahmt wurden.“

In Deutschland verursachen Drogendelikte dem Staat nach offiziellen Angaben der Bundesregierung (pdf) jährliche Verfolgungskosten von 5,2 bis 6,1 Milliarden Euro. Für Österreich gibt es diese Daten nicht.

„Während die Legalisierung in Colorado im Jahr 2015 über 25.000 neue Arbeitsplätze schuf, kostet die gesetzliche Zwangsbehandlung von Zehntausenden HanffreundInnen in Österreich den Steuerzahler insgesamt über eine Milliarde Euro durch unnötige Ausgaben für die Verfolgung durch Justiz, Exekutive und Gesundheitsbehörden, zu denen noch dazu entgangene Steuereinnahmen in etwa derselben Höhe hinzukommen“, sagte Straka.

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Flickwerk am Suchtmittelgesetz ignoriert Cannabis-Fakten

SMG01062016Wien, 1. Juni 2016 – Die am 1. Juni in kraft getretene Reform des Suchtmittelgesetzes (SMG) scheitert nach Ansicht des Hanf-Instituts am Kernproblem, dass die anerkannte Heilpflanze Cannabis weiterhin im Suchtmittelgesetz angesiedelt ist. „Eine Regulierung des Verkaufs von Cannabis würde die jetzt in den Schlagzeilen stehende offene Drogenszene rund um die Wiener U6 um gut 90 Prozent reduzieren, weil es sich dabei um Cannabis-Delikte handelt“, sagte Toni Straka, Obmann des Hanf-Instituts am Mittwoch.

„Während die Legalisierung in Colorado im Jahr 2015 über 25.000 neue Arbeitsplätze schuf, kostet die gesetzliche Zwangsbehandlung von 25.000 HanffreundInnen in Österreich den Steuerzahler insgesamt über eine Milliarde Euro durch unnötige Ausgaben für die Verfolgung durch Justiz, Exekutive und Gesundheitsbehörden, denen noch dazu entgangene Steuereinnahmen gegenüberstehen“, sagte Straka, der diese Schätzungen mit Daten aus Deutschland untermauerte. Dort verursachen Drogendelikte dem Staat nach jüngsten offiziellen Angaben der Bundesregierung (pdf) jährliche Verfolgungskosten von 5,2 bis 6,1 Milliarden Euro.

Strafverfolgung kostet über eine halbe Milliarde Euro bei wenig Erfolg

Auf Österreich umgelegt gibt der Staat somit über eine halbe Milliarde Euro aus, während er sich auf Basis eines geschätzten jährlichen Konsums von 150 bis 250 Tonnen Cannabis einige hundert Millionen Euro an Steuereinnahmen entgehen lässt.

Das aktuelle Modell zur Bekämpfung des Hotspots U6 durch Intensiv-Einsätze der Exekutive führte in Wien seit Anbeginn der Cannabis-Szene beim Theseus-Tempel vor 50 Jahren immer nur zu einer Verlagerung und ist auf Basis der beschlagnahmten Mengen auf alle Fälle sehr teuer. In tausenden Manntagen der Polizei wurden nur wenige Kilo des wuchernden Krauts sichergestellt.

Gesundheitliche Befürchtungen scheint auch das Gesundheitsministerium nicht mehr zu haben. Im neuen Suchtbericht kommt das Wort Cannabis gar nicht mehr vor.

Prohibition hat historisch nachweislich nie zum ohnehin fraglichen Erfolg geführt.

Unsere Umfrage: Wie schaut’s eigentlich mit Cannabis bei den Bundespräsidentschaftskandidaten aus?

Wien, 22. April – Am 24. April geht’s ab in die Kabinen und es wird gewählt. Zu diesem Anlass befragte das Hanfinstitut die KandidatInnen Griss, Hofer, Hundstorfer, Khol, Lugner und Van der Bellen. Überraschenderweise antworteten zwei innerhalb von 24 Stunden. Dies waren Kandidat Khol, innerhalb von zwei Stunden und Kandidat Lugner. Der Rest hat bis dato nicht geantwortet. „Ich weiß nicht, ob es den Bundespräsidentschaftskandidatinnen bewusst ist, dass sie eine Million potenzieller Unterstützerinnen ignorieren“, argumentiert Toni Straka, der Obmann des Hanfinstituts.

Derzeit sind in Österreich nur synthetische Cannabis-Produkte, wie Dronabinol auf Rezept, in Apotheken zu einem Gramm-Preis von ca. 600€, erhältlich. Colorado hat’s vorgemacht und in Österreich wird gesudert oder gar geschwiegen. Die einzige Möglichkeit ein Cannabisprodukt legal und frei zu beziehen, sind Cannabidiol-Produkte (CBD). Es gibt ganze zwei Ärzte in Österreich, die sich auf Cannabistherapien spezialisieren. Daneben sind Cannabis Social Clubs, die sich nach dem Vorbild von ENCOD vorwiegend im bürgerlichen Bereich etablieren. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen beträgt zwischen 70 und 80. Cannabis als Medizin ist die Devise, deswegen findet am 14. Mai der Hanwandertag statt, auf dem u.a. die parlamentarische Bürgerinitiative zum straffreien Anbau von Cannabis dem Parlament überreicht wird.

Was antworteten nun die Kandidaten auf unsere Fragen?

Frage1: Haben Sie schon Cannabis konsumiert?

Khol: Nein, ich habe niemals Cannabis konsumiert.
Lugner: Nein, ich hatte noch keinen Bedarf, Suchtmittel dieser Art zu konsumieren.

Frage2: Würden Sie als Bundespräsident den medizinischen Gebrauch von Cannabis durch PatientInnen mit entsprechender Indikation unterstützen?

Khol: Auch was den medizinischen Gebrauch betrifft, ziehe ich die in Österreich gültige Rechtslage nicht in Zweifel. In Österreich sind Zubereitungen aus Cannabis nach der Suchtgiftverordnung nicht verschreibbar. (ausgenommen Cannabisextrakte, die als Arzneispezialitäten zugelassen sind).
Lugner: Ja, das würde ich. Wenn Experten der Meinung sind, dass der Konsum von Cannabis für therapeutische und medizinische Zwecke sinnvoll ist, spricht nichts dagegen.

Frage3: Würden Sie als Bundespräsident Menschen, die in österreichischen Gefängnissen wegen Cannabis-Delikten eingesperrt sind, begnadigen?

Khol: Begnadigungen sind jeweils sehr behutsam und in jedem einzelnen Fall ganz genau zu prüfen und zu entscheiden. Ich bin gegen die Legalisierung von sogenannten weichen Drogen – das ist das falsche Signal an unsere Jugend. Besonders für junge Menschen dienen diese oft als Einstiegsdroge und markieren den Beginn einer längeren Drogenkarriere. Das kann nicht im Interesse eines Landes sein.
Lugner: Dabei muss man entscheiden, welches Delikt in welcher Menge begangen wurde. Das Dealen mit illegalen Substanzen ist jedoch kein Kavaliersdelikt!

Frage4: Kennen Sie Personen, die durch Hanf zu Schaden gekommen sind?

Khol: Ich werde mich immer dafür einsetzen, dass unsere Gesellschaft die Verantwortung für die jungen Menschen ernstnimmt. Nicht wegschauen, sondern hinschauen und die Probleme der Menschen ernst nehmen. Dazu gehört Prävention, Information, Aufklärungskampagnen, effektive Therapieangebote etc. Erwiesenermaßen kann der Dauerkonsum von Cannabis irreversible Spätfolgen nach sich ziehen.
Lugner: Persönlich habe ich keine Erfahrungen, bin aber davon überzeugt, dass der Konsum zumindest die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigt. Die Ergebnisse von Langzeitstudien gehen so weit auseinander, dass ich auch kein Urteil fällen möchte, ob man nun gesundheitliche Schäden davonträgt.

[pk]

Aussagen zu Cannabis von den restlichen Kandidaten:

http://www.krone.at/Oesterreich/Hofers_im_Talk_Bei_Haschisch_gaebe_es_Hausarrest-Strenger_Papa-Story-504660
http://kurier.at/politik/inland/van-der-bellen-ueber-marihuana-ich-kann-mich-vage-erinnern/180.475.222

Suchtmittelgesetz-Novelle ignoriert alle Fakten über Cannabis als Heilmittel – Kommt Cannabis aus der Apotheke?

Wien, 4. Jänner 2016 – Die zum Jahreswechsel in kraft getretene Novelle des Suchtmittelgesetzes (SMG) wird nach Ansicht des Hanf-Instituts keinen langen Bestand haben. Nachdem mittlerweile Cannabis offiziell sogar vom US-Gesundheitsministerium als Krebs-Heilmittel anerkannt wurde, wirft Österreich weiterhin Hanf mit tödlichen Drogen wie Heroin oder Kokain in einen Topf und hält die Strafandrohung für Cannabis-Patienten in Österreich unverändert aufrecht.

„Es kann nicht sein, dass die österreichische Bundesregierung weiterhin alle wissenschaftlichen Fakten zu einer nebenwirkungsarmen Heilpflanze ignoriert, die bei über 250 Krankheiten erfolgreich eingesetzt wird“, sagte Toni Straka, Obmann den Hanf-Instituts am Montag.

Aus Sicht des Hanf-Instituts wälzt lediglich das Justzministerium mit der SMG-Novelle Kosten auf den Gesundheitssektor ab und designiert damit Amtsärzte als letzte Instanz, die zwischen Therapie oder Strafe entscheiden. Die Kosten, wenn jährlich rund 25.000 HanffreundInnen wegen ihrer Entscheidung für ein ungiftiges Heil- und Genussmittel zum Amtsarzt müssen, sind unabschätzbar, sagte Straka.

Suchtgiftverordnung: Gibt es bald Hanf aus der Apotheke?

Einen kleinen Lichtblick brachte die SMG-Novelle für Patienten. Die jüngste Änderung des § 14 der Suchtgiftverordnung sieht eine Ausnahme vor. Demzufolge dürfen Zubereitungen aus Cannabisextrakten, die als Fertigarzneimittel zugelassen sind, verschrieben werden. „Das lässt sich so interpretieren, dass künftig so wie in Deutschland Cannabisblüten auf Rezept verordnet werden können.

2. Cannabis-Bürgerinitiative hat schon über 20.000 Unterschriften gesammelt

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Patrick Krammer, Erstunterzeichner der 2. Cannabis-Bürgerinitiative

Aufgrund der SMG-Reform, die weiterhin keine Verbesserungen für Cannabis-Patienten bringt, verstärken heimische Cannabis-Aktivisten ihre Bemühungen, die Regierung auf ihren Irrweg in der Cannabis-Politik aufmerksam zu machen. Mittlerweile werden in ganz Österreich Offline-Unterschriften für die von der Patientenvertretung Arge Canna initiierte und vom Hanf-Institut unterstützte 2. Parlamentarische Bürgerinitiative betreffen den straffreien Eigenanbau für Cannabis-Patienten gesammelt.

„Bei unseren Info-Ständen in Wien haben wir im Vorjahr über 20.000 Unterschriften gesammelt“, sagte Straka und betonte, dass die Zustimmungsquote für Cannabis in Wien quer durch alle Altersschichten bei 99,9 Prozent liegt.

„Von weit über 20.000 Besuchern bei unseren Unterschriftensammlungen haben sich gerade sieben Menschen gegen Hanf ausgesprochen“, sagte Melanie Varga vom Hanf-Institut.

„Hanf ist schon lange in der Gesellschaft als Heil- und Genussmittel etabliert. Nur die Bundesregierung hält weiterhin daran fest, dass die Erde eine Scheibe beziehungsweise Cannabis ein Suchtgift ist“, sagte Straka abschliessend.

19. September: Hanf-Unterschriftensammlung während des Cannabis Social March Wien 2015

CSMFlyerREWien, 16. September 2015 – HanffreundInnen aus Österreich und den Nachbarländern werden beim Cannabis Social March Wien 2015 am kommenden Samstag nicht nur ihren Protest gegen die praxisfremde Suchtmittelgesetzreform zwischen Museumsquartier und dem Prater unüberhörbar zum Ausdruck bringen. Wie das Hanf-Institut am Mittwoch mitteilte, wollen die Organisatoren allen wahlberechtigten TeilnehmerInnen die Möglichkeit geben, aktiv an der Legalisierung von Hanf als Heilmittel mitzuwirken. „Wir haben eine ganze Palette Unterschriftenformulare für die 2. Cannabis-Bürgerinitiative mit dabei und werden die Listen unter den HanffreundInnen während der Demo kreisen lassen. Damit sammeln wie auf einen Schlag wieder ein paar tausend Stimmen mehr für Hanf als Heilmittel“,sagte Toni Straka vom Hanf-Institut.

Die von der Patientenorganisation Arge Canna initiierte und dem Hanf-Institut unterstützte
2. parlamentarische Cannabis-Bürgerinitiative hat das Ziel, den Eigenanbau für Patienten zu entkriminalisieren.

Bisher wurden allein in Wien schon über 15.000 Unterschriften gesammelt. Die Initiatoren wollen aber sichergehen, dass die Politik ihren Wunsch nach straffreier Behandlung mit einem Heilmittel für über 250 Krankheiten nicht erneut wie nach der 1. Cannabis-Bürgerinitiative ignoriert.

„Bei unseren regelmässigen Infoständen in Wien ernten wir 99,95 Prozent Zustimmung zu Hanf als Heilmittel. Wir werden daher dem Parlament im kommenden Jahr gleich 65.000 Offline-Unterschriften überreichen, ehe diese Bürgerinitiative ins Online-Abstimmungsverfahren kommt“, sagte Straka.

Für Cannabis-Patienten ist die Lage nach Ansicht des Hanf-Instituts nach der SMG-Reform nach wie vor unverändert tragisch. „Wer seine Krankheiten oder Schmerzen mit Hanf behandelt, wird auch nach dem 1. Jänner 2016 mit unerwünschten Blaulicht-Besuchen und kostspieligen bürokratischen Verfahren bedroht“, sagte Straka. Dies hinke alles den wissenschaftlichen Erkenntnissen hinterher, denen zufolge Cannabis selbst Krebs heilen kann.

Cannabis Social March 2015

CSMRouteFinalDer Cannabis Social March (CSM) ist die zweite Gross-Demonstration in diesem Jahr für die Entkriminalisierung von über einer Million österreichischer HanffreundInnen.
Die politische Versammlung deren Route einer Wiener Sightseeing-Tour gleicht, beginnt um 13 Uhr vor dem Museumsquartier und führt dann über den Ring mit Ansprachen vor dem Parlament und dem Rathaus via Donaukanal und die Praterstrasse über die Hauptallee, ehe sich die Hanf-BefürworterInnen ab etwa 18 Uhr auf der Jesuitenwiese zur Abschlusskundgebung niederlassen können. Die Wetterprognose ist gut.

Verwirrung bei SMG-Reform: Kommt bei illegalisiertem Cannabis-Konsum künftig Rettung statt Polizei?

CannabisistunseremedizinWien, 26. Juni 2015 – Die am 16. Juni im Parlament durchgepeitschte praxisfremde Reform des Suchtmittelgesetzes (SMG) verdient nach Ansicht des Hanf-Instituts die Note „Nicht genügend“.

„Eine Million österreichische HanffreundInnen empfinden diese Reform, die in Wahrheit keine ist, als Schlag ins Gesicht“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Freitag anlässlich des heutigen UN-Weltdrogentags.

„Wir kennen uns nicht aus, wie das in der Praxis laufen soll, wenn die Regierung am 1. Jänner 2016 plötzlich per Gesetz eine Million ‚Haschkranke‘ produziert. Als Vertretung dieser stark wachsenden Gruppe wollen wir wissen, ob jetzt bei – unverändert illegalisiertem – Cannabis-Konsum künftig die Rettung oder weiterhin die Exekutive unerwünschte Besuche abstatten wird“, fordert Straka im Namen des Hanf-Instituts eine genauere Aufklärung seitens der Regierung.

„Wenn HanffreundInnen jetzt per Gesetz zu Kranken erklärt werden, obwohl Cannabis in den USA bereits millionenfach als nebenwirkungsarmes Heilmittel bei über 250 Krankheiten eingesetzt wird und auch die Legalisierung als Genussmittel in bisher 4 US-Bundesstaaten ein durchschlagender Erfolg ist, können wir das sture Festhalten der Regierung am toten Mythos, dass es sich bei Hanf um ein Suchtgift handelt, nicht akzeptieren und werden natürlich unsere Informationskampagnen, aber auch die Proteste gegen die vorgesehene Zwangsbehandlung von HanffreundInnen ausweiten“, teilte das Hanf-Institut weiter mit.

Medical Cannabis-Informationsstand am Donauinselfest

Die Informationskampagne beginnt sofort. Das Hanf-Institut wird in Kooperation mit dem Donauinselfest-Hauptsponsor, dem Hanf-Fachhändler „Future Grow“, drei Tage lang wissbegierige WienerInnen auf Europas grösster Party bei der Eutopia-Bühne zusammen mit dem Fachmagazin „medijuana“ über die Vorteile des natürlichen Heilmittels Hanf aufklären.

Das Hanf-Institut wird die anhaltende Diskriminierung der Fans eines im Vergleich zu legalen Drogen harmlosen Heil- und Genussmittels nicht so ohne weiteres akzeptieren und darauf hinarbeiten, dass bei der nötigen Reform der Reform auch Experten mit praktischer Cannabis-Erfahrung eingebunden werden. Aus Sicht des Hanf-Instituts ist es ein unhaltbarer Zustand, dass die Regierung wider allen positiven wissenschaftlichen Erkenntnissen aus 20 Jahren Cannabis als Medizin in den USA weiterhin die Strafandrohung für Cannabis-Patienten aufrecht erhält.

„Wie lange will sich die Regierung noch einer menschlichen Cannabis-Politik verweigern und damit die Leiden tausender Schmerzpatienten unnötig verlängern“, fragte Straka abschliessend.

 

Schon 30.000 unterschrieben Cannabis Bürgerinitiative

Wien, 8. April 2015 Die parlamentarische Bürgerinitiative zur „Herausnahme von Cannabis aus dem österreichischen Suchtmittelgesetz“ hat am Mittwoch ihren Platz als dritt-erfolgreichste – KORRIGIERT: laut STANDARD ist es die zweit-erfolgreichste – Bürgerinitiative mit bisher 30.000 geleisteten Unterschriften zementiert. Die Bürgerinitiative kann weiterhin bis zum nächsten Treffen des Parlaments-Ausschusses im Mai unterzeichnet werden, teilte das Hanf-Institut mit.

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„Seit dem Beginn der Bürgerinitiative im vergangenen September hat sich in der Diskussion über die Legalisierung von Cannabis viel getan. Mittlerweile sind in allen politischen Lagern unterhalb der Führungsebenen Befürworter an die Öffentlichkeit getreten, weil sie auch keinen Sinn mehr in der strafrechtlichen Verfolgung von Cannabis-Konsumenten, insbesondere den Cannabis-Patienten sehen“, sagte der Obmann des Hanf-Instituts, Toni Straka.

Während die grundsätzliche Bereitschaft zur Reform des Suchtmittelgesetzes zu begrüssen ist, sieht das Hanf-Institut jedoch im Gesetzesentwurf des Justizministeriums keine wirkliche Verbesserung für Konsumenten, da weiterhin kostenaufwändige Untersuchungen durch die Gesundheitsbehörden anfallen. „Mit dem jetzigen Entwurf wird einzig der Justizapparat, nicht aber die Exekutive und die Gesundheitsbehörden entlastet“, sagte Straka und wies darauf hin, dass weit über 90 Prozent der Cannabis-Konsumenten kein Problem durch ihren abendlichen Joint hätten.

NIDA anerkennt erstmals offiziell Heilwirkung von Cannabinoiden bei Krebs

Die Wirkung von Cannabis als Heilmittel bei Krebs wurde diese Woche erstmals von der US Behörde National Institute on Drug Abuse (NIDA) offiziell anerkannt.

In einer Veröffentlichung erklärte die Behörde Anfang April, dass “neuste Studien an Tieren gezeigt haben, dass Cannabis gewisse Krebszellen töten und andere kleiner machen kann. Die Ergebnisse der Studie kommen zu dem Schluss, dass Vollextrakte der Cannabis-Pflanze einen der häufigsten Hirntumor-Arten schrumpfen lassen. Experimente an Mäusen haben gezeigt, dass diese Extrakte zusammen mit einer Bestrahlungstherapie, die Krebs tötenden Eigenschaften verbesserte.”

Angesichts der offiziellen Haltung der US-Regierung ist die Meldung als sensationell einzustufen, sagte Straka. Dies deute auf eine nicht mehr aufhaltbare bundesweite Legalisierung von Cannabis in den USA hin,nachdem es in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Eigenberichte von Krebskranken über erfolgreiche Krebs-Behandlung gibt.

Grüne stellen 5 parlamentarische Anfragen zu medizinischem Cannabis aus der Sicht Betroffener

Wien, 5. November 2014 – Die Grünen Abgeordneten Eva Mückstein und Wolfgang Pirklhuber haben vergangenen Montag 5 gemeinsam mit der ARGE Canna und der AG Suchtmittel erarbeitete parlamentarische Anfragen an die zuständigen Ministerien bezüglich medizinischem Cannabis eingebracht, teilte das Hanf-Institut, Partner der beiden Organisationen, am Mittwoch mit.

Die Anfragen konzentrieren sich darauf, warum Österreich keine Schritte zur Legalisierung von Cannabis für bedürftige Patienten unternimmt, obwohl Bezieher des teuren synthetischen THC-Extrakts einhellig erklären, dass natürliches Cannabis zur Behandlung ihrer Leiden besser hilft und nur einen Bruchteil des Monosubstanzpräparats Dronabinol aus der Apotheke kostet.

In der Anfrage an das Justizministerium wird unter anderem Auskunft verlangt, ob Minister Wolfgang Brandstetter Gesetzesänderungen plant, damit kranke Menschen, die sich synthetische Cannabis-Medikamente nicht leisten können, bzw. alle Inhaltsstoffe der Cannabispflanze nutzen wollen, straffrei natürliches Cannabis erwerben, anbauen und konsumieren können.

In der Anfrage an das Innenministerium wollen die Cannabis-Aktivisten Aufklärung, ob beschlagnahmtes Cannabis auf Schädlichkeit durch Streckmittel (Blei, Glassplitter) geprüft wird und wenn ja, wie oft derartige Proben in Österreich vorkommen.

Insgesamt 22 Fragen wurden an das Gesundheitsministerium gestellt. Wesentlichste Frage an Gesundheitsministerin Sabine Oberhause ist dabei die Letzte: Welche konkreten Maßnahmen werden Sie ergreifen, um die Situation von Menschen zu verbessern, denen Cannabis als Medizin hilft oder helfen würde?

Die Anfrage an das Wissenschaftsministerium dreht sich vor allem darum, welche Schritte Österreich in der Cannabis-Forschung unternimmt.

In der Anfrage an das Landwirtschaftsministerium wird primär um Auskunft über Tätigkeit und Gebarung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gebeten.

Allen Anfragen steht zur Begründung folgender (hier gekürzter) Erklärungstext voran:

Cannabis wird bei Krebs, Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen, neurologischen Erkrankungen, Tourette-Syndrom, Morbus Crohn, Glaukom, Immunschwäche und vielen anderen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. Das Cannabinoid THC, ein Hauptwirkstoff von Cannabis, ist in Österreich seit 1998 zugelassen. Es wird in Österreich hauptsächlich als Dronabinol verschrieben. THC ist jedoch nur eines von über 80 Cannabinoiden, die im Cannabis enthalten sind.

Viele PatientInnen berichten, dass die synthetische Substanz weniger verträglich ist und mehr Nebenwirkungen aufweist als die natürlichen Blüten und Extrakte. Leider gibt es derzeit nur wenige ÄrztInnen in Österreich, die Medikamente auf Cannabinoid-Basis verschreiben. Ein großes Problem für die PatientInnen ist der hohe Preis dieser Arzneimittel. PatientInnen müssen sehr oft die hohen Kosten dafür selbst bezahlen, da die Bewilligungspraxis der ChefärztInnen der Krankenkassen sehr restriktiv ist.

Wesentlich billiger und einfacher wäre die Verschreibung von Cannabisblüten und deren Abgabe in Apotheken. Das ist in Österreich jedoch verboten. Auch dürfen kranke Menschen Cannabis nicht für die eigene medizinische Verwendung anbauen. Durch das hohe Preisniveau und die mangelnde Kostenübernahme werden die PatientInnen in die Illegalität gedrängt und kriminalisiert.

Nach Hochrechnung des Hanf-Instituts auf Basis der Daten aus Colorado wären rund 200.000 ÖsterreicherInnen zum Bezug von medizinischem Cannabis berechtigt.

Die Ministerien haben nun bis 3. Jänner 2015 Zeit, die Anfragen zu beantworten.

Die Links zu den Ministeranfragen:

– Justizministerium:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_02962/index.shtml

– Innenministerium:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_02961/index.shtml

– Gesundheitsministerium:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_02960/index.shtml

– Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_02959/index.shtml

– Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_02958/index.shtml

A huge leap forward in Austria: ‚Neos‘ party votes for legalization of cannabis

Vienna, October 29, 2014 – Public discussion of cannabis legalization has leaped to a new high in Austria after the neoliberal newcomer in parliament, the Neos party, has voted to push the issue at its annual general meeting last weekend.

Party chairman Mat(thias) Strolz, who was first surprised that his economy oriented party showed a majority interest in cannabis, came out after a two day hiatus, fully supporting the decison.

„We support self responsibility and liberty. Legalization makes sense“, said Strolz in a first statement on Tuesday. Recommending a step-by-step plicy towards legalization, the Neos fully support „grow your own“ as a first move that would especially benefit Austria’s legion of cannabis patients who nurture their medicine in grow closets at home. A next step towards regulation may be the distribution via pharmacies, Strolz said further, lifting the spirits of tens of thousands currently criminalized cannabis patients who still face jail if they get caught with their medicine of choice.

„Decriminalization would immediately benefit one in 8 Austrians. It is estimated 500,000 Austrians light up regularly and another 500,000 occasionally“, said Toni Straka, chairman of the Hanf-Institut (Austria).

The Neos are the first party to officially jump the legalization bandwagon after a first parliamentary citizens initiative to unhinge cannabis from current drug laws. With so far almost 27,000 signatories the initiative jumped into third place of the most successful citizens activism in Austria’s history.

Cannabis will certainly stay on the agenda in Austria. At the annual convent of Austria’s coalition leader, the Social Democrats (SPOe) in late November, there will be a ballot on cannabis legalization too.

„Counting the costs in monetary and human terms, I would not be surprised to see more politicians discovering that legalization could bring Austria 150 million Euros in savings of prosecution costs and simultaneously raise taxes well above 100 million Euros annually“, Straka said, pointing towards the enormous economic benefits of legalization.

It would also help cannabis patients. Lacking exact data due to prohibition, a comparison with data from Colorado is base for Hanf-Institut’s estimate of potentially 200,000 patients who may be eligible for medical cannabis.

WHO versteckt Entkriminalisierungs-Vorschlag in neuen HIV-Richtlinien

Wien, 1. Oktober 2014 – Ist die weltweite Legalisierung nur noch eine Frage der Zeit? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich versteckt in ihrer jüngsten Publikation zur Bekämpfung der Immunkrankheit HIV für die Entkriminalisierung jeglichen Drogenkonsums ausgesprochen. „Das könnte die Ouvertüre für den von den Vereinten Nationen für 2016 angekündigte Änderung der drogenpolitischen Linie sein, die demzufolge klar auf eine Entkriminalisierung von Konsumenten bisher illegalisierter Substanzen hindeutet“, kommentierte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Mittwoch den Bericht. Zwar geht es in dem WHO-Bericht vor allem um injiziierende Drogenkonsumenten, Cannabis wird aber explizit nicht ausgeschlossen.

So heisst es auf Seite 59 des Berichts,

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Länder sollten verstärkt auf Behandlung, Information und Rehabilitation setzen, als Alternative zur Verurteilung und Bestrafung. Derzeit geben viele Länder hohe Summen dafür aus, die Rückfallsquoten bleiben aber hoch. Es gibt keine Beweise, dass der derzeitige Ansatz effizient oder kosteneffektiv wäre.

Auf Seite 91 fasst die WHO in ihren Empfehlungen zusammen:

WHORecommendation

Länder sollten in Richtung einer Entkriminalisierung von Drogenkonsum … hinarbeiten und dabei die ungerechte Anwendung von Gesetzen gegen diese Menschen eliminieren.

Nachdem die UN bereits seit 2012 konzedieren, dass die bisherige Kriminalisierung des Konsums psychoaktiver Substanzen keinerlei Erfolg bei Reduktion des Drogenkonsums brachte, wird für die UN-Generalversammlung im Jahr 2016 die Präsentation neuer drogenpolitischer Richtlinien erwartet.

Cannabis-Bürgerinitiative im Parlament: Petitionsausschuss fordert Stellungnahme von Gesundheitsministerium

Wien, 17. September 2014 – Der Petitionsausschuss des Parlaments hat am Mittwoch in seiner jüngsten Sitzung bei der Behandlung der „Bürgerinitiative zur Herausnahme von Cannabis aus dem österreichischen Suchtmittelgesetz“ (53/BI) beschlossen, eine Stellungnahme des Gesundheitsressorts einzuholen, war aus der Parlamentskorrepondenz zu erfahren.

Mit über 24.300 UnterzeichnerInnen liegt die Cannabis-Initiative auf Rang drei der erfolgreichsten Bürgerinitiativen Österreichs.

Unter den UnterzeichnerInnen fanden sich bei einer Durchsicht des Hanf-Instituts auch einige österreichische Politiker, so etwa Senol Akkilic, Integrationssprecher der Grünen Wien, Klaus Werner Lobo, Menschenrechtssprecher der Grünen Wien, die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, Julia Herr und der KPÖ-Politiker und Liedermacher Siegfried Maron.

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Cannabis-Aktivisten befürchten, dass Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser trotz aller positiven Argumente für eine Legalisierung bei ihrer negativen Haltung bleiben wird. Oberhauser hatte in ihrem Antrittsinterview im ORF am 1. September gesagt, „ich glaube nicht, dass für eine Freigabe von Cannabis jetzt der richtige Zeitpunkt ist” und abschliessend auf Nachfrage ergänzt, dass sie bei dieser Haltung bleiben werde.

Die Bürgerinitiative setzt sich unter anderem für den straffreien Besitz von 10 Gramm Cannabis, den straffreien Eigenanbau von bis zu 500 Gramm pro Jahr sowie evidenzbasierte Grenzwerte für Cannabis im Kraftfahrverkehr ein. Durch den Entfall von mindestens 100 Millionen Euro durch die bisherige Strafverfolgung von jährlich über 20.000 Konsumenten und die Einführung einer Cannabis-Steuer erwarten die Initiatoren der Bürgerinitiative jährliche Steuereinnahmen von mindestens 150 Millionen Euro, womit das österreichische Budget um rund 250 Millionen Euro entlastet werden könnte.

Der Initiator Bernhard Amann, Obmann von Legalize! Österreich hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, nun eine parlamentarische Enquete veranstalten zu wollen, um Informationsdefizite seitens des Gesetzgebers zur ältesten Kulturpflanze der Welt zu beseitigen.

„In Österreich werden durch die derzeitige Cannabis-Gesetzgebung rund eine Million Menschen, die sich bewusst für ein wenig schädlicheres Genussmittel als Alkohol und Nikotin entschieden haben, unnötig kriminalisiert“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka.

Der Petitionsausschuss tagt das nächstemal am 25. November 2014.

Austrian Parliamentary Citizens Initiative for Cannabis Legalization Becomes 3rd Most Successful in History

Vienna, September, 14, 2014 – An Austrian parliamentary citizens initiative for cannabis legalization has become the third most successful civil activism in Austria’s democratic history.

„Reaching more that 22.392 signatures on the website of Austria’s parliament by Sunday noon makes it the third most important political issue in which Austrians take an active interest“, said Toni Straka, chairman of the Hemp Institute.

Initiator Bernhard Amann, chairman of Legalize!Österreich, said, „this huge success motivates us to organize a parliamentary hearing in order to reduce information deficits as most Austrian politicians still reject any legalization moves.“

Legalization could contribute 250 million Euros to Austria’s budget

Straka noted that a very important point of the citizens initiative has not found an echo in the otherwise broad media discussion of the legalization issue.

„According to conservative estimates cannabis legalization could contribute 250 million Euros towards the constrained Austrian federal budget.

100 million Euros could be saved on the side of drug enforcement. Another 150 million Euros could be earned with the proposed cannabis tax,“ Straka said.

The citizens initiative demands legal possession of up to 10 grams cannabis, the permission to grow up to 500 grams annually per grower and a regulation of cannabis distribution.

Hanf-Institut (HI)

For further information please contact

Toni Straka
Chairman
toni.straka@hanfinstitut.at
Tel: +43 676 6966664

GESCHAFFT: Cannabis-Legalisierung ist drittwichtigstes politisches Anliegen der ÖsterreicherInnen

Wien, 14. September 2014 – Die parlamentarische Bürgerinitiative 53/BI zur „Herausnahme von Cannabis aus dem österreichischen Suchtmittelgesetz“ ist seit Sonntag das drittwichtigste politische Anliegen der ÖsterreicherInnen. Mit mehr als 22.393 Unterschriften liegt die Cannabis-Initiative damit nur mehr hinter den Forderungen nach einem Hypo-Untersuchungsausschuss und der Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung, teilte das Hanf-Institut am Sonntag mit.

„Nach über 50 Jahren Prohibition in Österreich ist das das erstemal, dass sich zehntausende Bürger namentlich für die Legalisierung von Cannabis als Heil- und Genussmittel einsetzen“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka.

Der Initiator der Bürgerinitiative, „Legalize! Österreich“, Obmann Bernhard, Amann sagte: „Angesichts dieses Erfolgs wollen wir nun im Herbst eine parlamentarische Enquete veranstalten, um das Informationsdefizit der Politiker zu dieser vielseitigen Pflanze zu beseitigen.“

250 Millionen Euro für das Budget

Straka wies auf einen in der breiten medialen Diskussion bisher vernachlässigten wichtigen Punkt hin: „Den konservativen Schätzungen von Legalize zufolge könnte die Cannabis-Legalisierung mit budgetwirksamen 250 Millionen Euro den mit Abstand grössten Beitrag zur Budgetkonsolidierung bringen.“

Ausgabenseitig sei mit Einsparungen von mindestens 100 Millionen Euro durch den Wegfall der Strafverfolgung von jährlich weit über 20.000 Cannabis-Konsumenten zu rechnen.

Einnahmenseitig könnte die Cannabis-Steuer rund 150 Millionen Euro schon im ersten Jahr bringen.

Eckpunkte der Bürgerinitiative sind unter anderem der straffreie Besitz von 10 Gramm Cannabis, die Erlaubnis zum Eigenanbau, eine Regelung des Verkaufs sowie Grenzwert-Regelungen für Cannabis im Kraftfahrverkehr.

Die Bürgerinitiative kann noch bis 16. September auf der Webseite des Parlaments unterzeichnet werden.

Austria’s Green Party Youth Joins the Legalize Cannabis Bandwagon

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Vienna, August 30th, 2014 – Austria’s Green party youth has joined the growing efforts to legalize cannabis in Austria on Saturday. In the coming three weeks the young politicians will travel all over Austria with a symbolic human-sized joint to push the issue of a „reasonable drug policy reform“, chairwoman Diane Witzani told the Austrian Hemp Institute (Hanf-Institut).

„It is time to convince parents, grandparents and everybody else that legalization is the way to go,“ she said further.

„Either illegalize alcohol or legalize cannabis, everything else is hypocrisy“

„Either illegalize alcohol or legalize cannabis, everything else is hypocrisy,“ added spokesman Cengiz Kulac.

The young Greens support a change in drug policy, ackknowleding that prohibition has not worked in the past. More than 60,000 killings in the Mexican drug war are only one example of the futility of current policies.

The party youngsters aim for a system of controlled cannabis distribution with a focus on purity, similar to the German „Reinheitsgebot“, a centuries old rule for beer making.

In their view all advertising for drugs, including alcohol, should be outlawed.

„Preaching abstinence makes no sense. The solution is to inform and educate people,“ Witzani said in a statement released at the beginning of the travelling joint tour.

The Greens are the second party youth after the social democrats actively pushing for the legalization of cannabis in Austria.

A currently running parliamentary citizens initiative for the exclusion of cannabis from Austria’s drug laws has so far yielded more than 19,000 supporting signatures. „This makes it already the 4th most important political issue in Austria and people are no longer afraid to come out of the closet in order to be decriminalized“, Toni Straka, chairman of the Hemp Institute said.

According to official estimates up to one million Austrians consume cannabis. Calculations based on the number of medical cannabis patients in Colorado indicate that some 200,000 Austrians would be eligible for medical cannabis.

ALS-Patienten: Unterstützung durch Icebucket-Duschen, Soforthilfe durch lebensverlängernde Cannabis-Therapie

rita-ora-ice-bucket-challenge-2014-billboard-650x430Wien, 26. August 2014 – Ein leider absehbares Ende der Icebucket Charity durch sommerlich eisige Temperaturen für von der Nervenkrankheit ALS Betroffene ist nicht das Ende der möglichen Unterstützung für die gute Sache. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Patienten-Erfahrungen unterstützen den Einsatz von Cannabis als ALS-Medikament. „Diesen Patienten kann jetzt weiter aktiv durch die Unterzeichnung der parlamentarischen Bürgerinitiative zur Herausnahme von Cannabis aus dem Suchtmittelgesetz geholfen werden“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Dienstag.

Eine mittlerweile stattliche Sammlung von medizinischen Studien, insbesondere die Studie der US-Gesundheitsbehörde NIH (National Institute of Health) aus dem Jahr 2010 weist auf die Wirksamkeit von Cannabis durch seine anti-oxidativen, entzündungshemmenden und neuro-protektiven Eigenschaften in der ALS-Behandlung hin.

Patientenberichte aus den USA bestätigen dies. Sie erzählen von höherer Lebenserwartung bei besserem Krankheitsverlauf, wie etwa in diesem Youtube-Video einer ALS-Erkrankten, die bereits über 27 Jahre dank Cannabis ein erträgliches Leben führen konnte.

ALS-Patientin Cathy Jordan

Die positiven Effekte von Cannabis bestätigt auch US-Professor Robert Melamede in einem Video-Interview, der neben Cannabis auch das Hanf-Speiseöl wegen des hohen Anteils ungesättigter Fettsäuren empfiehlt.

US-Professor Robert Melamede, University of Colorado

Potentiell 200.000 österreichische Cannabis-Patienten

In Colorado beziehen derzeit von 5,2 Millionen Einwohnern rund 121.000 oder 2,3 Prozent der medizinisches Cannabis. Umgelegt auf Österreich schätzt das Hanf-Institut daher, dass eine Legalisierung rund 200.000 Cannabis-Patienten betreffen würde, die dann ohne Angst vor Strafe ihr bevorzugtes Heilmittel anwenden könnten.

Bis dato unterstützen über 18.000 Hanf-FreundInnen die Bürgerinitiative, die damit schon an 5. Stelle der meistunterzeichneten wichtigsten politischen Anlieger der ÖsterreichischerInnen liegt.

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Parlamentarische Bürgerinitiative zur Cannabis-Legalisierung nimmt nach nur 6 Tagen die 10.000er Marke

Wien, 12. August 2014 – Die parlamentarische Bürgerinitiative zur Herausnahme von Cannabis aus dem österreichischen Suchtmittelgesetz hat am Dienstag die 10.000er Marke überschritten. Zugleich erschien auf der Parlaments-Webseite die Mitteilung, dass die Initiative nunmehr dem Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen zugewiesen wurde. Ein Datum für den Beginn der Beratungen gibt es nicht.
10000Unterschriften

„Ausgehend von der offiziellen Zahl von einer Million Cannabis-Konsumenten in Österreich hat daher schon jeder hundertste Hanf-Freund Zivilcourage bewiesen. Wir rechnen aber damit, dass es noch deutlich mehr werden“, sagte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Dienstag. 10.000 Unterschriften in nur 6 Tagen sind jedenfalls schon als grosser Erfolg zu werten und zeigen, dass die Social Media Strategie und die daraus entstehende Mundpropaganda genau solche Erfolge zeitigen kann wie millionenschwere Werbekampagnen, ergänzte Straka, der die bisherigen Kosten für die Bürgerinitiative mit 4,20 Euro Portospesen bezifferte.

Zum Vergleich: Die bisher erfolgreichste Bürgerinitiative zur Bildung eines Hypo Alpe Adria Untersuchungsausschusses kam auf rund 142.000 Stimmen.

Kernforderungen der vom Verein „Legalize! Österreich“ initiierten Aktion sind unter anderem die Legalisierung des Eigenanbaus für den persönlichen Verbrauch. Wer mehr als für seinen persönlichen Konsum produzieren will, muss um eine staatliche Lizenz ansuchen und eine Steuer von ein bis zwei Euro je Gramm an den Staat abführen. Die Erzeugerlizenz muss dem Vorhaben zufolge ab einer Produktionsmenge von 500 Gramm Cannabis pro Jahr eingeholt werden.
Der Besitz von 10 Gramm Cannabis soll generell straffrei werden.
Mit dem Erreichen des Wahlalters soll der Cannabiserwerb und -besitz erlaubt werden, analog zu leichten Alkoholika und Nikotin.
Die Abgabe soll bestehende Strukturen nützen und über Trafiken, Apotheken und andere lizensierte Abgabestellen erfolgen.
Mit dieser Massnahme seien auch grosse Ersparnisse in der Strafverfolgung von Cannabis-Delikten zu erwarten, die Legalize-Obmann Bernhard Amann mit rund 100 Millionen Euro jährlich bezifferte.

Die Bürgerinitiative 53/BI kann auf der Webseite des Parlaments elektronisch unterzeichnet werden: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00053/index.shtml

Austrian Activists start Parliamentary Initiative to Legalize Cannabis

Vienna, August 6, 2014 – Austrian cannabis activists have started a parliamentary initiative to legalize cannabis in Austria on Wednesday. Initiated by „Legalize! Oesterreich“ and supported by the Hemp Institute, Austrian voters can now sign an online initiative on the website of the Austrian parliament which is obliged to discuss the matter.

In the first six hours it collected more than 1,000 signatures and the initiators hope that a significant number of the one million cannabis consumers and patients – that is 1 in 8 Austrians – will put their weight behind this movement which seeks to exclude cannabis from Austrian drug laws.

According to the text of the initiative, Austrians over 16 years shall become eligible to possess 10 grams of cannabis legally. They shall also be allowed to cultivate their own plants and produce up to 500 grams annually.
Commercial producers of bigger amounts shall be required to register with the state and pay a tax of €1.- per gram for low to medium quality cannabis and €2 for plants with a THCa content above 20%.
Distribution and sales will be in the hands of tobacconists, pharmacies and other sellers with a state license.
The initiative also wants to establish a legal limit of 10 nanograms THC per millilitre blood for cannabis consumers operating a vehicle.

Excluding cannabis from Austrian drug laws would also result in budgetary savings to the tune of €100 million per year and free police capacities for more pressing issues, the activists said.

1. Parlamentarische Bürgerinitiative zur Herausnahme von Cannabis aus dem Suchtmittelgesetz gestartet

Wien, 6. August 2014 – Am Mittwoch wurde die erste österreichische parlamentarische Bürgerinitiative betreffend die „Herausnahme von Cannabis aus dem Österreichischen Suchtmittelgesetz“ eingebracht. Mit parlamentarischen Bürgerinitiativen können österreichische StaatsbürgerInnen direkt Anliegen an den Nationalrat herantragen.
Die vom Obmann des Vereins Legalize! Österreich, Bernhard Amann, gestartete Initiative wird vom Hanf-Institut unterstützt.
Kernpunkte der Initiative sind unter anderem die Legalisierung des Eigenanbaus für den persönlichen Verbrauch. Wer mehr als für seinen persönlichen Konsum produzieren will, muss um eine staatliche Lizenz ansuchen und eine Steuer von ein bis zwei Euro je Gramm an den Staat abführen, schlägt die Bürgerinitiative vor. Die Erzeugerlizenz muss dem Vorhaben zufolge ab einer Produktionsmenge von 500 Gramm Cannabis pro Jahr eingeholt werden.
Der Besitz von 10 Gramm Cannabis soll generell straffrei werden.
Mit dem Erreichen des Wahlalters soll der Cannabiserwerb und -besitz erlaubt werden, analog zu leichten Alkoholika und Nikotin.
Die Abgabe soll bestehende Strukturen nützen und über Trafiken, Apotheken und andere lizensierte Abgabestellen erfolgen.
Mit dieser Massnahme seien auch grosse Ersparnisse in der Strafverfolgung von Cannabis-Delikten zu erwarten, die Amann mit rund 100 Millionen Euro jährlich bezifferte.
Zum heiß diskutierten Thema Cannabis und Strassenverkehr will Amann den § 5 Abs 1 Satz 3 StVO einführen, wobei er einen Grenzwert von 10 Nanogramm THC, dem psychoaktiven Wirkstoff in der Cannabis-Pflanze, je Milliliter Blut für realistisch hält. Zum Vergleich: Snowboarder dürfen bei internationalen Wettbewerben bis zu 150 Nanogramm je Milliliter aufweisen.
Die Bürgerinitiative kann elektronisch auf der Parlaments-Webseite unterzeichnet werden.
Der komplette Text der Initiative und der weiterführende Link zum Unterzeichnen ist hier zu finden: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00053/index.shtml#tab-Uebersicht
Die Unterstützer hoffen bei rund einer Million österreichischer Cannabis-Konsumenten auf eine sehr hohe Beteiligung.

Text der Bürgerinitiative:

Der Nationalrat wird ersucht,

PARLAMENTARISCHE BÜRGERINITIATIVE FÜR DIE „HERAUSNAHME VON CANNABIS AUS DEM ÖSTERREICHISCHEN SUCHTMITTELGESETZ“

Hanf wird politisch aus industriellen Interessen seit fast 100 Jahren militant verdrängt. Globale Desinformationskampagnen und unverhältnismässige Strafen bekämpfen seit Jahrzehnten den wohl vielseitigsten natürlichen Rohstoff der Erde und erzeugen damit künstlich globale Gesellschaftsprobleme. Undurchsichtige Schwarzmärkte und kriminalisierte Menschen aller Altersgruppen zeigen das extreme Ausmaß der gescheiterten aktuellen Drogenpolitik. Die Probleme und der Handlungsdrang für die Bewegung sind weltweit nahezu überall gleich. Die gesamte globale, auch unbeteiligte Gesellschaft leidet unter den Auswirkungen dieser Inquisition. Berge von Studien dokumentieren, dass Drogen weltweit konsumiert werden, ungeachtet irgendwelcher repressiver Maßnahmen. Mit dieser Inquisition muss Schluss sein!

Während selbst die EU (Drugnet Europe, www.emcdda.europa.eu) die Personen im Alter von 15-64 Jahren, welche mindestens einmal Cannabis konsumierten, europaweit auf 77 Mio. schätzt, sind es in Österreich unseren Angaben zufolge über 800.000 Konsumenten, die mehr oder weniger Cannabis konsumieren! Daher ist der Cannabiskonsum für viele Menschen fixer Teil der Lebenskultur.

Allein 2012 (letzter aktueller Suchtmittelbericht) wurden österreichweit im Cannabisbereich 17.461 Anzeigen getätigt, wovon 16.575 verschiedene Menschen betroffen waren. Andererseits wurden lediglich etwas mehr als 1% der konsumierten Menge (812 kg Cannabiskraut, 173 kg Haschisch, 105 Gramm Cannabiskonzentrat, 173 kg Cannabispflanzen) sichergestellt. Mehr als 80% der Anzeigen wurden aufgrund von Aussagen und nicht von festgestellten Mengen getätigt.

Beschäftigungstherapie für Behörden und Justiz:

Unter anderem beschäftigen sich täglich Polizei, Staatsanwaltschaften, Gesundheitsbehörden, Bezirks- und Magistratsverwaltungsbehörden, Gutachter und Gerichte mit CannabiskonsumentInnen. Von den daraus resultierenden teuren Zwangstherapien ganz zu schweigen. Die Kosten für die Verfolgungsbürokratie belaufen sich geschätzt auf mehrere 100 Millionen EUR jährlich.

Indirekte volkswirtschaftliche Schäden wie Arbeitsplatzverlust, Schulrauswurf, Familienschwierigkeiten etc. sind hier nicht einberechnet. Mit einer Entkriminalisierung und einer moderaten Besteuerung von Cannabis würde im Gegensatz dazu jährlich ein dreistelliger Euro-Millionenbetrag in das Budget fließen.

Cannabis als Medizin:

Für Krankheiten wie Multiple Sklerose, Spastiken, Schmerztherapie, Krebserkrankungen appetitanregend, HIV, ADHS, grüner Star, Asthma, Entzugssymptomen, Depression, Migräne etc. wird Cannabis erfolgreich verwendet. Statt völlig überteuerter synthetischer Präparate kann natürliches Cannabis mit einem Bruchteil der Kosten verwendet werden.

Nachhaltiger Rohstoff:

Über 50.000 Produkte lassen sich mittlerweile aus Hanf herstellen. Unter anderem Papier, Treibstoffe, Textilien, Nahrungsmittel, Baustoffe oder Öle. Damit entsteht auch ein analoger Arbeitsmarkt.

Legalisierung konkret in Österreich!

Dieser Vorschlag kann trotz EU-Rahmenbeschluss über Mindestvorschriften gegen illegalen Drogenhandel von Österreich allein umgesetzt werden!

Legalisierung der Eigenerzeugung:

Bei der Cannabislegalisierung soll ähnlich wie beim Branntweingesetz vorgegangen werden. Der Anbau und die Herstellung von Cannabis für den persönlichen Konsum (homegrower) wird straffrei gestellt. Zwecks Steuererfassung sind beide zur Meldung an das Finanzamt verpflichtet. Um die Qualität zu garantieren, wird eine Produktdeklarationspflicht implementiert, welche von staatlich autorisierten Instituten kontrolliert wird.

Das Cannabisprodukt wird mit der Cannabissteuer belegt. Die Steuer ist vom Produzenten an die Finanzbehörde zu entrichten. Pro Gramm getrockneter Blüten kassiert der Staat € 2,00 an Cannabiserzeugungssteuer. Wenn der Homegrower nachweist, dass sein Produkt nicht mehr als 20 % THCA-Gehalt hat, ermäßigt sich die Abgabe auf EUR €,00 pro Gramm Blüten. Der Homegrower meldet die Produktion an und darf diese erst nach Entrichtung der Abgabe, deren Höhe er anhand der angemeldeten Menge selber errechnet, beginnen

Ohne Erzeugerlizenz dürfen nur maximal 500 Gramm getrocknete Blüten pro erwachsener Person und Jahr produziert werden.

Schutzalter:

Mit dem erreichen des Wahlalters ist der Cannabiserwerb und -besitz erlaubt, analog leichter Alkoholika und Nikotin.

Legalisierung von Besitz:

Erlaubt ist der Besitz der rechtmäßig erzeugten Eigenproduktion, ansonsten 10 gr rauchfertige Blüten.

Für das Lenken von Fahrzeugen soll gelten:

Bei einem THC-Gehalt (psychoaktives THC) des Blutes von 10 ng/ml oder darüber gilt der Zustand der einer Person jedenfalls als von Cannabis beeinträchtigt (neu einzufügender § 5 Abs 1 Satz 3 StVO).

Ein THC-Gehalt des Blutes von zB. 2 ng/ml lässt nach dem Stand der Wissenschaft keinen eindeutigen Schluss auf eine Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit zu. Wie bei Alkohol schließt auch bei THC eine unter dem Grenzwert liegende Konzentration an aktivem THC die Beeinträchtigung nicht aus. In solchen Fällen muss aber der Beweis geführt werden, dass der Fahrzeuglenker aufgrund der amtsärztlich festgestellten Symptome klar beeinträchtigt ist und von einem Konsum innerhalb weniger als 6 Stunden vor Fahrtantritt auszugehen ist.

Legalisierung der Produktion für die Abgabe an Konsumenten:

Wer mehr als für seinen persönlichen Konsum produzieren will, muss um eine Lizenz ansuchen. Der Staat erteilt unter näher festzulegenden Bedingungen Lizenzen für die Erzeugung zum Zwecke der Abgabe an Konsumenten oder für medizinische Zwecke. Die Erzeugungssteuer beträgt das Doppelte der vom homegrower zu entrichtenden Erzeugungssteuer.

Abgabe im Handel:

Um bestehende Strukturen zu nützen, erfolgt die Abgabe durch Tabakwarenhändler, Apotheken oder andere lizensierte Abgabestellen. Diese Vertriebsstellen zahlen eine jährliche Lizenzgebühr von €1.000.–, Die Abgabe erfolgt in Form von Cannabisblüten und Cannabisharz.

Cannabis-Schmerzpatient nach Solidaritätsaktion wieder frei

Wien, 28. Juli 2014 – Der am vergangenen Freitag wegen Nichtbezahlung einer Verwaltungsstrafe arrestierte Flachgauer Cannabis-Schmerzpatient Wilhelm W. wurde noch am Freitag abend wieder freigelassen, nachdem im Rahmen einer Solidaritätsaktion die ausstehenden 600 Euro gesammelt und bei der Exekutive einbezahlt wurden. Dies teilte Wilhelm W. dem Hanf-Institut am Montag mit.

Seinen Angaben zufolge war es ihm gestattet worden, das Cannabis enthaltende Medikament „Sativex“ in den Ersatzarrest mitzunehmen, wodurch eine lückenlose Behandlung seiner Schmerzen auch im Arrest möglich war.

HINWEIS: Die Festnahme von Wilhelm W. löste grosses Medienecho aus. Finden Sie alle Berichte auf unserer News-Seite verlinkt.

Cannabis-Schmerzpatient in Salzburg wegen Verwaltungsstrafe in Ersatzarrest eingeliefert

Wien, 25. Juli 2014 – Am Freitag morgen wurde der schwer kranke Cannabis-Patient Wilhelm W. aus Henndorf am Wallersee (Salzburg/Flachgau) von der Polizei festgenommen und in das Polizeianhaltezentrum Salzburg eingeliefert. Grund für die Festnahme war eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 600 Euro, die der mittlerweile finanziell ruinierte Wilhelm W. nach einem jahrelangen Rechtsstreit über die Zuerkennung einer Berufsunfähigkeitspension nicht mehr aufbringen konnte.

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Wilhelm W; Bild Mitte, wurde am Freitag für die Verbüssung einer Ersatzarreststrafe von der Polizei in Gewahrsam genommen. Foto: CSC Salzburg

Für den an an mehreren Krankheiten leidenden Mann, der im vergangenen März den Cannabis Social Club (CSC) Salzburg gegründet hatte, ist der achttätige Ersatzarrest eine Katastrophe, da ihm die Mitnahme seiner legalen Cannabis-Medikamente in den Arrest nicht erlaubt wurde.

Wilhelm W. ist seit einem Unfall im Jahr 2004 berufsunfähig und hatte seit 2009 die vom Arzt verschriebenen synthetischen Opiate zur Schmerzbekämpfung durch natürliches Cannabis ersetzt, da ihm dieses wieder ein menschenwürdiges Leben erlaubte. Nach eigenen Angaben vertrug er die zuvor eingenommenen synthetischen Opiate nur sehr schlecht und erzielte damit auch nur eine geringere Schmerz-Linderung.

Bei einer früheren Gerichtsverhandlung im Jahr 2012 wegen der Aufzucht von Cannabis-Pflanzen – ausschliesslich zum eigenen Gebrauch – zeigte sogar der Richter Verständnis für die Schmerz-Situation von Wilhelm W. und legte die Anzeige für eine Probezeit von 2 Jahren zurück.

Bei der Festnahme von Wilhelm W. am Freitag wurden keine Cannabis-Pflanzen und auch kein gebrauchsfertiges Cannabis sichergestellt.

Hanf-Institutsobmann Toni Straka sagte am Freitag im Zusammenhang mit der Arrestierung des schwer kranken Cannabis-Patienten: „Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie notwendig die vom Hanf-Institut geforderte sofortige Entkriminalisierung von Schmerzpatienten ist. Wilhelm W. wollte nichts anderes, als seine Schmerzzustände ordentlich zu behandeln. Schon im Sinne der Menschlichkeit und Fürsorge muss es Patienten gestattet werden, die beste Medizin ihrer Wahl zur Therapie einsetzen zu können. Im vorliegenden Fall ist es besonders schlimm, dass Wilhelm W. im Ersatzarrest wieder zu toxischen synthetischen Opiaten greifen muss, um einigermassen schmerzfrei zu bleiben.“

Andere Cannabis-Patienten zeigen sich solidarisch mit dem CSC Salzburg. Der kürzlich gegründete CSC Wiener Neustadt, auf dessen Homepage weitere Details zum Fall Wilhelm W. zu finden sind, hat ein Spendenkonto für den Flachgauer eingerichtet:

Cannabis Social Club Wiener Neustadt

Spendenkonto WaWi

IBAN: AT68 1400 0273 1093 7342

 

1. Österreichische Cannabis Charity: Medical Cannabis Motorcycles Tour am 16. August

mcmct-logo-600x220Wien, 15. Juli 2014 – In Österreich findet am 16. August die erste Cannabis-Charityveranstaltung statt. Bei der „Medical Cannabis Motorcycles Tour“ von Wien zum Neusiedlersee und wieder zurück werden für Patienten, die Cannabis als Medikament brauchen, Spenden gesammelt.

MotorradfahrerInnen aller Marken treffen sich bei Indra’s Planet am 16. August um 9 Uhr in 1220 Wien, Zwerchäckerweg 39, um das Bewusstsein für die medizinische Verwendung von Cannabis in den Menschen zu Fördern und sie diesbezüglich aufzuklären. Es stehen auch Leih-Motorräder zur Verfügung.

In Österreich ist bisher nur die Verschreibung von synthetischem Cannabis erlaubt, das sich Patienten angesichts eines Grammpreises von 600.- Euro und einem Bedarf von mehreren Gramm pro Monat oftmals nur schwer leisten können. Die Krankenkassen übernehmen nur in einer kleinen Minderzahl der Fälle die Kosten.

Die Route wird durch eine der schönsten Landschaften in Europa führen, die auch von der UNESCO zum Welt-Kultur-Erbe erklärt worden ist. Bei einem Zwischenstopp am Neusiedlersee wird es eine Informationsveranstaltung zum Thema „Cannabis als Medizin“ geben, bei der Patienten über ihre Erfahrungen mit medizinischem Cannabis berichten. Danach fährt der Tross zurück zum Ausgangspunk, wo im Rahmen einer Abschlusskundgebung die lukrierten Spendengelder direkt an die Vertreter der jeweiligen Institutionen übergeben werden.

Interessierte Fahrer finden alle Fakten und Daten zur Tour auf der Website www.medical-cannabis-motorcycles-tour.com.

Hanf-Institut fordert zum Weltdrogentag Reklassifizierung von Cannabis

Wien, 26. Juni 2014 – Das neu gegründete Hanf-Institut hat sich am Donnerstag angesichts des UN- Weltdrogentags für eine Reklassifizierung von Cannabis im Rahmen der österreichischen Gesetzeslage ausgesprochen.

Psychoaktives Cannabis, oft mit dem Kunstbegriff Marihuana bezeichnet, ist laut dem Hanf-Institut aus medizinischer Sicht nicht als Suchtgift zu werten. „Cannabis kann schon deswegen kein Gift sein, weil der Mensch rund 750 Kilogramm auf einmal konsumieren müsste, um eine letale Dosis zu sich zu nehmen“, sagte HI-Obmann Toni Straka.

Natürliches Cannabis hat in 6.000 Jahren dokumentierter medizinischer Anwendung nicht zu einem einzigen Todesfall geführt. Die Erfahrungen von über 3 Millionen Patienten in mittlerweile über 20 US-Bundesstaaten seit mittlerweile 19 Jahren haben ebenso nicht eine einzige gefahrliche Reaktion für den menschlichen Körper ergeben.

Nachdem in den letzten 20 Jahren unzählige Studien das Licht der Offentlichkeit erreichten, die natürlichem Cannabis eine Schmerzlinderung auch in Fallen zusprachen, wo Morphine nicht mehr helfen, setzt sich das Hanf-Institut für die umgehende Entkriminalisierung von Hanf als Schmerzmittel ein.

Angesichts des überwältigenden Fortschritts in der Therapie von immer mehr Krankheitsbildern spricht sich das Hanf-Institut in einem ersten Schritt für eine Erlaubnis zum Eigenanbau von natürlichem medizinischen Cannabis für Patienten mit ärztlicher Empfehlung aus. Mit dem Eigenanbau sei auch die Qualitatskontrolle am besten gewährleistet.

Nach Ansicht des Hanf-Instituts und von Menschenrechtsexperten stellt die Kriminalisierung von Patienten wider der wissenschaftlichen Erkenntnisse der jüngeren Vergangenheit, den Tatbestand der Folter dar. „Nichts ist schlimmer für einen Kranken als das Verbot einer wirksamen Medizin auf Basis einer veralteten Betrachtung von Cannabis. Wir setzen uns dafür ein, die Schmerzen von Menschen mit einer Substanz, die als haufigste ‚Nebenwirkung‘ ein Lächeln bei Schmerzpatienten auslöst, sofort zu entkriminalisieren. Modernen Erkennntnissen zufolge gibt es wenige Medikamente, die so ein günstiges Wirkungs-Nebenwirkungs-Verhältnis wie Hanf haben“, sagte Straka.

Bisher wurden über 250 Krankheitsbilder identifiziert, bei denen natürliches Cannabis zum Therapeutikum erster Wahl zählt. Offziellen Zahlen zufolge konsumieren rund 500.000 OsterreicherInnen Cannabis regelmässig und eine weitere halbe Million gelegentlich.